Ein Bote wird in den April geschickt und versteht nicht warum
von Trithemius - 1. Apr, 11:41
Der Schweizer Volkskundler Hanns Bächtold-Stäubli verzeichnet im „Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens“ einen Brauch aus Württemberg: Am ersten April „schickt man die Kinder in die Häuser mit einem Zettel, auf dem steht:
Aprilenbot, Aprilenbot!
Schick den Narren weiter
Gib ihm auch ein Stücklein Brot,
Dass er net vergebens goht.“
In diesem Brauch wird am kindlichen Analphabeten die Macht des Alphabets demonstriert. Wenn sich niemand erbarmt, wird das Kind bis zu seiner Erschöpfung weiter in den April geschickt, ohne zu wissen wie ihm geschieht. Theoretisch wird durch die Schulpflicht jedes Kind aus seiner Unkenntnis der Schrift erlöst. Trotz aller Bildungsbemühungen bleibt die Zahl der Analphabeten laut einer Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2018 konstant bei etwa 6,2 Millionen.
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Aprilenbot, Aprilenbot!
Schick den Narren weiter
Gib ihm auch ein Stücklein Brot,
Dass er net vergebens goht.“
In diesem Brauch wird am kindlichen Analphabeten die Macht des Alphabets demonstriert. Wenn sich niemand erbarmt, wird das Kind bis zu seiner Erschöpfung weiter in den April geschickt, ohne zu wissen wie ihm geschieht. Theoretisch wird durch die Schulpflicht jedes Kind aus seiner Unkenntnis der Schrift erlöst. Trotz aller Bildungsbemühungen bleibt die Zahl der Analphabeten laut einer Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2018 konstant bei etwa 6,2 Millionen.


