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    <title>Teppichhaus Trithemius (offene bloguniversität)</title>
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    <description>offene bloguniversität</description>
    <dc:publisher>Trithemius</dc:publisher>
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    <title>Teppichhaus Trithemius</title>
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    <title>Vorläufige Stilllegung</title>
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    <description>Die einen nennen es Betriebsferien, die anderen die längste Mittagspause der Welt. &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/05/20/gewisse-verhaltniss-erforden-eine-masnah-4198743&quot;&gt;Weiter ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-20T16:48:00Z</dc:date>
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    <title>Wenn auch die Lotsen verwirrt sind</title>
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    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/abbilden/2513670&quot; title=&quot;Abbilden&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data5.blog.de/media/670/2513670_9313f6ee94_m.jpeg&quot; alt=&quot;Abbilden&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Bloggen! Wozu die Menschen heutzutage Zeit finden!, schrieb mir unlängst Thomas Gsella, Chefredakteur der satirischen Zeitschrift Titanic. Man kann von den Kollegen der Presse nicht erwarten, dass sie das neue Publikationsmedium Weblog freudig begrüßen. Sie reden es lieber klein. Schließlich rauben Blogs den Printmedien nachhaltig und zunehmend die informelle Oberhoheit und bedrohen Arbeitsplätze in den Redaktionen. Bis etwa zur Jahrtausendwende schien die Welt des professionellen Journalismus noch in Ordnung. Ausschließlich Redaktionen sichteten Informationen, wählten aus der Fülle des Angebots, erschlossenen Themen, nahmen Stellung, setzten Trends und bestimmten die öffentliche Diskussion. Es schien stets genau soviel zu passieren, wie gerade in die Zeitung, in die Wochenzeitschrift oder in die Tagesschau passte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freie Presse ist das wichtigste Kontrollorgan einer Demokratie. Die Alliierten haben nach 1945 ein kluges System erdacht, wie den Deutschen Demokratie und eine Idee von Meinungsfreiheit beizubringen wäre. Die Lizenzen für Zeitungsgründungen wurden so vergeben, dass sich in den jeweiligen Verbreitungsgebieten eine linksliberale und eine rechtskonservative Zeitung gegenüberstanden, zum Beispiel: Aachener Nachrichten (linksliberal) - Aachener Volkszeitung (rechtskonservativ), Kölner Stadtanzeiger (linksliberal)  Kölnische Rundschau (rechtskonservativ), Frankfurter Rundschau (linksliberal)  Frankfurter Allgemeine Zeitung (rechtskonservativ). Diese Ordnung brachte eine lebendige politische Diskussion und hat die Entwicklung unserer Demokratie entscheidend geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen sind in unserer Zeitungslandschaft nur noch Reste dieser Struktur zu sehen. Mit dem Ende der Bleizeit in den 70er Jahren gerieten viele Zeitungen in wirtschaftliche Probleme, gegen die man sich mit Zusammenschlüssen half. So fusionierten Aachener Nachrichten und Aachener Volkszeitung, gingen auf in einem gemeinsamen Zeitungsverlag, der wiederum seit 2007 in Teilen der Mediengruppe Rheinische Post gehört. In Köln ging es ähnlich zu. Die Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg gibt seit 1999 zusätzlich zum linksliberalen Kölner Stadtanzeiger auch die konservative Kölnische Rundschau heraus. 2006 kaufte DuMont sich bei der angeschlagenen Frankfurter Rundschau ein. Diese Beispiele der  bedenklichen Pressekonzentration in Deutschland lassen sich fortführen. Sie gehen mit einer inhaltlichen Nivellierung einher und kennzeichnen so den Abstieg eines stolzen und wichtigen Publikationsmediums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer in der Buchkultur aufgewachsen ist und es sich leisten kann, nimmt noch allmorgendlich ein Zeitungsbad, wenns auch immer lauer wird, weil Journalisten zunehmend Rücksicht auf wirtschaftliche Zwänge nehmen. Den Kindern der Internetkultur ist die Zeitung zu lahm. Mit der überwältigenden Vielfalt der Internetangebote kann sie nicht konkurrieren. Dieser Autoritätsverlust der etablierten Medien ist nicht mehr umzukehren, solange das Internet besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Medienphilosoph &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser&quot;&gt;Vilém Flusser&lt;/a&gt; (* 12. Mai 1920 in Prag,  27. November 1991) hat die Entwicklung schon Ende der 80er Jahre vorausgesehen. Er sah die Buchkultur im Abendrot versinken und eine telematische Gesellschaft heraufziehen, deren wesentliches Merkmal die Entwertung der Schrift, die Aufwertung der Zahl und des technischen Bildes ist. Mit dem Entstehen der Internetkultur hat sich Flussers Idee konkretisiert. Sie hat Gestalt angenommen, obwohl sie gestaltlos ist, nulldimensional, wie Flusser sagt. In der von ihm beschriebenen telematischen Gesellschaft gibt es keine Autoritäten. Hier dominiert die Diskussion. Durch ihre Vernetzung lenkt die telematische Gesellschaft sich selbst, ist in Flussers Vorstellung ein kosmisches Hirn. Eine ähnlich positivistische Idee ist die