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    <title>Teppichhaus Trithemius (offene bloguniversität) : Rubrik:Ethnologie des Alltags</title>
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    <description>offene bloguniversität</description>
    <dc:publisher>Trithemius</dc:publisher>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:date>2026-03-29T05:18:52Z</dc:date>
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    <title>Teppichhaus Trithemius</title>
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  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/1022711020/">
    <title>Auf einer Seite setzen die Bäume Moos an</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/1022711020/</link>
    <description>Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an? Ich habe nicht nachgeguckt, es wäre leicht herauszufinden. Dann hätte ich jedoch keine Lust mehr, darüber zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mich vor vielen Jahren deshalb einmal mit meiner Familie im Wald verirrt. Der Himmel hatte sich zugezogen, Gewitter drohte, und ich war noch nie in diesem Teil des Waldes gewesen. Wir standen mit den Fahrrädern, die kleineren Kinder hinten drauf, ratlos an einem 5-Sprung, einer Kreuzung also, wo wir vier Möglichkeiten hatten, rasch nach Hause zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte gelesen, dass die Bäume auf einer Seite Moos ansetzen. Da der Wind hier meist aus Westen kommt, wäre es ein guter Wegweiser gewesen. Doch auf welcher? Ich entschied mich für die falsche Richtung, und nach langem Irren fanden wir heraus. Wir waren in Belgien gelandet. Ein Ehepaar, das von dort kam und in der Nähe wohnte, hat uns geholfen, und meine Frau und die Kleinen nach Hause gefahren mit dem Auto. Ihr Fahrrad hinten drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nämlich so, dass es oft besser ist, eine Sache gar nicht zu wissen als halb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel erlebte ich heute. Ich fand nämlich heraus, warum ich jemanden aus dem blog geographisch falsch angesiedelt hatte. Ich schrieb E-Mails hin, und in meiner Vorstellung gingen sie nach Süden. Doch eigentlich war es die andere Richtung, die Mails wussten zum Glück, wo sie hinsollten. Es wäre, was anderes, wenn man einen Brief in der eigenen Tasche befördern würde, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nebenbei, es hat gar nichts mit dem Thema zu tun. Doch weil heute Samstag ist … In Halldor Laxness’ Roman „Am Gletscher“ wird von einer wundersamen Postbeförderungs-Methode berichtet: Der Bischof sendet einen Brief in die einsame Gegend am Gletscher. Weil ein Priester dort die Kirche vernagelt hat und nur noch Autos repariert. Vom Glauben abgefallen, der Mann! Das kann schon mal passieren.&lt;br /&gt;
Nun, der Brief wird also einem Bauern gegeben. Er nimmt ihn mit, und bei Gelegenheit gibt er ihn einem, der zufällig mal in diese Richtung muss. Der kann dann auch schon mal ein paar Tage oder Wochen irgendwo in einer Stube herumliegen, bis er in die nächste Hosentasche wandert und weiter befördert wird. &lt;br /&gt;
Wenn er sein Ziel erreicht ist er schon ein bisschen speckig. Von den vielen Händen und den schmutzigen Hosentaschen. Ist das nicht witzig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du dir das vorstellen: Da sitze ich vor der Tastatur und finde plötzlich das ß nicht. Es hat sich verborgen, das dumme Huhn Eszett, weil es Angst hatte, dass ich etwas Schlechte über es schreibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kriegst du jetzt, ß, das hast du davon: &lt;br /&gt;
Es ist nämlich so, das Eszett ist in jungen Jahren ein Doppel-s gewesen. Jan Tschichold, ein berühmter Typograph vom Anfang des letzten Jahrhunderts, hat darauf aufmerksam gemacht, doch ein bisschen, glaube ich, falsch erklärt. Jedenfalls muss man wissen, dass es in der Frakturschrift zwei verschiedene Formen des „s“ gab, ein langes (es sieht fast wie ein kleines f aus) und ein rundes. Man hatte das aus eugrafischen Gründen, also weil es schöner aussah. Trafen nun zwei s an der Silbengrenze zusammen, dann nahm man das lange s für den Schluss der ersten Silbe, das runde für den Beginn der zweiten. Das kannst du dir vorstellen, es sah wie ein ß aus. Man sieht es sogar bei dieser serifenlosen Lateinschrift noch. Ja, und irgendwann wurde es verlesen. Das heißt, man betrachtete das runde s als z. Dann hast du Eszett. Das Hühnchen Eszett ist also ein Bastard, eine kleine sprachliche Missgeburt. So, Eszett, zufrieden!?  Und verbirg dich nicht wieder, sonst gibt es noch mehr drauf!</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2026 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2026-03-28T10:06:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/an-einem-sonntagmorgen-im-februar/">
