Ziemlich langsam ins Jahr 2012 - und schon ein ungültiger Rekord

Die Leute seien am Neujahrstag deutlich langsamer gegangen, sagte mir ein Gewährsmann, der einen Freund zum Hamburger Hauptbahnhof gebracht hatte. Das hatte ich auch am hannöverschen Hauptbahnhof beobachtet, als ich gegen Mittag lieben Besuch verabschiedete. Und natürlich kam auch ich fast nicht voran, als ich zu Fuß nach Hause ging, bin aber kaum überholt worden.

Sollte 2012 das Jahr der Langsamkeit werden? Oder lag es an einer allgemeinen Fußlahmheit, angesichts der vielen Tage, die das Jahr 2012 bereithält? Angeblich sollen es heuer 366 Tage gewesen sein, denn 2012 ist ein Schaltjahr. 366 Tage aufeinander gestapelt, das ist schon ein mächtiger Berg, den es kollektiv zu besteigen gilt, mindestens himmelhoch, vielleicht noch höher.

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Auflösung eines Dilemmas

Ein holdes Weib tat mich verpflichten
Zu seinem Zeitvertreib zu dichten.
...


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Was 2012 passiert – wird hier schon buchstabiert

Acht Beleibte Cellisten Drohen England.
Fünf Große Heilige Irritieren Jetzt Kanada.
Laute Metzger Näseln Ohne Pathos.
Querulanten Rufen Schon Tiefgründigen Unsinn.
Verzehren Welke Xanthippen Yamswurzeln Zuhauf?

Alle Beliebten Chemiker Dürfen Einwandern …
F… G… H… I… J… K…

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Der Weihnachtsstern ist ein kleines Licht

Weihnachtliche Innerlichkeit – zuletzt habe ich sie als 10-jähriges Kind empfunden. Meine Familie lebte auf einem katholischen Dorf im Rheinland. Am Heiligabend nach der Bescherung, so gegen 12 Uhr nachts, gingen wir zur Pfarrkirche in die Christmette, wo sich versammelte, wer schon oder noch laufen konnte. Diese Mette dauerte fast die ganze Nacht hindurch. Man musste in den harten Holzbänken knien, stehend singen, durfte zur Predigt sitzen, dann wieder knien, stehen, knien, derweil Priester und Messdiener am Altar ihre rituellen Verrichtungen vollzogen – Latein brabbelten und uns zur brausenden Orgel singen hießen. Die Knie schmerzten mir schon bald, die Krippe seitlich des Altars hatte ich mir bis ins kleinste Detail längst angesehen, aber die Mette wollte und wollte nicht zu Ende gehen. Dann endlich gegen 4 Uhr am Morgen sangen wir erleichtert das Schlusslied, und als wir vor das Kirchenportal in die eiskalte Nacht hinaus traten, da hatte es geschneit. Wir stapften frierend aber froh durch den Neuschnee nach Hause, wo schon bald der Weihnachtsbaum erstrahlte, die Wohnung nach Kaffee duftete und die Weihnachtsbrezel zum Frühstück angeschnitten wurde. Was man sich so hart hatte verdienen müssen, verlieh dem jungen Weihnachtsmorgen einen fast überirdischen Glanz. Und schon bald zog sich jeder in eine Ecke zurück und widmete sich seinen Geschenken.

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Christian Wulff und ich lassen einpacken

Meine Gesichtshaut spannte, denn ich hatte vergessen, Rasierwasser drauf zu tun. Also ging ich ins Bad, stand da eine Weile rum, ging wieder hinaus, und nach wieder einer Weile wunderte ich mich, dass meine Gesichtshaut spannte. Also ging ich ins Bad und tat Rasierwasser drauf. Ich hätte das schon beim ersten Mal tun können, aber da hatte ich schlicht vergessen, warum ich ins Bad gegangen war. Denn auf dem Weg ins Bad hatte ich darüber nachgedacht, wie wohl Bundespräsident Christian Wulff Weihnachten verbringen wird. Das Geschenkpaket von Bettina Wulffs ehemaligem Arbeitgeber Rossmann hat er wohl zurückgehen lassen und auch der Kurzurlaub in Carsten Maschmeyers Villa ist gewiss in die hochkochende Jauche gefallen.


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Plausch mit Frau Nettesheim - Weihnachtsmänner

trithemius & Frau NettesheimFrau Nettesheim
Ach, der Herr Trithemius, lässt sich auch mal wieder blicken.

Trithemius
Hohohoo, draußen vom Walde komm ich her ...

Frau Nettesheim
Weihnachtsmann!

Trithemius
Hört sich aus Ihrem Munde wie ein Schimpfwort an, Frau Nettesheim.

Frau Nettesheim
Ich habe Sie als den identifiziert, der solche Sprüche ablässt statt zu arbeiten.

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Über Flüsse, Flüssigkeiten – und warum ich Schmutz trinken musste

Kleine Abendunterhaltung

Gestern Abend sind Blogfreund Shhhhh und ich durch drei Kneipen geirrt, und erst in der vierten blieben wir eine Weile. Wir hatten zuerst eine Kneipe vorgefunden, die in Gänze derart rauchgeschwängert war, dass die Besucher bestimmt gedacht haben, das Fußballspiel auf dem Großbildschirm über der Theke fände im Nebel statt. In unserer Stammkneipe war der Raucherraum durch eine geschlossene Weihnachtsfeier-Gesellschaft blockiert gewesen, in der dritten ebenso, und so betraten wir ein Lokal auf der Limmerstraße, in dem auch S. noch nie gewesen war. Das Fassbierangebot war allerdings dürftig, so dass S. ein Krefelder Bier bestellte. Ich hatte noch nie von diesem Bier gehört, und eine innere Stimme warnte, aus Krefeld (von vermutlich Krähenfeld), dieser Unstadt am Niederrhein, kann doch nichts Anständiges kommen. Aber wie so oft habe ich meine innere Stimme ignoriert und ebenfalls Krefelder bestellt.

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Lausiger, nasskalter Bummel mit Wulff, zu Guttenberg, Kerner, Friede Springer und Neelie Kroes

Was verborgen ist in den Häusern, Wohnungen, Zimmern der Stadt, präsentiert sich bei früher Dunkelheit durch erleuchtete Fenster. Letztens konnte ich in ein Zimmer schauen und sah an der Wand ein riesiges Bild von Johannes B. Kerner. Und wie ich mich noch fragte, wer schmückt denn sein Zimmer ausgerechnet mit Johannes Baptist Kerner, dieser Mischwurst aus Geflügel und Schwein der Marke Gutfried, da bewegte sich der Kerl, wurde größer und größer, dann ein harter Schnitt und mir wurde klar, dass ich einer Täuschung erlegen war. Ich hatte Kerner auf einem gewaltigen Fernsehbildschirm gesehen. Der Vorname Baptist kommt aus dem griechischen und bedeutet „Täufer“. Johannes der Täufer Kerner: „Ich taufe dich mit – Wurst.“

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Irgendwann erreichte der Brief, wenn auch nach sehr...
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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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