Frohe Weihnachten

rasch die frohe Botschaft
Engel sind an die Leine zu führen
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Teestunde (8) - Willfährige Frauen tippen besser

Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheinen unterschiedlich lange Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags.
Heute: Schreibmaschine und Universaltastatur
Schriftwelt im Abendrot
Wer das 10-Finger-System nicht beherrscht, will gerne glauben, die seltsame Anordnung der Tastatur habe etwas mit der Buchstabenhäufigkeit oder den besonderen Finessen des 10-Finger-Schreibens zu tun. Tatsächlich gibt es aus den Anfängen der Schreibmaschinentechnik verschiedene Anordnungen, die dem Bau der Hand und der Buchstabenhäufigkeit in den jeweiligen Sprachen entsprechen (Ergonomische Tastatur bzw. Idealtastatur).

Durchgesetzt hat sich jedoch ein anderes Prinzip. Die heutige Tastaturanordnung geht auf die Universaltastatur des Waffenherstellers Philo Remington zurück. Dessen erste Schreibmaschinenserie hatte noch eine alphabetische Anordnung besessen. Das Zusammenschlagen und ständige Verhaken der Typenhebel erzwang aber eine Umgruppierung. Auf der internationalen Stenographentagung von 1888 in Toronto gelang es Remington, seine "Universaltastatur" zum Standard zu erheben. Allein dem regen Geschäftssinn Remingtons verdankt also die schreibende Nachwelt eine Tastatur, bei der sich häufig gebrauchte Buchstaben an ungünstigen Außenpositionen befinden, so dass man beim 10-Finger-schreiben das "a" zum Beispiel mit dem schwächsten Finger überhaupt, dem kleinen der linken Hand, anschlagen muss.

So ist die Universaltastatur nicht dem Menschen angepasst, sondern verlangt die Anpassung des Menschen an die Mechanik der Maschine. Ungewollt eröffnete Remington damit den Frauen den Einzug in die Bürowelt. In einem Regierungsbericht von 1908 heißt es, die Arbeitgeber würden weibliche Arbeitskräfte wegen ihrer "größeren Wohlfeilheit und Willigkeit" bevorzugen. Frauen geben sich nicht nur mit geringerer Entlohnung zufrieden, ihre fingerfertigen Hände kommen auch besser mit der schlecht angeordneten Tastatur zurecht als die ihrer männlichen Kollegen.

Mutter muss arbeitenDas Kalenderblatt im Bild oben rechts zeigt den September 1873. Beginnt hier die Emanzipation der Frau? Die Schreiber schauen skeptisch auf die Tippmamsell, nur der kleine Junge scheint zu begreifen, dass Mutter sich unwiderruflich vom häuslichen Bereich der Berufswelt zugewandt hat.

Das laute Klappern von Tastatur und Typenhebeln wurde bald mit Maschinengewehrfeuer assoziiert, was aber nicht nur am Ruch der Waffenfabrik lag. So beklagt der Buchwissenschaftler August Demmin 1890, die Schreibmaschine werde "an den Grenzen Russlands aber, durch die bekannte Unwissenheit der russischen Beamten als 'revolutionäres Werkzeug' in Beschlag genommen." Hier hatten die russischen Beamten anscheinend größeren Weitblick als August Demmin. Die Schreibmaschine sollte die Welt verändern.

Mit zunehmendem Einsatz der Schreibmaschine verdrängen die Tippmamsells die männlichen Schreibkräfte völlig. Die smarten Schreibmaschinenhersteller reagieren schon bald und widmen den Frauen viele ihrer Modellserien: ERIKA, MERCEDES, NORA, GISELA, MONICA, GABRIELE. Heute wirken die Plaketten auf den Schreibmaschinen wie Ehrentafeln für die ersten berufstätigen Frauen. Sie haben sich über die boshafte Universaltastatur mühevoll an das ferne Ziel der beruflichen Emanzipation herangetastet.

aus Süddeutsche ZeitungDas 10-Finger-Schreiben, das Blindschreiben, konnte nur durch stumpfsinnigen Drill eingeübt werden. So hat das Maschinenschreiben etwas geistlos Dummes, wie es einmalig dasteht in der Geschichte des Schreibens. Die Heerscharen von Tippsen in riesigen Schreibsälen, stumm fremde Texte schreibend, taub für die Umwelt dem Diktat aus dem Kopfhörer lauschend und blind in die Tastatur einhämmernd, diesen kafkaesken Alptraum können sich eigentlich nur ausgemachte Frauenfeinde ausgedacht haben.