    <title>An einem Sonntagmorgen im Februar</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/an-einem-sonntagmorgen-im-februar/</link>
    <description>Allmorgendlich klappe ich den Tagesschau-Feadreader auf und schaue nach, was in der Welt geschehen ist, ob nicht vielleicht ein irrer Diktator meinen Planeten weggesprengt hat, derweil ich schlief. Eigentlich müsste ich keine der Schlagzeilen lesen, denn wenn das Internet noch da ist und auch der Feadreader der Tagesschauredaktion, könnte ich mich beruhigt zurücklehnen. Was da sonst noch in der Welt passiert ist, betrifft mich ja gar nicht. Es ist im ununterscheidbaren Nebeneinander von Schreckenskunde und Banalitäten reines Entertainment.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2018/02/25/an-einem-sonntagmorgen-im-februar/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2018 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2018-02-25T09:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/des-talers-wert-von-wegen/">
    <title>Des Talers wert? – Von wegen!</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/des-talers-wert-von-wegen/</link>
    <description>Ich bin durchaus nicht immer einverstanden mit mir, no Sir. Was da beispielsweise in irgendwelchen meiner Hirnwindungen an Gedankenmüll rumliegt, stört mich manchmal gewaltig. Die schönsten Momente sind nur in fadenscheinigen Resten vorhanden, aber völlig überflüssiger Kram hat sich festgesetzt und ist selbst durch Umbenennung oder bessere Einsicht nicht zu entfernen. Heute kam ich mit dem Fahrrad vom Einkauf und hatte einen schweren Rucksack geschultert. Vor der Haustür nestelte ich mein Schlüsselbund aus der Jackentasche. Dabei fiel ein Ein-Cent-Stück aus der Tasche zu Boden und blieb für mich unerreichbar an der Hauswand liegen. Zwischen ihm und mir war das Fahrrad. Die Vernunft gebot, den Cent liegen zu lassen. Doch wider alle Vernunft trudelte der Müll plötzlich durch mein Denken und manifestierte sich als Kalenderspruch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2017/02/18/des-talers-wert-von-wegen/&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2017-02-18T16:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/postbefoerderung-im-schneegriesel/">
    <title>Postbeförderung im Schneegriesel</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/postbefoerderung-im-schneegriesel/</link>
    <description>In der Nacht hat sich Schneegriesel auf alles gelegt. Ich lese nach, dass Schneegriesel die nur Millimeter große Form der Graupel ist. Schon vorher ist mir klar, dass Griesel verwandt sein muss mit unserem Farbadjektiv „grau“. Dessen alte Form ist „greis“, was wiederum mit dem rheinischen „gries“ korrespondiert. Ich schaue aus dem Fenster auf die Straße. Die dünne Schicht Schneegriesel auf dem Asphalt sieht schäbig aus, obwohl sie kaum Reifenspuren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plötzlich kommt von Rechts ein Radfahrer ins Bild. Er rollt rasch auf die Kurve zu, muss also ein geübter Radfahrer sein oder er ist leichtsinnig. Im Kindersitz hinter sich befördert er ein Kind. Nachdem er sicher die Kurve genommen hat, schaue ich auf seinen Rücken und sehe, dass er eine Dienstjacke der deutschen Post trägt. Die ziert ein großes Posthorn. Das Kind hat das Logo genau vor Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2017/02/09/postbefoerderung-im-schneegriesel/#more-8698&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2017-02-09T16:04:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/huebsche-kulturtechnik-frottieren-ohne-handtuch/">
    <title>Hübsche Kulturtechnik: Frottieren ohne Handtuch</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/huebsche-kulturtechnik-frottieren-ohne-handtuch/</link>
    <description>Wir Alltags-Ethnologen hatten ja früher nichts außer Papier und Bleistift und mussten alles mit der Hand machen. Morgens in aller früh bei jedem Wetter raus auf die Straße, und dann wurde man auch noch scheel angeguckt, wenn man auf den Knien über einem Kanaldeckel lag. So sehen die Sachen dann aus: Flüchtig hingeskribbelt. Diese grafische Technik heißt Frottage. Sie diente einst dokumentarischen Zwecken, hatte jedoch immer einen grafischen Eigenwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a &gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2017 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2017-02-01T13:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/die-laeden-meiner-kindheit-ein-erzaehlprojekt/">
