Vom Klingeln und Klopfen

Wenn, als ich jung war, geklingelt oder geklopft wurde, ward ich vergnügt, denn ich dachte, nun käme es. Jetzt wenn es klopft, erschrecke ich, denn ich denke: “da kommt’s” (Arthur Schopenhauer, 1822)

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Einiges über Schreibautomaten und automatische Autoren

Nachdem der Freund und werte Blogkollege Herr Leisetöne alias Shhhhh mit einem Beitrag eher ungewollt die Diskussion zum Thema automatische Texterzeugung angestoßen hat, bin ich in die Tiefen des Teppichhausarchivs abgetaucht, habe den folgenden dazu passenden Text hervorgeholt, entstaubt, frisch redigiert und typografisch angepasst. Vorsorglich versichere ich, dass er von mir selbst im Jahre 2006 fürs Teppichhaus Trithemius verfasst und nicht, wie böse Zungen behaupten, von einer Horde Affen an Schreibmaschinen durch wildes Herumhämmern auf den Tasten per Zufall erzeugt wurde.

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Austrocknende Gedanken über Wasser

Der Text hier ist leider unter der Sonne eingetrocknet, versumpft quasi ohne Pointe. Dabei fängt er mit einer Erkenntnis an: Das ausgedehnte System der Teiche und Kanäle im hannoveranischen Georgengarten ist aus einem Altarm der Leine entstanden, vermutlich nicht durch Austrocknung, sondern durch Baumaßnahmen bei der Anlage des Parks im 19. Jahrhundert. Ein Altarm, der zum Teich gemacht wurde, ist von den Gewässern die allertraurigste Erscheinung. Was einst stolz geflossen und manchmal frech über die Ufer getreten ist, kann jetzt nicht mehr weiter, ist abgeschnitten von Erneuerung, steht nur noch da, trübt sich ein und verschlammt.

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Neues aus der Trendforschung

Ansturm der Jugend, Gedränge im Internet,
das sollte man gesehen haben

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Ein Bild und seine Gedichte (8) ja!-ja!-ja!

Neues Bild und neue Einladung, es zu bedichten ...

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Nützliche Betrachtung einer Wiese

Wenn ein Kind eine Wiese malen will, dann taucht es den Pinsel in grüne Farbe und malt eine Fläche aus. Im Vergleich mit der realen Wiese ist es eine ahnungslose Abstraktion, die Reduzierung auf ein hervorstechendes Merkmal. Physikalisch verhält es sich so: Das Gras der Wiese absorbiert vom Sonnenlicht alle Farben des Spektrums und reflektiert das Grün, das wir sehen, weshalb Grün die einzige Farbe ist, die die grüne Wiese nicht hat. Noch abstrakter als die gemalte Wiese ist unsere sprachliche Erfassung der Welt. Wir hängen an den differenzierten Mikrokosmos das Etikett „Wiese“, als wäre damit alles gesagt. Überhaupt, die Erscheinungen mit Begriffen zu belegen, gleichsam Namensschildchen daran zu kleben wie Sonne, Wiese, Teich, mein Schuh kommt mir dreister und ignoranter vor, als würde ein vermeintlich blinder Maulwurf seine Schaufelhändchen in Fingerfarbe tauchen und einen Spaten malen. Ja, der Maulwurf hat tatsächlich Händchen, Klauen mehr, obwohl uns sein Name glauben macht, er würde die Erdhügel in der Wiese mit dem Maul aufwerfen.

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Zwei Mädchen am Teich und was über Dünndruckprospekte

Zwei Mädchen sitzen vergnügt auf der Wiese und unterhalten sich. Obwohl sie gut einhundert Meter weit weg sind, ist eines von ihnen dauernd zu hören. Es hat eine Stimme wie ein Rasierklinge. Und wie eine Rasierklinge durchaus hübsch anzusehen ist, wenn sie von der Sonne ins rechte Licht gesetzt wird, so tönt die Stimme ebenso wohlklingend durch die Mittagshitze herüber. Trotzdem fühle ich mich gestört. Wie der Wind im dichten Laub der Bäume rauscht, das kann ich leicht ausblenden. Ich ignoriere sogar, dass es von einem der Schnellwege herüberdröhnt, mit dessen Lärm Hannovers durchgeknallte Stadtplaner jeden Einwohner an jedem Ort der Stadt bedacht haben, als würde der Lärm zur Grundversorgung gehören wie Wasser und Strom. Dieses anhaltend leise Dröhnen auszublenden, ist eine leichte Übung. Doch der Rasierklinge gelingt es immer wieder, das Bollwerk meiner inneren Sammlung zu durchschneiden, weil das Mädchen stets unverhofft spricht, nämlich grad so wie der Wind ihm die nackten Zehen kitzelt.

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Einiges über mein Galaktisches Betriebssystem

VORSICHT! Dieser Text wurde im Wartezimmer eines Kieferchirurgen geschrieben. An der Wand gegenüber hängt eine virtuose Spachtelarbeit in Blau, Stumpfweiß und Schwarz. Sie zeigt eine Steilküste von halbschräg oben, wie man sie von Südengland kennt, zentral und fluchtend drei Abbrüche wie von Kreidefelsen, von links die Wiesen, die bis an die Abbrüche ragen und mit einigen Weidepfählen begrenzt werden, rechts unten die See. Die sehr dünne Frau neben mir auf dem schwarzen Ledersofa hat keinen Blick dafür. Sie wirkt nervös und ängstlich. Ich lenke mich ab, indem ich diesen Text hier in mein Moleskine-Büchlein kritzele.

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Irgendwann erreichte der Brief, wenn auch nach sehr...
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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
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