der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz&quot;&gt;Schwarmintelligenz&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Bloggen - Gelegentlich fragt sich mancher Blogger, was er eigentlich macht. Wozu ist es gut, unentwegt Texte und Bilder zu publizieren, sollte man das nicht besser den Profis überlassen? Die Frage ist müßig, denn indem ein Medium zur Verfügung steht, wird es genutzt. Die Entscheidung des Einzelnen, ob er bloggt oder nicht, ist ohne Belang, solange die Zahl der Blogger weltweit zunimmt. Derzeit wissen viele Blogger noch nicht recht einzuschätzen, welches Werkzeug ihnen in die Hand gegeben wird. So geht es zu in den Anfängen eines Mediums, es gibt wenig Fachkenntnis, kaum Regeln und daher allgemeinen Wildwuchs. Ob sich hier tatsächlich etwas Ähnliches wie kollektive Intelligenz entwickelt, muss sich noch zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Internet hat unseren Alltag nachhaltig verändert. Es zeigt uns die ungeheure Komplexität der Welt und raubt uns die Begriffe. Und indem sich die Welt nicht mehr allein von Redaktionen gefiltert darbietet, reiben wir uns die Augen und erkennen, dass wir von allem, was wir sicher zu wissen glaubten, nur den Schein der Oberfläche kannten. Doch auch das Internet bietet nur Oberflächen, und schaut man dahinter, erscheint eine neue Oberfläche. Wir erkennen, dass ein jeder Gegenstand der Betrachtung einer Zwiebel gleicht, Schale über Schale. Das ist das Dilemma unserer globalisierten und überinformierten Welt. Niemand kann mehr alle Zusammenhänge überblicken oder gar begreifen. Das gilt auch für die einst so kundige Fährleute aus den Redaktionen. Und da selbst sie die Untiefen im Ozean der Informationen nicht mehr überblicken, verlegen sie sich zunehmend auf Meinungsmache, ein Trend, der sich in allen Zeitungen ablesen lässt. Die Stilformen der Zeitungen verwischen, viele Berichte, die einst nur die Information darbieten sollten, enthalten Meinungsanteile. In den 90ern hat die Frankfurter Rundschau ihre Leser noch typographisch auf solche Mischtexte aufmerksam gemacht. Man setzte die Überschrift kursiv, wenn der Bericht auch kommentierende Elemente enthielt. Diese typographische Achtungsbezeugung vor der Selbstbestimmung des Lesers wirkt zehn Jahre später nur noch altmodisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fehlentwicklungen beim Printmedium bringen eine Abkopplung von Traditionen der Buchkultur. Damit beschleunigt es den eigenen Niedergang. Es liegt eben nicht nur an der Konkurrenz durch Blogs und anderen Erscheinungen des Internets, wenn unsere Zeitungslandschaft erodiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flussers Idee der telematischen Gesellschaft ist eine Utopie. Und da sich Utopien nicht zu verwirklichen pflegen, dürfen wir auf das Entstehen von kollektiver Intelligenz nur hoffen. Vielleicht sind selbst Blogs eine vorübergehende Erscheinung, denn sie sind Zwitter, stehen mit einem Bein in der Buchkultur und tasten mit dem anderen in die Nulldimension des technischen Bildes. In diesem Sinne bilden sie auch eine Klammer und sorgen dafür, dass der Geist nicht gar so rasch im Internet-Orkus verschwindet. Man muss sich das Weltgeschehen als Rückkopplungsmodell vorstellen. Was an Information erzeugt wird, wirkt auf das Geschehen zurück und verändert es. So hat jeder, der sich eines Publikationsmediums bedient, seinen Anteil an der Gesamtentwicklung. Das ist ein guter Grund, eine Zeitung zu machen wie auch zu bloggen.</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Schriftwelt+im+Abendrot&quot;&gt;Schriftwelt im Abendrot&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-08T06:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4903214/">
    <title>Merkel kriegt Karlspreis an den Hals</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4903214/</link>
    <description>Aus technischen Gründen&lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/05/01/teppichhaus-aktuell-merkel-gewinnnt-karl-4118968&quot;&gt; hier:&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Zirkus+des+schlechten+Geschmacks&quot;&gt;Zirkus des schlechten Geschmacks&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-02T09:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4886400/">
    <title>Herr Ober, der Kaffee hat Kork</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4886400/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/fruehlingsbotschaft/2487789&quot; title=&quot;frühlingsbotschaft&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data5.blog.de/media/789/2487789_cc5122a390_m.gif&quot; alt=&quot;frühlingsbotschaft&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Kinder im &lt;/strong&gt;Vorschulalter orientieren sich beim Zeichnen an der Grundlinie, und das ist der untere Papierrand. Doch da heute die Sonne so freundlich schien und für morgen ein Spaziergang durch den frühlingshaften Wald geplant ist, hat das Kind die vertraute Grundlinie mit einem Bein verlassen und lässt sein Männlein fröhlich tanzen. Das Männlein hat allen Grund zu lachen, zumal sein grünes Wams von der Sonne beschienen wird. Die Zeichnung ist ein hübscher Aufbruch in die große weite Welt. Sie lag Am Hof, einem beliebten Platz in der Aachener Altstadt, wo ich einen Milchkaffee trank, nachdem ich die beiden Zettel vom Kopfsteinpflaster aufgesammelt hatte. Derweil holten