    <title>Die Läden meiner Kindheit - Ein Erzählprojekt</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/die-laeden-meiner-kindheit-ein-erzaehlprojekt/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;https://trittenheim.files.wordpress.com/2016/11/lc3a4den-alltagskultur.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;alignleft size-medium wp-image-7428&quot; src=&quot;https://trittenheim.files.wordpress.com/2016/11/lc3a4den-alltagskultur.jpg?w=300&quot; alt=&quot;laeden-alltagskultur&quot; width=&quot;300&quot; height=&quot;193&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://manfredvoita.wordpress.com/2016/11/05/nase-voll/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Der Text &quot;Nase voll&quot;&lt;/a&gt; von Blogfreund Manfred Voita hat mich angeregt, an die Läden meiner Kindheit zu denken. Sie sind Teil einer versunkenen Alltagskultur, wie sie manche von uns noch kennen. Daher möchte ich zu einem Erzählprojekt anregen und fordere alle Schreibwilligen auf, in ihren Erinnerungen zu kramen und sich zu beteiligen. Über Links zu solchen Texten freue ich mich. Ich werde sie in einer Liste im Teestübchen sammeln. Das von mir gestaltete Logo ist gemeinfrei. Bitte bedient euch (für eine größere Variante anklicken). Zum Auftakt des Erzählprojekts beschreibe ich &lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/11/08/die-laeden-meiner-kindheit-ein-erzaehlprojekt/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; die Läden eines Dorfes im Rheinland. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/11/09/die-laeden-meiner-kindheit-linkliste-und-mehr/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Bimmelimmeling, der Laden ist auf!&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-11-09T13:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/einiges-ueber-unbeschreibliches-glueck/">
    <title>Einiges über unbeschreibliches Glück</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/einiges-ueber-unbeschreibliches-glueck/</link>
    <description>„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage&quot;, so enden viele Märchen. Ich habe als Kind nie verstanden, was das heißt. Darum habe ich mir immer wieder gewünscht, dieses anhaltende Glück würde mal in einem Märchen entfaltet wie ein großer Plan, und der Erzähler würde mit dem Finger reintippen und sagen: „Guck, das ist Glück. So sieht es aus, und so fühlt es sich an. Das geschah aber nie, und so dachte ich, anhaltendes Glück muss ziemlich langweilig sein, so dass es nicht zu erzählen lohnt. Ist eh nur Jubeln und Frohlocken und daher für Außenstehende uninteressant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/10/07/einiges-ueber-unbeschreibliches-glueck/#more-6965&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-10-07T16:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/einmal-drum-herum-und-wieder-nach-hause/">
    <title>Einmal drum herum und wieder nach Hause</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/einmal-drum-herum-und-wieder-nach-hause/</link>
    <description>Die schönsten Ausflüge beginnen nicht als Ausflug. Ich fahre los, um nahe beim Landtag ein absurdes Wahlplakat der FDP zu fotografieren, über das ich schreiben will. Es war aber schon abgebaut. Man soll sowieso nicht auf jemanden eintreten, der schon am Boden liegt, tröstete ich mich und lenke mein Rad hinunter zum Weg, der stromaufwärts an der Leine entlang führt. Das Wort „stromaufwärts“ täuscht, denn die Leine strömt hier nicht. Weiter südlich wird ein Großteil ihres Wassers über den Schnellen Graben in den Bach Ihme abgeleitet, wodurch die Ihme schlagartig zum Fluss wird. Was der Leine noch an Wasser bleibt, lässt sie zahm und träge erscheinen. Heute scheint sie sich kaum bewegen zu wollen, als hätte die Hitze des frühen Nachmittags sie gelähmt.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/09/13/einmal-drum-herum-und-wieder-nach-hause/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-09-13T21:12:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/des-lieben-gottes-blinder-fleck-ueber-alltagsmythen/">
