Nachrichten aus meiner inneren Bahnhofshalle – halb redigiert

Der Redaktor ist heute wieder ein gestrenger Herr und lässt nicht zu, dass ich mich echauffiere. Dabei wäre mir danach, mich über das Personal im Fernsehen auszulassen, das mir nach einem unbedachten Druck auf die Fernbedienung einfach so in die Stube springt, mich in meiner eigenen Wohnung willkommen heißt und vor meinen Augen auf das Wildeste telechambriert. (Gibt’s nicht! Das Wort haben Sie erfunden!) Viele dieser Personen finde ich zum Kotzen. (Gossensprache! Besser: informieren und unterhalten mich vortrefflich.) Ich denke: Aus welchem Loch sind die hervorgekrochen? (Besser: Aus welchem guten Hause entstammen denn diese schön frisierten Persönlichkeiten?)

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20 Punkt kompress – Wucher und Wucherungen

Blöden Traum geträumt.

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Editorial – Blogtypografie und mein elektronischer Bibliothekar

Liebe Leserin, lieber Leser,
Bitte festhalten! Wir machen einen Zeitsprung ins Jahr 1979. Ich will einen Ritter zeichnen und brauche Anschauungsmaterial. Nachdem ich erfolglos meine Büchersammlung inspiziert habe, suche ich die Aachener Stadtbibliothek auf. Wir dürfen auf der ersten Etage nur einen Katalograum betreten. In der Kartei suche ich nach Büchern, von denen ich hoffe, dass sie Abbildungen von Rittern enthalten und fülle fünf Bestellzettel aus. Ein städtischer Angestellter in Livree nimmt die Bestellzettel an und bescheidet, dass die Bücher in zwei Stunden bereitliegen werden.

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Bericht von einer wunderbaren Menschenunterhaltung

Als ich den Warteraum betrat, lag das etwa acht Monate alte Kleinkind zu Füßen seiner sitzenden Mutter. Der Säugling riss die Augen kugelrund auf und staunte mich an. Ich grinste, verzog mein Gesicht, aber es gelang mir nicht, ihm eine Reaktion zu entlocken, die über das große Staunen hinausging. Also ließ ich es und staunte einfach zurück. Nur selten musste das Wesen blinzeln. Da gingen die Lider runter und wieder hoch wie Fensterjalousien, wenn sich ein Paar nicht einigen kann, ob die Sonne draußen bleiben soll oder rein gelassen wird. Die Sonne war ich. Lichtenberg sagt: „Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns ist die vom menschlichen Gesicht.“

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Dumme Schmähgesänge sind keine Satire

Mit Bedauern beobachte ich den Niedergang des satirischen TV-Formats Extra3. Vom Gründungsjahr 1978 bis August 2014 war es nur beim NDR zu sehen und genoss dort wegen der geringen Verbreitung wohl Narrenfreiheit. Seit 2014 wird Extra3 monatlich ins ARD-Abendprogramm gehoben und hat seither erkennbar an Biss und Orientierung verloren. Das zeigte sich an der dümmlichen Behandlung von Themen wie dem Rüstungsskandal der Bundeswehr und zuletzt beim Thema Bahnstreiks. Hier erklimmt Extra3 mit seinem Claus-Weselsky-Song BILD-Niveau, indem es sich auf den Vorsitzenden der GDL einschießt.

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Mohrenköpfe vor Lampedusa

Irgendwo im bayerischen Hinterwald liegt das imaginäre Dorf Trethoven, von dem Heimito von Doderer schreibt, dass sich dessen Bewohner den ganzen Tag gegenseitig in den Arsch treten. Vermutlich ist diese Spielart bayerischer Folklore nicht nur Fiktion, sondern ein Sinnbild für finstere Gesinnung. An den Stammtischen mit der finstersten Denkungsart holen sich Politiker ihre Ideen. Sie werden eingeschleppt von der CSU und verbreitet von den Koalitionspartnern CDU und SPD. Eine der übelsten Ideen dieser Tage ist die Absicht der EU, das Ersaufen von Flüchtlingen im Mittelmeer mit einem „Dreistufenplan“ militärisch zu bekämpfen.

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Radiohören mit Klopapier

Wie nennst du eigentlich einen Raum, indem sich Dusche, Waschbecken, Waschmaschine und Toilette befinden, nennst du den Bad oder Toilette? Angesichts der Tatsache, dass die Tür zu diesem Raum in der Wohnung von Herrn Putzig eine goldene Türklinke hat sowie ein ebensolches Türblech und Herr Putzig möglicherweise ein bisschen gschamig ist, wollen wir von seinem Bad sprechen. Jedenfalls sah ich letztens in seinem Bad eine 10-er-Packung Toilettenpapier, auf deren Plastikhülle ein Ghettoblaster aufgedruckt war. Ein Lautsprecher war aber schon ganz schlaff, weil bereits die äußeren Rollen fehlten.

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Abendbummel online – Peinliche Momente am Morgen danach

Viele Leute hassen ihr Morgen-Ich oder können es zumindest überhaupt nicht leiden, also nicht ihr Ich am Morgen, sondern das Ich, das sie am nächsten Tag sein werden. Dem zu gefallen, können sich nur wenige entschließen. Sie sagen sich beispielsweise: „Warum soll ich jetzt dieses hübsche und überaus gesellige Saufgelage verlassen und schon nach Hause gehen, mir brav die Zähne putzen und mich zeitig schlafen legen, nur damit sich der, der ich morgen bin, gut, frisch und ausgeruht fühlt? Was tut das blöde Arschloch denn für mich? Meckert höchstens aus der Zukunft in mein Leben und verdirbt mir die schönste Sauferei.

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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
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