gutsituierte Mütter ihre Kinder vom anliegenden Kindergarten ab und zogen plaudernd an mir vorbei, und da war von Eis die Rede, das man beim Café Mohren zu kaufen gedenke und von derlei harmlosen Sachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zwischendrin gab&lt;/strong&gt; es auch eine erkennbar sorgenvolle Mutter. Das Kinder an ihrer Hand trug einen großen Schulranzen und war offenbar in der Nachmittagsbetreuung des Kindergartens gewesen. Beide waren ein wenig übergewichtig. Zwischen Mutter und Kind wurde nicht gesprochen, und man zog eilig davon, ohne dem Eisverkauf des Cafes einen Blick zu gönnen. Trotzdem sind sie mir nicht aus dem Kopf gegangen, weil sie in so krassem Gegensatz standen zu den gutgelaunten Müßiggängern an den besonnten Cafétischen und den anderen Mutter-Kind-Paaren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schon oft habe&lt;/strong&gt; ich darüber nachgedacht, wieso man in Aachens Innenstadt eher selten solche Kontraste sieht. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass sich unsere Gesellschaft sortiert. Wo es schön ist, sind die Plätze gut besetzt von Menschen, denen die Gesellschaft Chancen bietet. Die Armen müssen sich bescheiden, und schon aus Schutz vor dem Gefühl der Erniedrigung, bleiben sie meist in ihrem Umfeld. Diese schädliche Sortierung unseres Gemeinwesens beginnt für ein Kind bereits vor dem Kindergarten. Arme Kinder lernen bald, dass sie wenig Grund haben, die Männlein auf ihrem Blatt Papier hüpfen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Guten Abend&lt;/strong&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Abendbummel+online&quot;&gt;Abendbummel online&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-24T16:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4880980/">
    <title>Bitte packen Sie sich möglichst viele Fisimatenten in den Kopf</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4880980/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/neue_sekten/2484394&quot; title=&quot;Neue-Sekten&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data5.blog.de/media/394/2484394_ea17d62463_m.gif&quot; alt=&quot;Neue-Sekten&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Gerade wollte &lt;/strong&gt;ich loswettern gegen Bildungsentertainment, das die Köpfe der Menschen mit nutzlosem Wissen zukleistert und sie vom Selbstdenken abhält, wupp, geht mein Rechner in die Knie.  Aus, vorbei, ich muss wieder zum Kartoffeldruck zurück, ein Bettlaken bestempeln und es aus dem Fenster hängen lassen. Und alle werden hoch schauen und denken: Was wohnt denn da für ein Sonderling? Vermutlich ein Kauz, der nichts besseres zu tun hat als sich zu ereifern. Einen solchen Menschen kannte ich einmal. Den nannte ich bei mir den Geißler der Zinsknechtschaft. Der Mann hatte nur ein Thema, nämlich Zinsen. Sie sind des Teufels, unmoralisch, jedenfalls unrecht und daher &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsverbot&quot;&gt;verboten&lt;/a&gt;. So steht es bereits in der Bibel und im Koran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ach, das ist ein&lt;/strong&gt; unerquickliches Thema. Schnell ist man bei Immobilien-, Finanz,- und Hungerkrise, und wollte man dieses Elend auch nur annähernd beschreiben, reicht ein einzelnes  Bettlaken nicht. Zum Glück geht mein Rechner inzwischen wieder, und ich kann meine Meinung sagen, ohne dass Passanten bedauernd den Kopf schütteln. Vielleicht hätte sich aber der eine oder andere Passant Gedanken gemacht, was die Zweckentfremdung des Grundnahrungsmittels Kartoffel betrifft. Lebensmittel zu vergeuden, ist dem postmodernen Menschen längst zur zweiten Natur geworden. Und jetzt reibt er sich verwundert die Augen, dass auf der Welt tatsächlich der Hunger wächst. Als wäre es nicht die logische Folge der Gedankenlosigkeit zugemüllter Köpfe, des globalisierten Irrsinns der unkontrollierten Finanzmärkte, der hemmungslosen Profitgier und der schwächlichen Regierungen dieses Planeten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Uff, ich bin vom&lt;/strong&gt; Thema abgekommen. Das Goethe-Institut und der Deutsche Sprachrat haben in den vergangenen Monaten das beste eingewanderte Wort gesucht. Rund 3500 Menschen beteiligten sich an dem Wettbewerb. Am häufigsten vorgeschlagen wurden &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fisimatenten&quot;&gt;Fisimatenten&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://einzig-art-ig.blog.de/2008/04/11/wirrwarr-4030704&quot;&gt;Tohuwabohu&lt;/a&gt;. Das beste eingewanderte Wort wird am Freitagabend in Berlin gekürt, meldet der Tagesspiegel heute. Wirklich, da finanziert der deutsche Steuerzahler prächtige Fisimatenten, wenn Wörter gekürt und prämiert werden wie Thüringer Würste. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich nur 3500 Verwirrte an der Wortwurstprämierung beteiligt haben. Doch wie klein das öffentliche Interesse an diesem Schnickschnack auch ist, das hindert die Presse nicht daran, darüber zu berichten. So werden Themen gemacht, und für die massenhafte Verbreitung dieses Quarks werden stattliche Bäume gefällt, bis die Erde nur noch ein einziges Tohuwabohu ist, nämlich wüst und leer. Dabei hätte es im Falle von Tohuwabohu und Fisimatenten auch ein aus dem Fenster des Goethe-Instituts gehängtes Bettlaken getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Guten Abend&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;(Fotos: Danni, Animation: Trithemius)&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Zirkus+des+schlechten+Geschmacks&quot;&gt;Zirkus des schlechten Geschmacks&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-22T18:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4866389/">