    <title>Des lieben Gottes blinder Fleck – über Alltagsmythen</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/des-lieben-gottes-blinder-fleck-ueber-alltagsmythen/</link>
    <description>Von Freitag auf Samstag besuchten mich meine Tochter mit Mann und meinen beiden Enkelkindern. Derweil meine 5-jährige Enkelin eine Banane aß und dazu Wasser trank, fragte ich, ob es nicht gefährlich fürs Kind wäre, zur Banane Wasser zu trinken. Weder meine Tochter noch ihr Mann teilten die Bedenken. Ich sagte, mich als Kind hätten die Erwachsenen immer davor gewarnt, Wasser auf Obst zu trinken, weil man davon Bauchschmerzen bekäme. Wir kamen überein, dass es sich um einen Alltagsmythos handeln muss. Meine Tochter erinnerte an das Ballspiel „Kirschen gegessen.“   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt; Kinder stehen im Kreis und werfen sich einen Ball zu. Wer den Ball nicht fängt oder fallen lässt, verliert eine Lebensstufe und scheidet am Ende aus. Die Stufen heißen „Kirschen gegessen – Wasser getrunken – Bauchweh gekriegt – Fieber bekommen – ins Krankenhaus gekommen – scheintot – tot.“&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
Was hat es auf sich mit dem Mythos, der sich sogar zum Kinderspiel umgeformt hat und so nachhaltig ins kollektive Gedächtnis eindringen konnte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/07/31/des-lieben-gottes-blinder-fleck-ueber-alltagsmythen/&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-07-31T17:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/sonntagstour-unterwegs-in-sozialen-brachen/">
    <title>Sonntagstour – Unterwegs in sozialen Brachen</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/sonntagstour-unterwegs-in-sozialen-brachen/</link>
    <description>An manchen Tagen, am liebsten sonntags, fahre ich mit dem Rad durch Gegenden inmitten der Stadt, die nur lose mit der Zivilisation verbunden sind. Da fahre ich beispielsweise durch eine Straße beim Lindener Hafen, die mal und mal abknickt, und nach jedem Knick ist man weiter eingedrungen in eine durch Verlassenheit und Videoüberwachung gezeichnete Welt, wo zwischen leeren Bürogebäuden, Lagerhallen, Schuppen und Drahtzaun bewehrten Brachgeländen, entlang von Reklametafeln, für die es kaum Betrachter gibt, am Straßenrand die Sattelzüge parken, manchmal nur die Zugmaschinen, deren Fenster mit reflektierenden Folien verhängt sind, um Sonne und Welt fernzuhalten von der Schlafkabine hinter den Sitzen. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/07/16/unterwegs-in-sozialen-brachen/#more-5657&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-07-17T08:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/1022556634/">
    <title>Kleine Geschichten (7) – Hans, wollen Sie noch Wurst?</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/1022556634/</link>
    <description>Wie ich mein Abendessen aus dem Kühlschrank nehmen will, die Packung Ofenkäse aber nicht sogleich zu fassen ist, sondern weiter nach hinten rutscht, stelle ich mir vor, ich müsste, um etwas essen zu können, ein Kaninchen bei den Ohren nehmen und aus dem Stall zerren. So machte es mein Onkel Eduard. Zu Ostern stattete er eines mit einer Schleife um den Hals zum Osterhasen aus und ließ es für uns Kinder durch den Garten hoppeln, am Sonntag darauf hing es ausgenommen und gehäutet in der Scheune. Auch habe ich, im Bus nach Neuss sitzend, mal gesehen, wie ein Mann in seinem Garten ein großes Kaninchen bei den Ohren hielt und ihm einen Knüppel über den Schädel zog. Im Vorbeifahren sah ich noch, wie der Rammler im Todeskampf zuckte. Dieses Bild ging mir lange durch den Kopf. Ein Schwein erregt nicht soviel Mitleid. Mit einer Schleife um den Hals und Hasenohren würde es sowieso zu blöd aussehen, jedenfalls würde kein Kind glauben, dass dieses Vieh die Ostereier legt. Und kämen sie unterm Ringelschwanz hervor, wärs doch nur eklig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/04/07/kleine-geschichten-7-hans-wollen-sie-noch-wurst/&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-04-07T09:16:40Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/nuetzliches-und-unterhaltsames-ueber-das-radfahren/">
    <title>Nützliches und Unterhaltsames über das Radfahren</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/nuetzliches-und-unterhaltsames-ueber-das-radfahren/</link>