Die meisten Übungsbücher geben über Sinn und Herkunft der Tastaturanordnung keine Auskunft. Sie folgen der Erkenntnis, dass Reflexion dem Erlernen mechanischer Tätigkeiten abträglich ist. So führt denn auch lange Zeit kein Weg von der Tätigkeit einer Schreibkraft zu der eines Autors. Eine dumme Tastaturanordnung verlangte jahrzehntelang dumme Schreibkräfte. Erst mit dem Schreibcomputer weicht die Trennung von Kopf und Hand. Trotzdem gilt das 10-Finger-System unter Gebildeten noch immer als nichtswürdig; ja die instinktive Ablehnung gegen die Universaltastatur ist groß, und viele rechnen es sich als Vorzug an, nach dem "Adler-Suchsystem" oder nach dem Terroristensystem (Jede Sekunde ist mit einem Anschlag zu rechnen) zu schreiben.

Die Universaltastatur ist ein Beispiel, wie sich einmal eingeführte Systeme selbst erhalten, wenn auch die technische Notwendigkeit längst verschwunden ist. Die Remingtontastatur berücksichtigt mechanische Probleme, die es schon bei der Kugelkopfmaschine nicht mehr gibt, und mit dem Aufkommen der Schreibcomputer erübrigt sich jegliche mechanische Rücksichtnahme. Trotzdem bleibt die alte Anordnung, mit einigen unwesentlichen Änderungen (QWERTZ). Eine Generation nach uns wird sie kaum noch nachvollziehen können, weil Typenhebelmaschinen dann verschwunden sein werden.

Ahnungslos war 2005 auch die Jury von Jugend forscht:
Jugend forscht daneben

Teestunde im Teppichhaus
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Teestunde (7) - Weder sitt noch schmöll

Schriftwelt im Abendrot

Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheinen unterschiedlich lange Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags. Heute: die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS)

Über ihre Aufgaben und Ziele schreibt die GfdS auf ihrer Homepage: "Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Seit ihrer Gründung im Jahre 1947 sieht sie es als ihre Aufgabe an, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die deutsche Sprache zu vertiefen und ihre Funktion im globalen Rahmen sichtbar zu machen. Die GfdS hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachentwicklung kritisch zu beobachten und auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch zu geben."

Vereinslogo GfdSAnders als der Verein behauptet, wurde er bereits 1885 als Allgemeiner Deutscher Sprachverein gegründet, unter Vorsitz des Braunschweiger Museumsdirektors Hermann Riegel. Ziel war die Reinigung der deutschen Sprache von Fremdwörtern. Der Kölner Germanist Fritz Tschirch schreibt, mit Riegels Vorsitz sei dem Sprachverein der "Fluch des Dilettantismus in die Wiege gelegt", dem sich der Verein nie mehr zu entziehen vermocht habe. Das Organ des Vereins war die "Muttersprache". Freudig begrüßte die "Muttersprache" im April 1933 die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. Bis 1939 trieb man exzessive Fremdwortjagd. Neben den skurrilen Eindeutschungsvorschlägen zu Automobil (Zerknalltreibling) oder Elektrizität (Bern); (E-Lok = Bernzieh) gebar der Verein auch ein wunderbar selbstentlarvendes: aus Profil sollte Gebüge werden. Ja, das kann man sich fein vorstellen, wie im 3. Reich die Menschen mit Profil durch die hundsföttisch Gebogenen verdrängt wurden. Dem Verein nutzte alle Kriecherei nichts. Mit der von Hitler per Erlass verfügten Umstellung von Fraktur auf Lateinschrift kam 1940 auch das Aus für die Fremdwortjagd. Das Vereinsblatt "Muttersprache" war schon im Jahr zuvor verboten worden. Der Verein war den Nazis mit seiner provinziellen Deutschtümelei peinlich geworden.