    <title>Plausch mit Frau Nettesheim - Ja und Nein</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4866389/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=1543855&quot; title=&quot;trithemius &amp; Frau Nettesheim&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data4.blog.de/media/855/1543855_87ad9feff6_m.jpeg&quot; alt=&quot;trithemius &amp; Frau Nettesheim&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ich könnte Sie küssen, Helene, wenn Sie es nicht wären, Frau Nettesheim.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Hihi, da bin ich ja noch einmal davon gekommen. Woher kommt der ungewohnte Überschwang?&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Keine Ahnung. Oder doch: Ich freue ich mich, dass ich endlich begonnen habe, die &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/04/14/kleine-geschichten-1-kirchturme-sehen-4043793&quot;&gt;kleinen Geschichten&lt;/a&gt; zu schreiben, die in meinen Karteikarten schlummern.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Einiges kommt mir bekannt vor.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ihnen entgeht nichts, Verehrteste. Möglicherweise steht was in einem der Nachtschwärmer. Genau weiß ich es nicht, denn ich habe den Überblick über die Texte im Lager verloren. Dann gibt es einige Szenen im Krimimanuskript, die auf meine Erlebnisse in Kirchspiel zurückgehen. Sie sind allerdings literarisch verfremdet. &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Eine Szene der &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2006/11/25/nachtschwarmer_online_special_folge_2_pr~1365707&quot;&gt;zweiten Lesenacht&lt;/a&gt; spielt in der Bücherei, in der Sie damals Ihr Klappbett aufgestellt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Tatsächlich? Jedenfalls bin ich froh, dass ich die Dinge jetzt gelten lassen kann, wie sie waren. Wissen Sie, was mich an den Leuten von Kirchspiel am meisten fasziniert hat?&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Bodenständigkeit?&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ja, und die darin wurzelnde innere Gewissheit, was ihnen wiederum ein klares Wertesystem gibt. Man kann glatt neidisch werden auf diese intuitive Weise, in der Welt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Da spricht der Zweifler. Nach &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke&quot;&gt;Locke&lt;/a&gt; gründet zwar alle Erkenntnis auf Erfahrung, aber alle Gewissheit auf Intuition. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Intuition einen höheren Wahrheitsanspruch hätte als die Erkenntnis. &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Meine Rede, Frau Nettesheim. Intuition ist kein Wissen um objektive Wahrheit, sondern schlicht eine systembedingte Funktion unseres Gehirns, mit der wir mangelnde Erkenntnis ausgleichen. Doch umgekehrt wird auch ein Schuh draus, Frau Nettesheim. Der Erkenntnis sind Grenzen gesetzt. Deshalb versuche ich ja den Mittelweg.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Meistens tappen Sie links und rechts in den Straßengraben. &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bin ich vielleicht ein Automat, der auf Schienen läuft? Suche stets nach der Wahrheit, doch misstraue allen, die behaupten, sie gefunden zu haben. Sehen Sie, an so einem sonnigen Morgen, scheint die Welt ganz wunderbar. Doch es liegt nur an Ihrer Anwesenheit und an der Weise, wie ich just in den Tag hineinschaue. Wäre das Leben immerzu Sonnenschein, würde man verblöden, denn man würde aufhören, Fragen zu stellen und neue Wege zu gehen. Deshalb ists gut, wenn das Leben einem mal Ja, mal Nein entgegensetzt.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ja: Sie haben Recht. Nein: Genug geplaudert, machen Sie sich an die Arbeit.</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Frau+Nettesheim&quot;&gt;Frau Nettesheim&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
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    <title>Universalie Hüpfekästchen</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4856745/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/himmel_und_hoelle/2463329&quot; title=&quot;Himmel-und-Hölle&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data3.blog.de/media/329/2463329_e6a74c8979_m.jpeg&quot; alt=&quot;Himmel-und-Hölle&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Du stehst auf einem&lt;/strong&gt; Fuß, beugst dich nieder, hebst den Stein auf und hüpfst durch die Felder zurück. Dabei vermeidest du, auf eine Linie zu treten, sonst bist du raus. Vielleicht nennst du das Spiel &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hickelkasten&quot;&gt;Hickelkasten&lt;/a&gt;.  Es hat viele Namen, denn es wird weltweit gespielt. Seine Herkunft ist dunkel. Möglicherweise geht Hickelkasten auf den antiken &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Mithraismus&quot;&gt;Mithraskult&lt;/a&gt; zurück, in dem es sieben Initiationsstufen gab.