    <description>Englands erster und berühmtester Lexikograph, Dr. Samuel Johnson (1709-1784) hatte für mit Muskelkraft bewegte Fahrzeuge nur Spott übrig. Sein Einwand gegen einen Vorläufer des Fahrrads, einen Wagen, bei dem der Fahrer mittels Kurbel eine Antriebsfeder spannen musste, klingt zunächst plausibel: „Damit wäre wohl erreicht, dass einer die Wahl hat, ob er nur sich selber fortbewegen will oder sich selber und noch einen Wagen dazu.” (James Boswell; Dr. Samuel Johnson – Leben und Meinungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/03/19/nuetzliches-und-unterhaltsames-ueber-das-radfahren/&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-03-19T16:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://trithemius.twoday.net/stories/uff-schwerkraftwellen/">
    <title>Uff, SChwerkraftwellen</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/uff-schwerkraftwellen/</link>
    <description>Gestern Morgen habe ich mir Kaffee gemacht und anschließend gefrühstückt. Es war gegen 7 Uhr, könnte aber auch früher gewesen sein. Ich guckte mich um und dachte: Huch, was is’n das? Ich hab ja ein Fenster in meiner Küche! Da hab ich doch glatt mal rausgeguckt. Unten auf dem Fußweg kam eine stämmige junge Frau heran. Sie sah aus, als würde sie etwas wirklich Schweres transportieren. Obwohl der Weg dort flach ist, ging sie vorne über gebeugt und stampfte quälend langsam näher, als ginge es da unten den Berg hinauf. Da ahnte ich schon, dass mal wieder die geheimnisvollen Schwerkraftwellen im Spiel sein müssten. Prompt meldete Bild gestern: „Einsteins Gravitationswellen entdeckt!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/02/13/uff-schwerkraftwellen/&quot;&gt;Lies mehr ...&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-02-13T08:45:00Z</dc:date>
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    <title>Nicht angeschaut und trotzdem alles gesehen – Alltagsethnologie im Zirkus des schlechten...</title>
    <link>http://trithemius.twoday.net/stories/nicht-angeschaut-und-trotzdem-alles-gesehen-alltagsethnologie-im-zirk/</link>
    <description>In der Zeit intensiver Studien habe ich nicht die Muße gehabt, jedes greifbare Fachbuch zu lesen. Der Blick ins Inhaltsverzeichnis oder ins Sachregister hat geholfen, alle Bücher auszusondern, die mir nichts zu sagen hatten. Nachher reichte mir sogar nur der Anblick des Buches, um den darin schlummernden Geist oder Ungeist zu erkennen. Diese Technik auf den Alltag angewandt, hat mich gut durchs Leben gebracht. So habe ich es auch mit dem TV-Konsum gehalten. Um einen Witz aufzuwärmen: Bei einer seit Jahren omnipräsenten Medienhure dachte ich lange Zeit, der Kerl hieße „Dr. Eckart von Hirsch“, weil ich immer schon umgeschaltet hatte, bevor das Ohrfeigengesicht gänzlich vorgestellt war. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://trittenheim.wordpress.com/2016/01/02/nicht-angeschaut-und-trotzdem-alles-gesehen-alltagsethnologie-im-zirkus-des-schlechten-geschmacks/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
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    <dc:creator>Trithemius</dc:creator>
    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2016 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2016-01-02T18:23:00Z</dc:date>
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    <title>Verschwunden im Orkus der Ignoranz – Ein Bummel über den Lindener Berg und zurück</title>
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    <description>Hässliche Orte sind unter Autobahnbrücken. Über deinem Kopf braust Verkehr, und du fragst dich, welche Idioten es am Sonntagnachmittag schon wieder so eilig haben, so unbedingt von hier nach da fahren müssen. Können sie nicht einmal wenigstens da bleiben, wo sie sind? Was ist das überhaupt für eine Art, den Mitmenschen rücksichtslos durch die Ohren zu brausen? Ich tät mich schämen. Jedenfalls bieten sie unter der Autobahnbrücke Weihnachtsbäume an und verkauft auch am 3. Adventssonntag. Ich gehe vorbei, obwohl ich in diesem Jahr einen brauche, einen kleinen nur, denn ich werde Weihnachten lieben Besuch haben. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://trithemius.de/2015/12/15/verschwinden-im-orkus-der-ignoranz-ein-sonntaglicher-bummel/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
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    <dc:subject>Ethnologie des Alltags</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2015 Trithemius</dc:rights>
    <dc:date>2015-12-15T21:51:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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