gfds1947 konstituierten sich die alten Herrschaften wieder, unter dem neuen Namen "Gesellschaft für deutsche Sprache". Das Vereinsblatt heißt weiterhin "Muttersprache". Den vom Verein 1987 gestifteten "Medienpreis für Sprachkultur" bekam als erster der WDR-Hörfunk- Journalist Klaus-Jürgen Haller. Haller, Sprachpapst von eigenen Gnaden, polemisiert in seiner Preisrede "Vom Niedergang eines Handwerks" gehorsam gegen Fremdwörter: "Nichts gegen Lehnwörter, aber wer einen Gedanken nicht deutsch formulieren kann, könnte ihn nicht zureichend verstanden haben." Gemeint sind nicht Lehnwörter, sondern Fremdwörter, doch dieser unlogisch verschwurbelte Satz widerlegt Hallers eigene These. Er wird auch nicht besser, wenn man das Fremdwort "formulieren" durch "ausdrücken" ersetzt. Vielleicht war es erneut der "Fluch des Dilettantismus", der den Verein dazu trieb, mit Haller einen Preisträger zu küren, der sich brüstete, die Entwicklung der Sprachwissenschaft der letzten 10 Jahre verschlafen zu haben.

Schon Goethe hatte für Sprachreiniger nur Spott übrig. So schrieb er 1801 an Joachim Heinrich Campe, den Verfasser des "Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Ausdrücke":
Sinnreich bist du, die Sprache
von fremden Wörtern zu säubern.
nun sage doch, Freund, wie man
Pedant uns verdeutscht?
Wie die Kleingärtner alljährlich ihre dicksten Kohlköpfe herzeigen, so präsentiert die GfdS traditionell "Wörter und Unwörter des Jahres" und eine Hitparade der Vornamen. Finanziert wird die Spielerei zu 80 Prozent aus öffentlichen Mitteln. Immer wieder mischte sich die GfdS auch in die Diskussionen um Orthographiereformen, und man gestattet ihr sogar, Vertreter in den Rat für deutsche Rechtschreibung zu entsenden. Ebenso könnte man aber den Kleingärtnern erlauben, den Regenwald zu jäten. Ab und zu murkst die GfdS auch ein bisschen am Wortschatz herum. 1988 suchte man ungebeten einen "angemesseneren und humaneren Ausdruck für das `Retorten-Baby'" und fand nach einem öffentlichen Wettbewerb den erbärmlichen Vorschlag "IVF-Kind" preiswürdig:
"Die Abkürzung für `In-vitro-Fertilisation` (Befruchtung im Reagenzglas) wurde als bester Vorschlag zur Übernahme in den allgemeinen Sprachgebrauch angesehen, wie die GfdS mitteilte."
(dpa vom 12.8.1988).
"Genauso haben wir uns das Humanum immer vorgestellt", höhnte darauf die Süddeutsche Zeitung in ihrem STREIFLICHT. 1989 wollte der Verein die Deutschen aus einer anderen Bezeichnungsnot erlösen. Es fehle in der deutschen Sprache das Gegenstück zu "satt", wenn man genug getrunken habe, also nicht mehr durstig ist. Wieder lobte man einen Preis aus und bekam auch das entsprechende Medienecho. Leider weiß ich nicht mehr, welches Kunstwort man prämierte. Es ist im Sprachgebrauch jedenfalls nicht aufgetaucht.

Uns allen fehlt ein WortNebenbei:
Im Sommer 1999 wandte sich die Dudenredaktion zusammen mit Lipton Ice Tea mit einer Neuauflage der Frage an die Schulen: „Uns allen fehlt ein Wort“, behauptete man. Die vermeintliche Lemmalücke sollte mit Lehrerschweiß, Schülergehirnschmalz und Ice-Tea geschlossen werden. Preiswürdig fand man das Wort sitt. Was in Wahrheit fehlte, war Verstand, denn Wortbildung per Preisausschreiben funktioniert einfach nicht, was zumindest die Dudenredaktion hätte wissen müssen.

Die GfdS und Duden/Lipton Ice Tea hatten zwei Aspekte übersehen: Erstens war die Frage nach einem Antonym zu durstig schon 1975 gestellt worden. Der Satiriker und Dichter Robert Gernhardt veröffentlichte damals in "Welt im Spiegel", einer Satire-Beilage der Pardon, den Brief eines fiktiven Herrn Schmöll. Schmöll wollte seinen Namen als Wort für satt getrunken zur Verfügung stellen. "Magst noch was trinken? Nein, danke, ich bin schmöll ..." Gernhardts Kollege Bernd Eilert griff den Jux 1987 in seinem "Hausbuch der literarischen Hochkomik" auf, um einen Auszug aus Hamsuns "Hunger" anzumoderieren. Hier wird wohl ein Mitglied der GfdS darauf gestoßen sein, die Quelle wurde aber verschwiegen.