&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hüpfekästchenfeld&lt;/strong&gt; entdeckte ich vorgestern. Es ist die Botschaft aus einer versunkenen Zeit. Sie wurde über Jahrtausende hinweg getreulich von Kindern weitergegeben. Damit gehört sie zu den ältesten Informationen aus der Vergangenheit, die sich im Alltag finden lassen. Straßenspiele tauchen im Frühling auf. Vielleicht gehörte Hüpfekästchen anfangs zu einem Frühlingskult. Wir wissen nicht, welche Überlegung dem Feld und den Regeln zu Grunde lag. Doch es hat irgend etwas mit Aufbruch zu tun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Du stehst vor dem&lt;/strong&gt; Spielfeld, wo noch nichts ist. Dann wirfst du den Stein und hüpfst. Das heißt, du trittst ins Leben, bestimmst ein Ziel und versuchst es auf eine bestimmte Weise zu erreichen. Sie ist dir vorgeschrieben, denn im Spiel des Lebens gibt es Schwierigkeiten. Das Hüpfen auf einem Bein symbolisiert die Unwägbarkeiten. Man kann aus dem Gleichgewicht geraten und verbotene Grenzen übertreten. Bevor du hüpfen darfst, musst du einen Stein in die Zukunft werfen. Der Wurf muss gut gezielt sein. Er ist wie ein gut gewähltes Lebensziel. Das kannst du nicht in einem Sprung erreichen. Es sind viele kleine und sorgsam abgewogene Schritte erforderlich. Doch es winkt nach jedem erfolgreichen Werfen und Hüpfen eine Belohnung. Du darfst weiter voran, steigst auf und erreichst vielleicht den Olymp. Das obere Feld heißt bei uns Himmel. Wer es in den Himmel schafft, darf ausruhen. Dann muss er wieder zurück. So steht Hüpfekästchen als spielerisches Lehrbeispiel für den Jahreslauf, für das Auf und Ab des Lebens und die eigene Vervollkommnung.</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Schriftwelt+im+Abendrot&quot;&gt;Schriftwelt im Abendrot&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-11T17:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4854464/">
    <title>Vierzig Sekunden Text</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4854464/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/40_sekunden_text/2461883&quot; title=&quot;40-Sekunden-Text&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data3.blog.de/media/883/2461883_95f9be8620_l.gif&quot; alt=&quot;40-Sekunden-Text&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Schriftwelt+im+Abendrot&quot;&gt;Schriftwelt im Abendrot&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-10T19:58:00Z</dc:date>
  </item>
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    <title>Träumen und Wachen</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4848168/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/quadrate04/2457782&quot; title=&quot;Quadrate04&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data3.blog.de/media/782/2457782_78de9ba633_m.gif&quot; alt=&quot;Quadrate04&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Träumen und&lt;/strong&gt; Wachen  welcher der Daseinszustände des Menschen hat Vorrang? Dient die Nacht dem Tag oder dient der Tag dem Traum? Im Traum kennt der Mensch weder Handlungsfreiheit noch Moral. Er ist ein Getriebener seiner Natur. Sie schafft Bilder und Situationen, und dem Träumenden bleibt nur zu reagieren, die absonderlichsten Vorgänge zu erleben und die seltsamsten Dinge zu tun. Im Schlaf zeigt sich das innere Tier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bei Tage pflegen die&lt;/strong&gt; meisten Menschen, das innere Tier zu verhüllen, vor sich und den anderen. Das wache Bewusstsein bemüht sich um die Kontrolle jener tierischen Eigenschaften, die in der jeweiligen Lebenswelt nicht erwünscht sind oder keinen Erfolg versprechen. Denn es gilt, das Tier zu ernähren, ihm Kälteschutz zu besorgen, seine Fortpflanzung und seine Erholung zu organisieren, die Freude am Spiel zu bedienen und all jene Dinge, die zum Wohlbefinden des Tieres notwenig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gestern Nacht fiel mir&lt;/strong&gt; auf, dass ich die rauschhafte Musik der Tastatur nicht mehr höre. Ich kann mich nicht einmal mehr an die eigenartige Melodie erinnern. Vermutlich bin ich geheilt. Es gab eine Zeit, da erklang Tastaturmusik, sobald ich mit dem Schreiben begann. Eigentlich schrieb ich nicht, schob nicht, sondern wurde geschoben. Die Musik der Tastatur riss mich einfach fort. Natürlich höre ich noch heute beim Schreiben einen Rhythmus. Doch er ist keine Melodie, sondern taktet die Sätze nur und ordnet sich meist den Gedanken unter. Woher kam die Melodie? Ich glaube, es hat etwas damit zu tun, dass ich damals andere Worte schrieb. Der Wortschatz hat sich nicht wesentlich verändert, nur die Reihung der Wörter zu Worten, die Inhalte haben sich verändert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kein Rausch ist auf&lt;/strong&gt; Dauer gesund, und so ist es auch nur eine Weile angenehm, sich im wachen Zustand einen tierischen Wahn zu gestatten und Träume in die Wachwelt zu holen. Sobald man nämlich dem inneren Tier den ungehemmten Zugriff gestattet auf die Waffen des Intellekts, der Willkür und der Fähigkeiten, gewinnt es eine ungute Macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jede Kunst fordert die&lt;/strong&gt; Nähe zum inneren Tier. Und die wahre Kunst besteht darin, die Zügel locker zu lassen und trotzdem im Sattel zu bleiben. Wenn es gelingt, dem Tier einen beständigen Trab beizubringen, geraten die Dinge leicht, und das Reiten geht einfach. Uns so ist auch der Satz zu verstehen, der fürs Schreiben wie für alle Künste gilt: Was sich zuletzt erst erlernen lässt, ist Einfachheit.</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Pataphysisches+Seminar&quot;&gt;Pataphysisches Seminar&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-08T17:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4836144/">
