Brasilianischer Hype – Ein Mädchen wird verrückt gemacht

Wenn heute Abend um 22:00 Uhr Belgien gegen Südkorea Fußball spielt, werden die Kameras nicht nur dem Spielverlauf folgen, sondern unter den Fans der belgischen Rode Duivels auf den Rängen die 17-jährige Lateinstudentin Axelle Despiegelaere aus Westflandern suchen. Axelle Despiegelaere war beim Spiel Belgien-Russland den Kameraleuten und Fotografen aufgefallen und wegen ihrer natürlichen Schönheit in die Medien geraten. Fotos von ihr wurden millionenfach auf Twitter, Instagram und Facebook geteilt und sie wurde über Nacht weltberühmt. Die flämische Zeitung Het Laatste Nieuws zitiert das verunsicherte Mädchen:

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Der Herausgeber warnt vor zirkulierenden Informationen!

Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Freundinnen und Freunde dieses Blogs!

Das Lesezirkelangebot in Wartezimmern habe ich schon immer verschmäht und zwar aus vier Gründen: Erstens ekelt mich der Inhalt der meisten Zeitschriften an, zweitens kann ich nicht leiden, habe ich trotzdem gerade einen Artikel zu lesen begonnen, plötzlich aufgerufen zu werden und einen angelesenen Textfetzen im Kopf zu haben, drittens ergibt sich weiter unten, und viertens hat mich schon immer die Frage umgetrieben, wie die Ärzte verhindern, dass ihre Patienten sich über die ausliegenden Zeitschriften gegenseitig anstecken. Schließlich werden viele Infektionskrankheiten über Tröpfchen- oder Schmierinfektionen übertragen.

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Kabinenbesuch im Zirkus des schlechten Geschmacks

Die Lehrmeister, die Musterschülerin und ihre Deppen

Angucken ...
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Lassen Sie uns über Postbank-Orthographie reden

Das Verkündigungsmedium in Schule und Hochschule ist noch immer die Wandtafel. Einem Wort, das vor den Augen der Lernenden an die Tafel geschrieben wird, haftet Suggestivkraft an. Darum gilt eine pädagogische Regel, dass Lehrkräfte niemals absichtlich Fehler an die Tafel schreiben sollten. Was orthographisch richtig oder falsch ist, hängt von der Vereinbarung der Schreibregeln ab. Oft lässt sich ein Fehler nur erkennen, wenn man die vereinbarte richtige Schreibweise kennt. Schreibt man einen solchen Fehler an die Tafel, prägt sich die falsche Schreibweise bei Lernenden ebensogut ein wie jede andere.

In der Gifanimation ist ein von mir schlecht geknipster Aushang der Postbank zu sehen, der den Anlass für diesen Text hier bietet.

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WM-Fiebersenkung - Schmocks Trendkompass

BILD, das Zentralorgan für die allgemeine Befindlichkeit hat ja schon letztens mit einer kostenlosen Lieferung alle deutschen Haushalte mit dem WM-Fieber anstecken wollen. Davon haben sich die zahlreichen Verächter der BILD schon mal nicht infizieren lassen. Insgesamt scheinen die Korruptionsskandale der FIFA, die Vergabe der WM an Katar, der Streit zwischen den DFB-Bossen Zwanziger und Niersbach, Beckenbauers Vollsperrung durch die FIFA, die Zustände und Proteste in Brasilien, das ganze unappetitliche Drumherum also die Begeisterung der Fußballfreunde schwer zu dämpfen. Weil das Fieber hernieden so gar nicht richtig steigen will, titelt BILD.de „WM-Fieber im Weltraum“ und zeigt ein Video von Astronauten in der Raumstation ISS bei blödsinnigen schwerelosen Torwartparaden. Das „auch“ in der Behauptung aus dem Off: „Das WM-Fieber hat auch den Weltraum erfasst“, zündet aber noch nicht. „Von mir aus“, denkt der Mann auf der Straße, den die Erdenschwere drückt, und BILD.de rudert zurück mit der Meldung „Kein WM-Fieber im bayerischen Einzelhandel.“

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Im Reich der Philosophen – 100 Jahre Weltformat

“Ich gab einmal einem jungen Engländer, den ich in Algebra unterrichtete, die Aufgabe auf, einen Bogen Papier zu finden, bei dem alle Formate als forma patens (…) einander ähnlich wären. Nach gefundenem Verhältnis wollte ich nun einem vorhandenen Bogen eines gewöhnlichen Schreibpapiers mit der Schere das verlangte Format geben, fand aber mit Vergnügen, daß er ihn würklich schon hatte. (…) Die kleine Seite des Rechtecks muß sich nämlich zu der großen verhalten wie 1: √2 oder wie die Seite des Quadrats zu seiner Diagonalen. Die Form hat etwas Angenehmes und Vorzügliches vor der gewöhnlichen. Sind den Papierform-Machern wohl Regeln vorgeschrieben, oder ist diese Form durch Tradition nur ausgebreitet worden?”
(Georg Christoph Lichtenberg am 22.10.1786 in einem Brief an den Philosophen und Ökonom Johann Beckmann)

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Frohe Pfingsttage trotz Ärger mit dem Alphabet

ES IST EINE RIESIGE ENTTÄUSCHUNG. ZUERST MUSSTE ICH VOR DER ANSTEHENDEN WELTMEISTERSCHAFT DAS GANZE MITTELFELD DER KLEINBUCHSTABEN WEGEN VÖLLIG ÜBERZOGENER GAGENFORDERUNGEN BEURLAUBEN, DANN VERLETZTEN SICH DIE VOKALE EUIO BEI EINEM KOMPLETT SINNLOSEN SPONSORENTERMIN; WODURCH WRTZP JETZT BEDEUTUNGSLOS IM RAUM HÄNGEN. MIT DEN KRÜCKEN YXCVBNM ALLEIN LÄSST SICH ABER BEIM BESTEN WILLEN NICHTS ORDENTLICHES SCHREIBEN, WESHALB ICH JETZT DER 2. MANNSCHAFT EINE CHANCE GEBEN MUSS. EINZIGER NACHTEIL: DEREN BOTSCHAFT IST ZWAR HÜBSCH, ICH KANN SIE ABER NICHT LESEN


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Engel in brauner Suppe

Meistens am Sonntag führt mich mein Fußweg auf den Lindener Berg. Ich kann ihn von meiner Wohnung rasch und ohne große Vorbereitung erreichen, das heißt, man kommt ohne Steigeisen hinauf. In anderen Gegenden würde man diesen nur 35 Meter hohen Hubbel nicht Berg nennen, aber es gibt in Hannover sogar einen Berggarten, der vollends flach ist und seinen Namen von einem abgetragenen Sandberg hat. Linguistisch interessant ist der Flurname „Am Lindener Berge“, mit dem Dativ-e, das die deutsche Sprache weitgehend verloren hat. Wo der Lindener Berg nicht Schrebergartenkolonie ist, überhöht „Lindener Alpen“ geheißen, erstreckt sich der Lindener Bergfriedhof, korrekt „Stadtfriedhof Am Lindener Berge“. Der Friedhof wurde 1862 eingerichtet und ist seit 1965 „außer Dienst gestellt“. Er hat einen prächtigen alten Baumbestand, in dem zahlreiche Vogelarten ihre liebe Lust haben.

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Auf einer Seite setzen...
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Danke.
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