Zweitens ist die Frage wirklich rein akademisch. Wir vermissen keine Bezeichnung, weil das Trinken kein echtes Sättigungsgefühl vermittelt. Anderenfalls käme man ja mit flüssiger Nahrung aus, nach dem Motto: Das bisschen, was ich esse, kann ich auch trinken. Der weltkluge Egon Erwin Kisch hatte es lange zuvor schon auf den Punkt gebracht:
Die Liebe gleicht dem Trinken
Man wird davon nicht satt,
Wenn man auch viel geliebet
Und viel getrunken hat.

Die Beschränkung beim
Trinken ist eher vernunftsgesteuert, wie eine alte Dame, die ich kannte, abends höchstens eine Tasse Tee trank, damit sie nachts nicht aufs Klo musste. Nie kriegt man vom Trinken richtig satt, drum kann man, wenn man will, saufen bis zum Umfallen. Die GfdS und andere Sprachreiniger wären schon ein guter Grund.
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Teestunde (6) - Hübsches Kauderwelsch

Teestunde im Teppichhaus02Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheinen unterschiedlich lange Beiträge zu den Bedingungen von Lesen und Schreiben, - ein Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags. Heute gehts um Fremdwörter.

Das Duden-Fremdwörterbuch hat fast so viele Einträge wie der Rechtschreibduden. Natürlich sind viele der dort aufgelisteten Fremdwörter kaum bekannt. Was zum Beispiel bedeutet „Isanemone“? Ich fand es gerade, indem ich im Fremdwörterbuch gedäumelt habe. Däumeln ist übrigens eine Praxis des Orakelns. Man tat es früher mit der Bibel. Daumen rein und nachlesen, welche Botschaft sich dort befindet.

Die Isanemone (gr.-nlt.) ist eine Linie, die Orte gleicher Windgeschwindigkeit verbindet. Wann hast du das zum letzten Mal gemacht? Noch gar nicht? Dann bist du vermutlich kein Meteorologe. Viele Fremdwörter sind fachsprachlicher Natur. Sie begegnen uns im Alltag selten oder nie. Andere sind uns so geläufig, dass wir sie nicht mehr als Fremdwort empfinden, das Wort Natur zum Beispiel. Trotzdem wollte der Allgemeine Deutsche Sprachverein in der Zeit des Nationalsozialismus unter anderem auch Natur durch ein deutsches Wort ersetzen: Zeugemutter. Jagd auf Fremdwörter, wie sie besonders heftig zu Beginn des Nationalsozialismus betrieben wurde, ist das Produkt einer eifernden Nationalgesinnung. „Fremdwörter sind die Juden der Sprache“, urteilte Adorno später, womit er die unheilige Brisanz der Fremdwortjagd in ein fassbares Bild überträgt.

fairspieltAnders als manche Eiferer behaupten ist der Gebrauch eines Fremdwortes immer dann legitim und überaus sinnvoll, wenn es einen Bedeutungsbereich bezeichnet, den es in der jeweiligen Sprache nicht gibt. Indem es zwischen den Sprachen unzählige Wörter gibt, deren Bedeutung nicht deckungsgleich ist, gleicht jeder Purismus dem Versuch, das Denken und Ausdrücken zu kanalisieren. Bei genauer Betrachtung wird sich kein einziges Wort finden, das eine völlige Entsprechung in einer anderen Sprache hat, von den Internationalismen wie Hotel oder Taxi einmal abgesehen. Der Deutsche spricht Englisch zum Beispiel als Deutscher, er kann sich beim Erlernen des Englischen als Fremdsprache nur die Bedeutung eines Wortes aneignen, seine Gefühlswerte jedoch allenfalls erahnen. Ein Kid ist eben kein englisches Kind, mit Kid ist in Deutschland ein globalisiertes Kind gemeint.

Der deutsche Sprecher fügt dem englischen Wort immer auch eigene Gefühlswerte und Assoziationen hinzu, die einem Engländer nicht einfallen können. So kann zum Beispiel die Klanggestalt eines Wortes an ein völlig anderes der eigenen Sprache erinnern, so dass dieser Anklang ungewollt immer mitschwingt. Darum ist der Gebrauch eines Fremdwortes immer die deutsche Gebrauchsweise des Wortes. Sie mag sich von der muttersprachlichen Gebrauchsweise erheblich unterscheiden, was sich auch darin zeigen kann, dass ein Fremdwort ein deutsches Suffix bekommt wie etwa die Infinitivendung –en bei downloaden, mailen oder ein Präfix wie ansurfen, anmailen oder spielerisch mit einem deutschen Wort zusammengesetzt wird wie in fairwöhnt.