    <title>Einvernehmen mit Frau Nettesheim</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4836144/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/srv/media/media_item.php?item_ID=1543855&quot; title=&quot;trithemius &amp; Frau Nettesheim&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data4.blog.de/media/855/1543855_87ad9feff6_m.jpeg&quot; alt=&quot;trithemius &amp; Frau Nettesheim&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; class=&quot;left&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mussten Sie Herrn Reich-Ranicki so &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/04/02/zirkus-des-schlechten-geschmacks-hallo-m-3986652&quot;&gt;schurigeln&lt;/a&gt;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Natürlich, da bin ich altmodisch. Es ist ein Verstoß gegen die guten Sitten, wenn Prominente Produkte anpreisen. Marcel Reich-Ranicki bewirbt zudem ein Produkt aus seinem Metier. Das wirft ein schlechtes Licht auf seine Unabhängigkeit als Kritiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Er ist doch Literaturkritiker und wirbt für ein Online Lexikon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Eben, Frau Nettesheim. Ich wüsste nicht, was Reich-Ranicki befähigt, die Qualität eines Lexikons zu beurteilen, das tendenziell nicht endlich ist, da es immerzu fortgeschrieben wird. Zumindest die Aussage: Leider nichts zu kritisieren ist falsch, denn selbstverständlich enthalten auch Lexika Fehler. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bei Online-Lexika können sie rasch korrigiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Vorausgesetzt, sie fallen jemandem auf, der sich die Mühe macht, die jeweilige Redaktion zu verständigen. Da Spiegel Wissen auch die Einträge von Wikipedia sowie &quot;freie journalistische Quellen einbezieht, ist das ganze Projekt eine unsichere Angelegenheit. Journalistische Quellen sind Fehlerquellen, da man immer öfter ohne zu prüfen voneinander abschreibt. Auf diese Weise entstehen Pseudofakten, die ihre Gültigkeit aus der Häufigkeit ihres Auftretens beziehen. Und wie anfällig Wikipedia für gezielte Desinformation ist, brauche ich Ihnen nicht zu erklären, Frau Nettesheim. Bei allen Infomationen ist eine gesunde Skepsis zu empfehlen, das gilt besonders für die aus dem Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Und was ist mit Reich-Ranickis Altersbonus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Quark. Er will doch hoffentlich noch ernst genommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ich fürchte, Sie sind zur Zeit recht ungnädig, Herr Teppichhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Überhaupt nicht, Frau Nettesheim. Zum Beispiel lasse ich Ihnen einfach so durchgehen, dass Sie sich in letzter Zeit so rar gemacht haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Frau Nettesheim&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Und ich lasse Ihnen einfach so durchgehen, dass Sie meine Dienste in Anspruch nehmen, wie Sie gerade lustig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trithemius&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Welch herrliches Einvernehmen, Verehrteste.</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Frau+Nettesheim&quot;&gt;Frau Nettesheim&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-03T17:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4832224/">
    <title>Autistengruß</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4832224/</link>
    <description>Aus technischen Gründen in der &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/04/01/autistengrus-3983359&quot;&gt;Cafeteria&lt;/a&gt; ...</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-02T11:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4828022/">
    <title>Ein wunderbares Leben</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4828022/</link>
    <description>Eine neue Folge von: Spasss im Teppichhaus. &lt;br /&gt;
Aus technischen Gründen in der &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/03/31/spasss-im-teppichhaus-ein-wunderbares-le-3976275&quot;&gt;Cafeteria&lt;/a&gt; ...</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Bild+%26+Text&quot;&gt;Bild &amp; Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-31T19:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4825379/">
