Fräulein Petrol

Ist Fräulein Petrol etwas zugestoßen, ist sie etwa krank? Oder ist sie einfach nur umgezogen? Das wäre freilich nicht unbedingt zu ihrem Schaden, denn das düstere Nachbarhaus, in dem Fräulein Petrol wohnt, hat keine guten Schwingungen. Wochen schon hatte ich mich nach ihrem Verbleib gefragt, ja, mich ehrlich gesorgt. Doch vor einigen Tagen, es regnete in Strömen, da kam Fräulein Petrol rauchend den Fußweg hoch, eine helle Tasche mit offenbar geringem Einkauf geschultert, die glühende Zigarette zum Schutz vor dem Regen in der hohlen Hand verbergend. Dann stellte sie sich kurz bei den Bäumen unter und rauchte hastig.

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Wie süß! Dieses Katzenbild müssen Sie unbedingt gesehen haben! - Volontär Schmocks Trendkompass

Liebe Leserin! Liebe Leserin! Lieber Leser! lieber Leser!

Was ist eigentlich Content? Eine Weile habe ich gedacht, Content wäre nur ein Synonym für Inhalte im Internet, beispielsweise in Blogs. Inzwischen weiß ich „Content“ ist etwas ganz anderes. Content ist darauf angelegt, möglichst hohe Aufmerksamkeit zu generieren und vor allem viral, also ansteckend zu sein. Viraler Content verbreitet sich über die sozialen Netzwerke, indem er geteilt, geteilt und wieder geteilt wird. Man kennt es vom berüchtigten Katzencontent. Der ist im hohen Maß viral, weit über das Internet hinaus.

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Der Herausgeber hat das Wort – nicht in Käse geritzt

Liebe Leserin! Liebe Freundinnen und Freunde dieses Blogs!

Ein Teppichhaus zu betreiben ist harte Arbeit. Schon mitten in der Nacht fängt sie an. Mir fällt eine hübsche Wortwendung ein oder die Ausgangsidee für dieses Editorial hier, obwohl ich eigentlich endlich zu Bett gehen wollte oder nur mal aufstehen und kurz was machen, – etwa aus dem Fenster schauen, um zu sehen ob der angekündigte Regen niedergegangen ist. Dann denke ich: “Och, die Idee weiß ich morgen früh noch!” und lege mich hin. Geschissen! Denn ich weiß am nächsten Morgen nichts mehr! Noch nicht mal, dass ich in der Nacht eine Idee hatte. Deshalb endet das Editorial an dieser Stelle – wegen morgendlicher Gedankenleere.


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TV-Kritik: Oli Kahns Dirndl und ein Lümmel in Warnjacke

„Danke, Uli Hoeneß! Wird die Steuermoral jetzt besser?“, fragte Sandra Maischberger in ihrer Talkrunde am Dienstag und hatte sich eingeladen den ehemaligen Finanzminister Erwin Huber, den Comedian Ingo Appelt, die Ex-Oli-Kahn-Freundin Verena Kerth, die “taz”-Chefredakteurin Ines Pohl, den ehemaligen Steuerfahnder Dieter Ondracek und den “Wirtschaftswoche”-Chefredakteur Roland Tichy. Diese Besetzungsliste entnahm ich eben der ARD-Mediathek.

Schon der Titel der Sendung ließ aufhorchen. Offenbar bastelt man am neuen Image von Hoeneß. Er ist der reuigen Steuersünder, der mit seinem „Riesenfehler“ beladen, aber erhobenen Hauptes ins Gefängnis einzieht, weil er, wie wir jetzt glauben sollen, Deutschland einen Riesendienst geleistet hat, nämlich dass die Steuerehrlichkeit zunimmt.

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Dem Deutschen fehlt ein Verb


Im Niederländischen gibt
es zum Substantiv dal (Tal) das Verb dalen, dessen Entsprechung im Deutschen fehlt. Hier gibt es nur das Verb sinken entsprechend dem Substantiv Senke. Wenn ein deutschsprachiger Radfahrer den Gipfel eines Gebirgspasses erklommen hat und an der Talfahrt beginnt, kann er nur abfahren, besser nicht sinken, denn das würde die Vermutung aufkommen lassen, dass er in der Straße versinkt. Während Deutsche, Österreicher und Schweizer sich noch aus der Straßensenke frei strampeln müssen, kann der Niederländer derweil bequem dalen. Wie ungerecht!

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Flaschensammler, soziale Kälte und Pfandkisten

Auch in Hannover sieht man neuerdings Pfandkisten an Laternenmasten, oberhalb von städtischen Abfalleimern. Sie werden bundesweit von einer Limonadenfirma verbreitet und gehen zurück auf die Initiative „Pfand gehört daneben“, die sich ein Mann namens Matthias Gomilla, Artdirector einer Berliner Werbeagentur, im Jahr 2011 ausgedacht hat. Die Idee: Pfandflaschen sollen nicht mehr im Mülleimer landen, sondern daneben gestellt oder in die Pfandkisten gesteckt werden, damit die Flaschensammler nicht im Abfall wühlen müssen.


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Steifbeinig im Regen und Müllsammeln aus Leidenschaft

Zu den Mysterien meiner Straße gehört der lange Mann mit dem steifen Bein. Meistens ist er mit einer Frau unterwegs. Beide sind ausgesucht gut gekleidet. Fast immer trägt er einen Stoffbeutel in der linken Hand, die Schlaufen um den Handrücken gewickelt. Mit der freien Rechten hebt er Abfall auf. Er kann sich nicht gut bücken, wie überhaupt das steife Bein ihn behindert. Wenn er die Treppen des Fußwegs steigt, dann tritt er so unsicher und wankt dermaßen, dass ich oft fürchtete, er werde hintüber kippen. Auch die Frau liest Müll auf, wie er mit bloßen Händen. Deshalb und wegen ihrer unpassenden Kleidung wirkt die Müllsammelei immer ungeplant.


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Starke Verben und kristalline Regenbögen im Vogelfrei

Gestern Abend war es voll im Vogelfrei. Herr Leisetöne hatte zum Glück unseren Tisch reserviert. Als ich eintraf, saß er schon am Kopfende, das Fenster im Rücken, und las angestrengt. Was er las, habe ich nicht wahrgenommen, denn am Nebentisch biss eine Blondine gerade von einem Stück Regenbogen ab. Ich habe schon allerhand gesehen, aber noch nie sah ich eine Blondine derlei tun, nicht mal eine Rothaarige und erst recht keine Brünette. Da aber die anderen ringsum den Vorgang ignorierten, Leisetöne noch nicht einmal aufsah, schob ich mich auf die Bank an der Breitseite des Tisches, wo ich immer sitze, mit dem Rücken zur Wand.

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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
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Danke.
Danke.
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