Mal etwas Gutes über den Herbst

Mit Herbstmelancholie habe er keine Last, behauptete Coster. Der dubiose Professor für Pataphysik an der Technischen Hochschule Aachen schaute aus dem Fenster hinüber auf den kleinen Park. „Ich mag es, wenn die Bäume sich biegen und vergeblich vor dem Sturm verneigen, der ihnen mitleidslos die Blätter raubt. Und wie er den Regen waagerecht mitreißt und zerstäubt, das lässt mich angenehm schaudern.“

„So schwärmerisch kenne ich dich gar nicht“, sagte ich. „Das würdest du anders sehen, wenn du nur eine nasse Parkbank hättest und der Regen die Zeitungen durchweicht, mit denen du dich bedeckt hältst.“

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Unverantwortlich! Überall fehlen noch Laubbläser

Upps, ich hätte fast vergessen, mal wieder selbst zu schreiben. Man will ja auch nicht so einfach ein lesenswertes Manifest von der Startseite blasen wie Laub von der Straße. Ein kurioses Verhalten zeigt sich übrigens in diesen Tagen. Als es vor wenigen Wochen beim Discounter „Akku-Laubbläser“ im Angebot gab, war schon zu ahnen, dass die Laubbläserei in diesem November besonders eifrig betrieben werden würde. Veilleicht gibt es bereits Volkshochschulkurse, in denen das kompetente Laubblasen vermittelt wird, denn Laub verwirbelt bekanntlich gern, steigt vor den Schuhen des Laubbläsers auf und lässt sich frech vom Wind davon treiben.

So ein
Mann in meiner Nachbarschaft trat nun schon zweimal pünktlich um 8.00 Uhr morgens vors Haus, warf seinen Laubbläser an und blies in das Laub auf einem Parkplatz vor einer Reihe Garagen. „Nimm das, ekles Laub! Mein Akkulaubbläser hat 100 Dezibel! Der ist so laut wie ein Presslufthammer!“
Aber!

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Die Zeit der helfenden Hand, die sich zur Faust ballt – Das Manifest der radikal-ästhetischen Utopie

Publiziert am 9. November 2011 von Duroy

Was bedeutet radikale Aufklärung?


Die radikale Aufklärung ist eine robuste Aufklärung, die sich nicht mehr so einfach übers Maul fahren und sich nicht einkaufen lässt. Eine Aufklärung, die sich nicht bestechen und vor allem nicht blenden lässt. Eine Aufklärung, die die politisch und zunehmend ökonomischen Zwangsverhältnisse, in die man uns bettet und zwingen will, nicht mehr hinnimmt. Eine Aufklärung, die radikale Worte wählt, um die alten Strukturen der Unterdrückung und Bevormundung abzuschaffen.

Wir sind Mündel der oligarchischen Politikerkaste gewesen, die uns nicht mehr vertritt. Wir sind Gemaßregelte eines politisch-ökonomischen Willens gewesen, der nicht der unsere gewesen ist. Wer aber sind ”wir” jetzt?
Wir sind viele. Nicht die 99 %, aber wir sind viele. Wir sind zugleich die geballte Faust gegen das System, wir sind die Mutbürger, wir sind, das doch wohl einmal vor allen Dingen, das Volk!

Wir lassen uns das Staatsspieltheater nicht mehr im Zuschauerraum aufführen mit dauerimprovisierenden Laien der Zunft, die sich über uns kaputtlachen, derweil wir billig Applaus geben dürfen, Claquere des Politsystems. Nein, wir wollen auf die große Politspiel-Bühne, dort agieren und da bleiben.

Wir fordern nicht mehr lange politische Beteiligung ein, sondern werden sie uns holen. Unser radikaler Weg schadet nicht unserer Sache, wie so oft zag gesprochen wird, (der radikale Weg schadet nicht unserer Sache, er schadet dem System), wir gehen diesen Weg mit einem Selbstverständnis, das den Mächtigen Angst machen wird. Der Machtkomplex wird erstaunen darüber, wie stark wir geworden sind. Parteien sprechen uns nicht mehr an. Unser Druck wirkt von außen auf das Parlament. Unser Druck ist radikal politisch und ästethisch zugleich. Eine Bewegung der Wahrheit gegen das verlogene System, eine Bewegung der lange gestauten Frustration gegen ihre schmutzige Quelle.

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Abenteuer Verrohung – im Zirkus des schlechten Geschmacks

Außerirdische sind nicht unter uns, hat die US-Regierung kürzlich mitteilen lassen. „Mehr als 12.000 Menschen hatten US-Präsident Barack Obama per Online-Petition aufgefordert, endlich offiziell zu bestätigen, dass Außerirdische mit uns Menschen in Kontakt getreten sind“, schreibt Tagesschau.de und zitiert Phil Larson vom Wissenschaftsdienst des Weißen Hauses: „Die US-Regierung verfügt über keine Beweise dafür, dass irgendeine Art von Leben außerhalb unseres Planeten existiert. Oder dafür, dass außerirdische Wesen irgendein Mitglied der menschlichen Rasse kontaktiert oder angesprochen haben.“

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Remember?! Remember?! Roter November! … zur politischen (Re-)Konstruktion starker Formen des Widerstandes

Paul Duroy im Teppichhaus:

Seit mehreren Wochen fühlen sich Demonstrierende nunmehr auch in Deutschland und anderen europäischen Laendern aufgerufen, die Börsen zu besetzen, ''Occupy Wall Street''. Das ist alles sehr schick. Nur kommen die meisten wieder nicht. Und ich war auch noch nicht da.