    <title>Kopfkino - Bitte warten</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4825379/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/damen_herren_fertigungsladen/2440696&quot; title=&quot;Damen-Herren-Fertigungsladen&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data3.blog.de/media/696/2440696_ba5364128e_m.gif&quot; alt=&quot;Damen-Herren-Fertigungsladen&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Obwohl noch heller&lt;/strong&gt; Tag muss ich Licht machen, damit nicht wieder die Dunkelheit  über mich hereinbricht, derweil ich nur Augen für Tastatur und Bildschirm habe, wie es gestern geschah. Plötzlich hielt ich mit dem Schreiben inne. Nur der Bildschirm spendete Licht, und ich hockte davor wie an einem Herdfeuer. Mir war, als wäre ich aus der Welt gerutscht. Doch der Bildschirm ist ein Bildschirm, ein Herdfeuer ist ein Herdfeuer, und tatsächlich rutschte ich erst in der Nacht aus der Welt. Ich lag wach, horchte in die Stille und wie ich rückwärts hochschaute, war über meinem Kopfkissen ein schmaler gelber Lichtfleck an der Wand, der wie ein Irrlicht zitterte. Wo kam er her? Natürlich, ich hatte die Vorhänge des östlichen Fensters nicht richtig zugezogen, das Irrlicht  kam von der Laterne draußen. Ein heftiger Nachtwind zerrte an ihr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Da stellte ich&lt;/strong&gt; mir vor, einen Text zu schreiben, meine Gedanken sollten zur Wand hochgehen, den Lichtschein einfangen und darauf zum hohen Fenster gleiten, sich den Weg durch die Vorhänge suchen und in die Leuchtröhre der im Wind schaukelnden Laterne eintauchen. Hier wäre keine nächtliche Stadt und kein Wind, - hier ist im hellen Licht nicht einmal ein Gedanke außer meinem. Und der droht wie ein Insekt zu verschmoren. Und doch, es ist so schön, den Gedanken eine Weile zu lassen, wo nicht Welt ist, sondern Licht. Allerdings, das gebe ich zu, ein Gedanke außerhalb der Welt ist reine Spielerei und zu nichts wirklich gut. &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Dass ich aus der&lt;/strong&gt; Welt rutschte, hat nichts mit dem im Licht verlorenen Gedanken zu tun. In den Nachrichten wurde berichtet, dass man die Zeit umgestellt habe, just als mein Gedanke in der Laterne verschwand. Also, man sagte nichts über meinen verlorenen Gedanken, sondern über eine Stunde, die verloren ging, ohne dass ich es bemerkte. Da war kein Rumpeln aus gigantischen Räderwerken, kein irres Rasen von Zahnrädern, kein Rasseln von Antriebsketten. Nichts war zu hören. Die Nacht war still. Es ging nur ein heftiger Wind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Heute Morgen sah&lt;/strong&gt; ich, dass den Uhren nicht mehr zu trauen ist. Sie zeigen verschiedene Stunden an. Mal war sieben, mal acht, o Gott, wo gehöre ich hin? Meine innere Uhr neigt der Vergangenheit zu, will sieben haben, wo acht ist. Wie soll ich sie dazu bewegen, den Zeitsprung zu machen, wo ich doch selber nicht springen will. Alles in mir verweigert den Zeitverschiebern die Gefolgschaft. Was bilden sich die Herrschaften ein? Wer hat sie befugt, meinen Zeittakt zu verändern? Das ist keine kleine Sache, um Himmels willen nicht. Denn ich habe kein Räderwerk in mir, das sich so einfach beschleunigen oder bremsen lässt. Für solche Eskapaden bin ich nicht angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Über meinem&lt;/strong&gt; Kopf mag ein huschender Lichtschein sein, der meine Gedanken einfängt und nach draußen holt. Doch eitle Herrschaften, die sich erfrechen, an der Zeit zu schrauben, die dulde ich über mir nicht. Ach, diese meine Klage ist schon unerhört, bevor sie Gestalt gewonnen hat. Ich bin aus der Zeit gerutscht und kann nichts machen. Fortan werde ich überall zu spät kommen, selbst wenn ich mich der neuen Uhrzeit unterwerfe. Wir treffen uns um acht? Gut, das kann ich einrichten. Äußerlich werde ich da sein, doch mein Inneres ist eine Stunde zurück. Wir müssen warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;In der&lt;/strong&gt; Dämmerung hat es zu regnen begonnen. Von der Straße her zischen die Autoreifen. Ich schaue aus dem Fenster. Eine Frau mit Kapuzenjacke geht vorbei, hält unterm Regen den Kopf gesenkt und hat die Hände in den Taschen. Seltsam, sie fröstelt um zwanzig vor acht und ich sehe sie um zwanzig vor sieben. Am Himmel jagen graue Wolken, die Laterne schaukelt im Wind. Gleich wird sie aufflammen. Dann hole ich mir meinen Gedanken zurück. Was er zu berichten weiß, schreibe ich später. Man wird warten müssen, bis ich in der Zeit angekommen bin.</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Kopfkino&quot;&gt;Kopfkino&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-30T18:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4824221/">
    <title>Gereimtes Teppichhaus-Alphabet</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4824221/</link>
    <description>Aus technischen Gründen in der &lt;a href=&quot;http://abcypsilon777.blog.de/2008/03/29/teppichhaus-abc-3964251&quot;&gt;Cafeteria ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Bild+%26+Text&quot;&gt;Bild &amp; Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-30T06:51:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/4819105/">
    <title>Prima Fernsehen mit Coster</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/4819105/</link>
