A-Flashmob - Nachwort zum Gedränge im Internet

lso, eigentlich sollte alles gelingen, wenn die Generalprobe daneben geht. Mit solchen technischen Problemen wie am Montag hatten Eugene Faust und ich nicht gerechnet. Was genau auf der Plattform twoday.net passiert ist, lässt sich nicht sagen, aber dass es über Stunden unmöglich war, ein A hochzuladen oder einen Kommentar zu schreiben, hat den A-Flashmob stark ausgebremst, so dass die Vorfreude beinah das schönste Erlebnis war.

Das schier unendlich große Internet mit seiner gewaltigen Kapazität täuscht darüber hinweg, dass für den Einzelnen gar nicht so viel Performanz zur Verfügung steht. Die vorab eher launig vermuteten rauchenden Server waren tatsächlich dem Ansturm von gleichzeitigen Veröffentlichungen in fast 100 Blogs und dem sich daraus ergebenden Hin und Her nicht gewachsen. Dass es solche Probleme häufig gibt, bestätigt ein Bericht der Universität Hamburg. Derzeit habe ich noch immer diese Perfomanzengpässe im WP-Teppichhaus.

Betonen möchte ich, dass es nicht darum ging, das herauszufordern, anders als bei Flashmobs, die etwa den Ansturm auf eine Mc-Donalds-Filiale zum Ziel haben. Lernen kann man daraus, dass es nicht nur schwierig ist, individualistische Blogger zu einem Netzwerk zu vereinen, sondern dass die Kapazitäten für die soziale Vernetzung in diesem Ausmaß gar nicht da sind.

Ein soziales Netzwerk von etwa 100 Bloggern ist allerdings auch kaum noch zu überschauen. Ich habe bislang die meisten Einträge nur ansehen, aber längst nicht alle kommentieren können, was aber auch daran liegt, dass beim Kommentieren so immens lange Wartezeiten entstanden und mancher Kommentar dann letztlich gar nicht übermittelt wurde.

Der A-Flashmob war ein soziales Internetexperiment. Zu den theoretischen Hintergründen habe ich an verschiedenen Stellen in der Wordpressfiliale des Teppichhauses geschrieben. Danken möchte ich allen, die sich für die Idee haben begeistern können. Es hat hoffentlich trotz aller Probleme Spaß gemacht.

In diesem Sinne,
lieben Gruß,
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