Ich verspreche, das ich zumindest für meinen Teil nunmehr ein letztes Mal Stalin zitiere, der bekanntermaßen sagte, dass in Deutschland niemand jemals eine Revolution starten werde, weil auf dem Gras vorm Reichstag ''Rasen betreten verboten!!'' stehen würde. Aber dazu ein bisschen weiter unten mehr.

''Occupy Wall Street'', das Problem ist das Label und die Marke, die sich daraus schöpfen laesst. Es war schon ein Renner, dass einer der Chefsprecher der Deutschen Sparkasse zum Dialog an die Occupy-Bewegung herantrat, wirklich geschockt aber war ich neulich eines Morgens beim Blick in die Tageszeitung, als ich eine ganze Seite voller Demo-Schilder und Guy-Fawkes-Masken sah und darunter das Label der ''Volksbanken-Raiffeisenbanken''. Da spürte ich, dass da etwas ziemlich schiefläuft.

Denn auch wenn diese Werbung zeigen sollte, wie ethisch verantwortlich man als Volksbank doch sei und wie verbunden man sich als verantwortungsvolle Bank den ''Bedenken'' der gleichnamigen Träger fuehle, so sehr stank hier doch der Fisch vom falschen Ende her. Hier nahm sich eine Bank der Symbole des Widerstandes an (eignete sie sich an) und warb mit der Occupy-Bewegung. So ein klitzekleiner Schritt ist es immer auf dem gar nicht langen Weg vom Label bis zur verwertbaren Marke.

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Heute 20:20 Uhr - Halloweenbloggin bei Trithemius



Eine Nacht im Reiffmuseum - interaktive Lesenacht

Mach mit, wenn du dich traust!

Trithemius.de
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Nutze doch die heute gewonnene Stunde morgen - Einladung zum Gruseln

Montag um 20:20 Uhr gibt es leises Gruseln im Teppichhaus. Da geht es allerdings um einen gewaltigen Zeitsprung. Ich werde diese Halloweengeschichte in Etappen veröffentlichen, bis in die finstere Nacht, und lade hierzu herzlich ein. Erleben Sie mit, was es heißt, aus der Zeit gerutscht zu sein.

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Wenn die Occupybewegung in Hannover steht

Am Treffpunkt gegenüber dem Hauptbahnhof stehen junge Leute mit großen weißen C&A-Schirmen mit der Aufschrift „28 %“. Gemeint ist aber nicht, dass C&A 28 Prozent der Occupybewegung repräsentiert, sondern einen solchen Preisnachlass gewährt. Ein Mann, den ich flüchtig kenne, trifft ein und sieht sich ratlos um. Er hat ein beschriftetes Pappschild bei sich und will offenbar demonstrieren. Wir beraten uns kurz, dann zückt er sein Handy und ruft einen der Organisatoren an. Man treffe sich diesmal am Kröpke, erfährt er, und wenn wir Kreide bei uns hätten, sollten wir eine Nachricht auf den Boden schreiben. Haben wir nicht. Auf dem Weg zum Kröpke kommt uns durch das Gewimmel der samstäglichen Bummler der weißhaarige Mann entgegen, der bei allen Demonstrationen ein Schild mit der Aufschrift „Nachdenkseiten.de“ umherträgt. Wir halten ihn auf und nehmen ihn mit.

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A-Flashmob - Nachwort zum Gedränge im Internet

lso, eigentlich sollte alles gelingen, wenn die Generalprobe daneben geht. Mit solchen technischen Problemen wie am Montag hatten Eugene Faust und ich nicht gerechnet. Was genau auf der Plattform twoday.net passiert ist, lässt sich nicht sagen, aber dass es über Stunden unmöglich war, ein A hochzuladen oder einen Kommentar zu schreiben, hat den A-Flashmob stark ausgebremst, so dass die Vorfreude beinah das schönste Erlebnis war.

Das schier unendlich große Internet mit seiner gewaltigen Kapazität täuscht darüber hinweg, dass für den Einzelnen gar nicht so viel Performanz zur Verfügung steht. Die vorab eher launig vermuteten rauchenden Server waren tatsächlich dem Ansturm von gleichzeitigen Veröffentlichungen in fast 100 Blogs und dem sich daraus ergebenden Hin und Her nicht gewachsen. Dass es solche Probleme häufig gibt, bestätigt ein Bericht der Universität Hamburg. Derzeit habe ich noch immer diese Perfomanzengpässe im WP-Teppichhaus.

Betonen möchte ich, dass es nicht darum ging, das herauszufordern, anders als bei Flashmobs, die etwa den Ansturm auf eine Mc-Donalds-Filiale zum Ziel haben. Lernen kann man daraus, dass es nicht nur schwierig ist, individualistische Blogger zu einem Netzwerk zu vereinen, sondern dass die Kapazitäten für die soziale Vernetzung in diesem Ausmaß gar nicht da sind.

Ein soziales Netzwerk von etwa 100 Bloggern ist allerdings auch kaum noch zu überschauen. Ich habe bislang die meisten Einträge nur ansehen, aber längst nicht alle kommentieren können, was aber auch daran liegt, dass beim Kommentieren so immens lange Wartezeiten entstanden und mancher Kommentar dann letztlich gar nicht übermittelt wurde.

Der A-Flashmob war ein soziales Internetexperiment. Zu den theoretischen Hintergründen habe ich an verschiedenen Stellen in der Wordpressfiliale des Teppichhauses geschrieben. Danken möchte ich allen, die sich für die Idee haben begeistern können. Es hat hoffentlich trotz aller Probleme Spaß gemacht.

In diesem Sinne,
lieben Gruß,
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Danke.
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