Die Übernahme eines Fremdwortes ist also eine Adaption zur Erweiterung des eigenen Wortschatzes. Im häufigsten Fall erlöst sich der Sprecher damit aus einer empfundenen Bezeichnungsnot. Darum ist jede Fremdwortjagd auch töricht. Denn wenn einem Sprecher der Zugriff auf Bedeutungsbereiche verwehrt wird, für die er in seiner Sprache keinen treffenden Begriff zu finden glaubt, zwingt man ihn, in einer Welt der weiten Horizonte auf den ausgefahrenen geistigen Furchen seiner Vorfahren durch einen Hohlweg zu fahren. Die Entscheidung für den Gebrauch eines Fremdwortes ist subjektiv, die grundsätzliche Verdammung des Fremdwortes hat ihre Ursachen im kulturellen Minderwertigkeitskomplex.

Eigentlich ist sogar der modische Gebrauch von Fremdwörtern legitim, wenn die Fremdwörter zum Soziolekt gehören, beispielsweise dem einer Berufsgruppe. Nur wer seinen Soziolekt außerhalb der sozialen Gruppe verwendet, wem es also an Sprachkompetenz mangelt, der macht sich dumm und lächerlich.

Wer anschaulich schreiben möchte, sollte allerdings nur wenige Fremdwörter benutzen. Deutsche Wörter haben für Deutschsprachige einfach einen höheren Bedeutungsgehalt. Sie sind konkret, Fremdwörter sind abstrakt. Die deutsche Entsprechung zu konkret ist anschaulich, greifbar. Das wollte ich hier einmal konkret machen. ;)
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Teestunde (5) - Beachte den Strohwisch

Teestunde im Teppichhaus02Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheinen gegen 17 Uhr unterschiedlich lange Beiträge zu den Bedingungen von Lesen und Schreiben, - ein Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags. Heute gehts um Territorialzeichen.
Taggen ist wie Bein hebenDas Territorialzeichen entzieht ein Gebiet der willkürlichen Nutzung durch Unbefugte. Ihre ursprüngliche und unmittelbare Erscheinungsform ist der Duft. Höhere Formen wie etwa Grenzsteine wirken nur mittelbar, da sie Erfahrung, Kenntnisse oder ein gewisses Maß an Vereinbarung voraussetzen. Territorialzeichen können bildhaft, gegenständlich oder schriftlich fixiert sein.

Hallo Hund, namens Joe oder so,
Der Gehweg ist kein Hundeklo.
Vielleicht sagst Du das auch
Deinem Herrchen oder Frauchen!

(Zettel am Zaun eines Hauses in Aachen)

Die Mahnung an den Hund spielt mit verschiedenen Zeichenebenen. Wo der Hund seine Duftmarke abgesetzt hat, erwidert der Mensch mit den Mitteln der Poesie. Tatsächlich berühren sich die beiden Kommunikationsebenen jedoch nicht, denn hier ist ein Mittler nötig "Herrchen oder Frauchen" und der wird ja allein auf der Ebene der Buchstabenschrift angesprochen, hier aber nur indirekt und unverbindlich. Zwingend erfolgreich wäre nur, wenn der Besitzer des Vorgartens eine eigene abschreckende Duftmarke gesetzt hätte.

In der Eifel hat sich bis in die heutige Zeit ein schriftloses Territorialzeichen erhalten, der Strohwisch am Weidenpfahl. Mit einem Strohbüschel am Weidenzaun untersagt der Bauer das Durchziehen einer Schafherde. "Früher gab's kaum Strohwische auf meinem Weg. Die alten Bauern hatten alle Verständnis für unsereins", klagt ein Schäfermeister in einer Reportage der Aachener Nachrichten vom 15.3.1995. Die jungen Landwirte würden den Schafen nicht einmal mehr das bisschen Gras gönnen, das sie während ihres Zugs fressen. "Leider nimmt diese Form des Futterneids immer mehr zu."

Den Ethnologen wird der wieder belebte Gebrauch dieses gegenständlichen Territorialzeichens freuen, die Sympathie aber gehört den Eifelschäfern und nicht den futterneidischen Wiesenbesitzern, die einen Strohwisch winden, gegen den es keine Widerrede gibt. Denn der Gebrauch des Strohwischs ist unwirsch und zeigt unverholen an, dass der Eigentümer über das Verbot keine Worte zu wechseln bereit ist. Es scheint, als würde auf diese Weise eine höhere Verbindlichkeit erzielt als mit einem schriftsprachlichen Verbot, weil sie eine archaische Zeit vergegenwärtigt, in der unerbittliche Regeln galten.