    <description>&lt;strong&gt;Eigentlich sollte&lt;/strong&gt; ich um drei Uhr im Cafe Mohren sein, wo ich mit Coster verabredet war. Um zehn vor drei verließ ich das Haus und wusste, ich würde mich verspäten. Für einen Moment keimte Unruhe in mir auf. Dann sagte ich mir, dass ich noch zehn Minuten vor dem Zuspätkommen hätte, und diese Lebenszeit wollte ich keinesfalls mit innerem Hader verbringen. Es könnte mich schließlich just ein Auto überfahren, derweil ich gerade denke: Ich komme zu spät!; das wäre ein schlechtes Omen fürs Jenseits. Da stelle ich mir lieber vor, ich wäre immerzu genau richtig in der Zeit. Also dachte ich andere Gedanken. Seltsam genug dachte ich etwas, wovon später auch Coster sprechen würde, allerdings radikaler und boshafter als ich es gewagt hätte. Beim Supermarkt, dessen Mitarbeiter zeitweilig in T-Shirts gezwängt waren, auf denen stand: Wir werden Sie begeistern!, dachte ich: Mist, ich hab mal wieder ums Verrecken keine Lust zum Einkaufen, egal in welchem Supermarkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.blog.de/media/photo/cafehausromantik/2434873&quot; title=&quot;Cafehausromantik&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://data3.blog.de/media/873/2434873_cb472f99fd_m.gif&quot; alt=&quot;Cafehausromantik&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Dr. Phil, Dr. Ing. &lt;/strong&gt;Jeremias Coster, dubioser Professor für Pataphysik an der RWTH Aachen,  hatte auf der ersten Etage des Cafes einen Tisch am Fenster gewählt. Hier hat man einen Butzenscheibenblick auf die Welt, sagte er später, und das ist manchmal gut fürs Gemüt.&quot; Vor sich hatte der Gemütsmensch ein Glas Wasser, einen Aachener Printenlikör und Kaffee im Glas. Als die junge Kellnerin an unseren Tisch trat, staunte ich erneut, wie gut sich Coster aufs Charmieren versteht. Sie hatte nicht einen Blick für mich, sondern sonnte sich in seiner Aufmerksamkeit. Coster hätte also bester Stimmung sein müssen, war es aber nicht. Cafehausromantik mit Printenlikör, Kaffee und Kellnerin, das alles hatte Coster gleich einem Bollwerk vor sich aufgebaut, um eine grimmige Stimmung abzuhalten, die ihn beständig anzufliegen schien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;An der Kellnerin&lt;/strong&gt; könne er ablesen, wie die Stimmung des Personals sei, sagte Coster. Und da der Chef des Cafes hinterm Tresen stünde, wäre ihre Fröhlichkeit auch nicht antrainiert, sondern käme aus dem Herzen. Denn wäre ihr Chef ein Leuteschinder, könnte sie das auf den kurzen Wegen zwischen Tresen und Gast nicht vergessen. Anders wäre es in einem Lokal einer Kette. Dort könnte die Freundlichkeit des Personals auch das Ergebnis eines Mitarbeitertrainings sein. Wo weite Wege lägen zwischen Unternehmensleitung und Personal, wo also der direkte Kontakt zwischen Chef und Untergebenem nicht vorliege, dort wolle er sein Geld nicht mehr hintragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Coster nippte an&lt;/strong&gt; seinem Printenlikör und sagte: Das ist mein Mittagessen. Er habe nämlich nichts mehr im Haus und könne sich ums Verrecken nicht überwinden einzukaufen. Schon wenn ich in der Tür das Kassenpiepen höre, kriesch isch et ärme Dier, Trithemius. Und sehe ich das Personal  Er nippte noch einmal an seinem Mittagessen und fuhr fort: Weil der Einzelhandel langsam verschwindet, wissen wir nicht, welchen moralisch verkommenen Halunken man das Geld für den Einkauf in den Rachen wirft. Am Ende werden davon irgendwelche Drecksäcke fürstlich entlohnt, die sich nicht zu schade sind, eine Kassiererin fertig zu machen, weil sie angeblich 25 Cent gestohlen hat. Doch eigentlich kann man diese Leute nicht einmal von Herzen verachten, denn letzten Endes sind sie nur die Produkte einer gesellschaftlichen Entwicklung.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie meinen, der Mensch ist nicht für solche Großstrukturen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Ganz genau!, sagte&lt;/strong&gt; Coster. Großstrukturen jeglicher Art übersteigen das menschliche Fassungsvermögen. Der Mensch orientiert sich stets an seiner unmittelbaren Umgebung. Und wer fern ist von den ihm anvertrauen Mitarbeitern, ist zu jeder Schandtat bereit, wenn sie nur die Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung zufrieden stellt, also den gesellschaftlichen Status befördert. Der richtet sich nämlich nicht nach überindividuellen moralischen Maßstäben. Wer das glaubt, ist erfrischend naiv. Ich bin sicher, die Herrschaften auf den Chefetagen verfügen über beste Manieren, wenn sie sich unter ihresgleichen befinden. Doch gegenüber den Menschen weit unter ihnen zeigen sie diese Manieren nicht. Sie sehen die Leute nicht und das macht sie zu dummen Affen. Vorsorglich entschuldige ich mich bei den Affen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Coster drängte zum &lt;/strong&gt;Aufbruch, lud mich ein und schäkerte beim Bezahlen ausgiebig mit der Kellnerin. Sie sonnte sich erneut und sah nur ihn. Wer zahlt, bestimmt die Blickrichtung, dachte ich, was natürlich nicht stimmte, denn sie war nicht dem Geld, sondern Costers Liebenswürdigkeit erlegen. Im Rausgehen packte er meinen Arm. Es hilft nur eins, Trithemius, sagte er gut gelaunt: Strenge Gesetze! Je größer gesellschaftliche oder wirtschaftliche Strukturen, desto strenger müssen sie gesetzlich überwacht werden. Also, wenn Überwachungskameras, dann auf den Chefetagen. Das wäre prima Fernsehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Guten Abend&lt;/strong&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://trithemius.twoday.net/topics/Abendbummel+online&quot;&gt;Abendbummel online&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Trithemius</dc:rights>
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