Teestübchen Humorkritik – Tata, tata, tataaa! Karneval

Morgens werde ich wach, ist mein Humor weg, die heitere Gelassenheit zog gerade als letzte die Tür hinter sich zu. Es war wie der Auszug der Israeliten aus Ägypten. Ich habe das Pack aber nicht verfolgt. Man weiß ja, wie das endet. Mittwochs wird bei uns im Haus die Treppe geputzt. Ich habe keine Lust mit einem Eimer Putzwasser kaltgestellt zu werden, während die Ironie, der Nonsens, die Albernheit und die heitere Gelassenheit quasi trockenen Fußes in den Keller talpen. Der heiteren Gelassenheit habe ich noch hinterher gerufen: „Was soll der Quatsch? Warum schließt du dich diesen Weicheiern an?!“

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Einladung zum literarischen Bummel über den Teestübchen-Weihnachtsmarkt

Meine Lieben Damen und Herren,

über Nacht hat es auch im Norden geschneit, und beinah ebenso über Nacht ist der Teestübchen-Weihnachtsmarkt eröffnet worden. Es findet sich dort ein prächtiges Buchangebot von einer Autorin und zwei Autoren. Ich lade Sie und euch herzlich zum literarischen Bummel ein, ganz bequem vom heimischen Rechner aus, vielleicht bei einem Tee oder einem Glas Wein, ganz nach Belieben. Klicken Sie einfach hier

Beste Grüße
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Zonengrenze

Letzte Nacht wurde ich um 3 Uhr wach und konnte nicht mehr einschlafen. Ich hatte vielleicht alpgeträumt. Gemeinhin ist das Erwachen aus einem Alptraum erleichternd. Wenn man Licht gemacht hat, sich umschaut und weiß, es war nur ein Alpdruck. In Wirklichkeit ist alles in Ordnung. Aber so sehr ich mich auch hin und her gewälzt habe, die Erleichterung wollte sich nicht einstellen. Der Alptraum ging einfach weiter. Er ließ sich nicht abschütteln. Im Gegenteil. Mein langsam erwachender Kopf hat den Alptraum noch weitergesponnen und in allen denkbaren Facetten ausgeschmückt.

Worum ging es?
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Rauf, runter, rauf, Pünktchen drauf!

Gestern vor 100 Jahren, am 20. November 1917, verstarb in Berlin im Alter von 52 Jahren der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin. Er ist vermutlich verhungert. Sein Name ist im kollektiven Gedächtnis der Deutschen zum Synonym geworden für die handschriftliche Variante der Frakturschrift, die Kurrent. Das preußische Schulministerium hatte Sütterlin im Jahr 1911 beauftragt, eine neue Schulausgangsschrift zu entwickeln, die nicht mehr mit der stählernen Spitzfeder geschrieben werden sollte, sondern mit der leichter zu handhabenden Kugelfeder (Gleichzugfeder), wie wir sie heute noch von den Schulfüllern kennen. Die von Sütterlin 1914 vorgelegte Kurrentschrift wurde vom preußischen Kultusminister und einem Sachverständigenausschuss für schultauglich befunden und nach einer Erprobungsphase mit einem Erlass vom 13. Juni 1918 für ganz Preußen, ab 1935 leicht abgewandelt in ganz Deutschland als verbindlich erklärt. In Österreich wurde weiterhin die Kurrent gelehrt. Über seine neue Schulschrift sagt Ludwig Sütterlin:

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Beobachtung auf Höhe der Hasenpfote

Zuerst sei er nur überrascht gewesen von der Ähnlichkeit der Frau im Publikum der Kabarettsendung mit seiner verflossenen Geliebten. So ein Gesicht gäbe es vermutlich nicht zweimal. Ihr Gesicht sei „zierlich“, hatte der Optiker vor mehr als vier Jahren im Schwabinger Brillenstudio gesagt, als er ihr von einem zu mächtigen Brillengestell abriet. "Ein zierliches Gesicht", das habe er damals gedacht, sei ein zutreffendes Attribut. Vier Jahre habe er sie nicht mehr gesehen. Jetzt habe da eine im Publikum gesessen, halb verdeckt hinter den auftretenden Kabarettisten mit eben so einem zierlichen Gesicht, aber mit langen blonden Haaren. Er habe sie als Brünette gekannt. Und kurz vor ihrer Trennung habe sie sich einen Bob schneiden lassen, ich wisse schon, die Haarspitzen bis zum Kinn. Ob ich wüsste, wie lang die Haare des Menschen im Jahr wachsen könnten? 15 Zentimeter? Das wären ja 60 Zentimeter in vier Jahren! Die Länge könnte hinkommen, und aus einer Brünetten könne mit Hilfe der Friseurhandwerkskunst leicht eine Blonde werden.

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23. Oktober 2013 - Zur Erinnerung an Eugene Faust

Manchmal versendet mein Smartphone von mir unbeabsichtigt eine leere Mail. Es ist nicht weiter tragisch. Tragisch war, dass mein Smartphone im September 2013 meine todkranke Blogfreundin Eugene Faust angerufen hat, obwohl ich jemand anderes sprechen wollte. Ich war so überrascht, als sie abnahm, dass ich nichts weiter tat als mich für die Störung zu entschuldigen. Kurze Zeit später war sie tot. Dass unser letztes Gespräch so verunglückt ist, lastet mir noch immer auf der Seele.

Heute vor vier Jahren starb diese wunderbare Frau, und ..
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Neuerscheinung! Buchkultur im Abendrot

Meine lieben Damen und Herren!

Ich möchte Ihnen heute ein gerade erschienenes Buch aus der Teestübchen-Redaktion ans Herz legen, das für uns als Schreibende und Lesende von Belang ist. Unter dem Einfluss von Computer und Internet ist die klassische Buchkultur dabei, sich radikal zu wandeln. Die Demokratisierung der buchtechnischen Schrift brachte neue Kommunikationsformen, Publikationsmöglichkeiten und Rezeptionsgewohnheiten. Alle Nutzer von Internet und Smartphone sind Teil dieses Wandels, treiben ihn als Handelnde voran und sind mitverantwortlich für den kulturellen Umbruch. Wir Bloggerinnen und Blogger bedienen uns der Techniken und Stilmittel, die überwiegend aus der Buchkultur stammen, stehen also noch mit einem Bein in der dreidimensionalen Buchkultur und tappen mit dem anderen ins nulldimensionale Internet. In allem, was wir schreiben und wie wir auf Geschriebenes reagieren, sind wir noch von der Buchkultur geprägt. Was von deren Besonderheiten erfolgreich an nachfolgende Generationen weitergereicht wird, wissen wir nicht. Der Medienwissenschaftler Marshal McLuhan sah das Ende der Buchkultur schon im Jahr 1968 gekommen, als die buchtechnische Schrift sich vom Blei löste und über Fotopapier ins Körperlos-Digitale entfleuchte.

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Am Bahndamm - oder von einem, der Joseph Beuys ins Gesicht geschlagen hat

Heute morgen fand ich in einem Moleskine-Büchlein diese Notiz: „Wenn alle Menschen sich gleichen würden wie Zwillinge, würden wir bald merken, dass sie keine Zwillinge sind. Nämlich, um sie zu unterscheiden, würden wir ein feineres Sensorium entwickeln. Wann immer es notwendig ist, fein zu unterscheiden, schärfen sich unsere Sinne.“ Aus dieser Notiz hat sich eine Erzählung entwickelt, die an die kleine Rundtour von gestern anknüpft, nämlich just, wo die Straße ein Wäldchen umrundet, am Beginn des kleinen Anstiegs unterhalb des Bahndamms …

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