Das seltsame Gegenstück einer Territorialmarke fand ich bei einer Wanderung in der Nordeifel an mehreren Bäumen und Strommasten angebracht. Auf Computerausdrucken in Klarsichtfolien stand der Text:
"Vorsicht Gift!
gehen Sie mit ihrem Hund
einen anderen Weg!
Dieses Gift ist tödlich!"
Die Zettel trugen weder Unterschrift noch Herkunftsnachweis. Was hatte es damit auf sich? In der Nähe befand sich auf einer Wiese eine große Schafherde mit vielen neugeborenen Lämmern. In einem Gatter nebenan lagerten Mutterschafe, die gerade erst abgelammt hatten. Dem Schäfer stand zur Bewachung nur ein Hund zur Seite. Vermutlich hatte er diese Zettel aufgehängt, um seine Herde weiträumig gegen freilaufende fremde Hunde abzuschirmen. Interessant ist, dass der Schäfer der Alphabetschrift nur eine geringe Appellkraft zutraute, so dass er eine zuverlässige Wirkung nur durch übertriebene Drohungen zu erreichen glaubte. Dieses mangelnde Vertrauen in die Geltung der Alphabetschrift empfindet vielleicht derjenige besonders stark, der sich im Alltag meist anderer Kommunikationsformen bedient. Der Strohwisch symbolisiert die autoritative Kraft des Eigentümers, ohne dass er sich als Person oder gar namentlich legitimieren müsste. Die gleiche Wirkung ist schriftlich nur mit größerem Aufwand zu erzielen.

Auch die Tags im Straßenbild der Großstädte können Territorialzeichen sein. Sie kennzeichnen dann das Gebiet einer Gang und haben hohe Verbindlichkeit, der gegebenenfalls durch Schusswaffengebrauch Nachdruck verliehen wird.

von amts wegen entfernt Dieser Zettel aus dem Jahr 1989 fand sich unter den Scheibenwischern mehrerer Autos. Er gewinnt seinen Nachdruck nicht durch die falsche Unterschrift "gez. eckmann", sondern gerade aus der Vertuschung des Subjektiven durch Computerschrift und durch den Hinweis "von amts wegen". In einem niederländischen Einfamilienhaus fand ich einmal neben den Ehebetten zwei prachtvolle Bettvorleger, in die die Namen "Jolanda" und "Rob" eingewirkt waren. Das linke Bett gehörte Jolanda, das rechte Rob. Oberflächlich betrachtet handelt es sich hier um Eigentumsmarken. Wenn jedoch einmal eines Morgens ein fremder Mann neben Jolanda aufwacht, die Füße auf den Bettvorleger stellt und wenn ihn dann die plötzliche Einsicht mit erschreckender Wucht befällt, "O Gott, ich bin ja gar nicht Rob!" dann wird klar, dass auch solche Bettvorleger eindeutig Territorialzeichen sind.
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Teestunde (3) - Ich war hier

Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheinen unterschiedlich lange Beiträge zu den Bedingungen von Lesen und Schreiben, - ein Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags. Heute gehts um Ich-war-hier-Marken.Teestunde im Teppichhaus02
Angeheiterte Japaner waren hierDie Ich-war-hier-Marke ist ein selbstbezügliches Graffito an berühmten oder banalen Orten. Der Ersttäter wählt eine Stelle, hinterlässt seine Marke und stimuliert damit den Nachahmungstrieb.

Dem Nachahmungstrieb erlag auch ein japanischer Tourist, der im September 1991 mit seiner Busreisegruppe das mittelalterliche Rathaus in Rothenburg besuchte und an der Wand des Glockenturms Graffiti in Englisch und Deutsch vorfand. Ermutigt vom Alkohol, den er zum Mittagessen getrunken hatte, schrieb er laut dpa "mit einem dicken Filzstift den Namen der Reisegruppe in englisch und japanisch" dazu. Daheim in Tokio bekam er Gewissensbisse. Der Zeitung Yomiuri Shimbun offenbarte er seine Untat und schwor Wiedergutmachung. Er werde erneut nach Rothenburg reisen, dem Bürgermeister einen Reuebrief überreichen und sein Graffito entfernen.

Die Ich-war-hier-Marke ist keine neuzeitliche Erscheinung. Bekanntlich hinterließ Till Eulenspiegel an den Orten seiner Untaten das dreiste: "Hic fuit!" (Hier ist er gewesen!). Auch die Gaunerzinken, von den Fahrenden an versteckten Plätzen angebracht, haben häufig den Charakter von ICH-war-hier-Marken.

Auf Tennessee Williams geht die bekannteste neuzeitliche Ich-war-hier-Marke zurück. In seinem Stück CAMINO REAL (1953) tritt der junge Boxer Kilroy an eine Tafel und schreibt: "Kilroy was here". Dieser banale Spruch umrundete alsbald den Erdball. Denn "Kilroy was here schrieben die amerikanischen Soldaten an die Abtrittswände in aller Welt", sagt der Theaterkritiker Georg Hensel. In den 60er Jahren war "Kilroy was here" auch in Schüler- und Studentenkreisen populär. Die illustrierte Variante zeigt ein Männchen, das versteckt über eine Mauer peilt und dabei die dicke Knollennase über die Mauerkrone hängen lässt. Die Variante "Kilroy/Schäuble is watching you!" ist eine Anlehnung an „Big Brother is watching you“ aus Georges Orwells Dystopie 1984.
is watching you

Manche Orte werden bewusst zum Absondern von IWH-Marken aufgesucht. Sehr bekannt sind zwei Mauerpfeiler vor den Abbey-Road-Studios der Beatles, die angeblich alle zwei Monate getüncht werden, damit Platz für neue Marken ist.

Ein besonders anrührende und schöne IWH-Marke hinterließ der junge Goethe an der Bretterwand einer Jagdhütte auf dem Kickelhahn im Thüringer Wald. In dramatisierter Form nachzulesen in einem frühen Abendbummel.

Hans Richter, der Chronist der Dadabewegung, berichtet von Kurt Schwitters:
"Wenn er in mein Atelier im fünften Stock (über ganz bürgerlichen Wohnungen) kam, bedeckte er stets die Wände, die Treppenfenster, die Türen über das ganze Gebäude mit Klebezetteln: 'Tretet DADA bei!' oder 'Anna Blume'. Er gebrauchte dafür einen Leim, der Porzellan klebt und sich nicht entfernen ließ."
Im Straßenbild der 90er dominiert eine rudimentäre Ich-war-hier-Marke, das TAG. Tags sind kalligraphisch bemühte Stilisierungen des eigenen Pseudonyms oder eines Lieblingswortes, die mit Filzstift oder Sprühdose in einem Zug geschrieben werden. Ziel ist es, möglichst im ganzen Stadtbereich präsent zu sein. Für Sprayer ist das Tag ein Mittel, einen hohen Bekanntheitsgrad in der Szene zu bekommen. Für alle anderen tendiert der Mitteilungswert dieser neuzeitlichen Großstadtchiffren gegen null. Tags sind Vorboten der tendenziellen Sinnentleerung der Schrift.

Auch Kommentare in Blogs haben gelegentlich den Charakter von Ich-war-hier-Marken. Weil es hier einen eindeutigen Adressaten gibt, haben sie eine kommunikative und sozial integrative Funktion.

Tretet DADA bei!
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Teestunde (2) - Heute mit Gebäck

Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheinen unterschiedlich lange Beiträge zu den Bedingungen von Lesen und Schreiben, - ein Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags. Der heutige Beitrag ist die erste Folge zum Thema Buchstabenmagie - Essen von Schrift.

Teestunde im Teppichhaus02
"Woher die russischen Buchstaben stammen, die man bis 1914 als schmackhaftes Gebäck zu essen bekam, weiß ich leider nicht", bekennt der Altphilologe Franz Dornseiff (1888-1960) in seinem grundlegenden Werk: "Das Alphabet in Mystik und Magie" (Leipzig, Berlin 1925). Das Essen von Schrift sei jedenfalls uralter magischer Brauch.

Leibniz-ABCZum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde Russisch Brot von zwei Firmen hergestellt, von der Dresdener Waffelfabrik Gebrüder Hörmann (Ende 19. Jahrhundert) und der Hannoverschen Cakes-Fabrik H. Bahlsen (seit 1906), zunächst als „Leibniz-ABC“. Die Dresdener Spezialitätenbäckerei Dr. Quendt produziert Russisch Brot seit 1959. Derzeit vertreibt sie ihr Produkt über die Handelskette EDEKA. Die Packung enthält nur die Buchstaben EDKA, weshalb sich kaum was damit schreiben lässt außer: DA, EDE, DEAD, DEKADE - und EDK.

Auf der Dr.-Quendt-Packung ist folgende Herkunfts-Geschichte abgedruckt:
Quendt Inhalt

Auf der Homepage der Firma findet sich eine zweite Version:
Eine andere Geschichte erzählt von einem Empfang russischer Gesandter am Wiener Hof im 19. Jahrhundert. Dort hat der Hofbäcker anlässlich des hohen Besuches beim Wiener Kongress 1814/1815 ein Gebäck entwickelt, welches die russischen Gepflogenheiten - zur Begrüßung eines Gastes wird ein Stück Brot serviert - und dem feinen Geschmack der Wiener, verbinden sollte. So fand man ein nach Karamell schmeckendes Eiweißgebäck und nannte es Russisch Brot.
Beide Fassungen wirken wie Ätiologische Sagen (Erklärungssagen).

Plausibler erscheint, was mir am 24. Mai 1989 die Gebäckfirma Bahlsen brieflich mitteilte: Der Name Russisch Brot habe gar nichts Geheimnisvolles. Er leite sich von "Rösches Brot" her (rösch = knusprig). Die Bezeichnung "Russisch Brot" beruhe auf einer volksetymologischen Umdeutung. Man bedankte sich für mein Interesse an dem "knackigen und knusprigen Gebäck, das im wesentlichen aus Eiweiß, Zucker und Kakaopulver besteht" mit einer "Tüte ABC". Die Entmystifizierung von Russisch Brot schien gelungen. Allerdings ging am selben Tag mein Auto kaputt.

Data-Becker-Russisch-Brot
Russisch Brot als Schrifttype wird übrigens von Linotype und Data Becker angeboten. Die im Schriftzug verwendete Variante Russianbread von Data Becker hat nur Versalien und Kapitälchen, die Linotype-Version hat Groß- und Kleinbuchstaben ...
Linotype-Russisch-Brot03
... und könnte deshalb in den kleinen Schriftgraden theoretisch als Brotschrift eingesetzt werden, was jedoch unerfreulich für die Augen wäre. Wie erfreulich Russisch Brot von Covo, Hausmarke der Handelskette Penny, für Gaumen und Zunge ist, dazu werden hier Erfahrungsberichte ausgetauscht. Vielleicht haben das aber auch Marketingfachleute im Auftrag von Penny geschrieben.

iss den Text
1408 mal gelesen

Teestunde im Teppichhaus (1)

Früh sinkt am Nachmittag die Dunkelheit herab, Zeit zu lesen. In der Reihe „Teestunde im Teppichhaus“ erscheint in den nächsten Wochen eine Reihe unterschiedlich langer Beiträge zu den Bedingungen von Lesen und Schreiben, ein Bummel durch die Jahrtausende der Schriftkultur, ausgehend von Phänomenen des Alltags. Der erste kurze Beitrag beschäftigt sich mit dem Teehaus im Logo der Reihe.
Teestunde im Teppichhaus


Das Tee-Haus scheint etwas für verspielte Menschen zu sein. In der Praxis bewährt sich die Form nämlich gar nicht. Nach dem Aufbrühen bekommt man den aufgequollenen Tee nicht recht aus dem Häuschen, was auch einen Hinweis darauf gibt, dass der Tee nicht genug Raum hat, sich zu entfalten.

Benutzt man das Teehaus, dann wird das Wasser zum Tee, indem die Teestoffe in Form des Wortes Tea austreten, um sich erst dann im Wasser zu verteilen. Der Vorgang ist sprachtheoretisch interessant. Gemeinhin haben Lautfolge eines Wortes und seine schriftliche Form nichts gemeinsam mit der Sache, die sie bezeichnen. Da aber die Löcher im Dach das Wort "TEA" formen, wird bei jedem Aufbrühen das Wort TEA ins Wasser geschrieben. Hier liegt also ein schriftmagischer Gedanke zu Grunde. Das Zeichen für "Tee" vermischt sich mit der bezeichneten Flüssigkeit Tee.

Tee aus TeeEine Steigerung dieser magischen Idee wäre es, eine Schreibfeder in den so aufgebrühten Tee zu tunken, um das Wort "Tee" damit zu schreiben.
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