Inspirierender Merzmensch

Auf dem Allstadtflohmarkt schiebe mich unter einer brennenden Sonne durch die Menschenmasse zwischen den Ständen. Es ist blöd, etwas gezielt zu suchen, wenn ringsum die Bummler und Gaffer kaum vorwärts kommen und Männer wie Frauen, am liebsten in Paaren, im Weg rumstehen und alten Pröll bestaunen, den sie aber nicht kaufen wollen. Ich hingegen suche einen Stand mit alten Postkarten, weil ich mich Freund Merzmensch eingeladen hat, mich an seinem archäologischen Projekt
"Inspiring voyeurism"
zu beteiligen.



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Das erste hätte so bleiben können – Fährmannsfest in Linden

Gegen Mittag werde ich von einer leisen Unruhe gemahnt, ich müsse hinaus und mich draußen bewegen. Ich öffne mehrmals ein Fenster und schaue hinaus. Der Wind, der an der Front der Häuser von Westen vorbeistreicht, trügt. Es ist, als ich vor die Tür trete, heiß und drückend. Trotzdem schreite ich aus, auf der Schattenseite den Kötnerholzweg hinunter, biege in die Velberstraße ein, überquere die belebte Limmerstraße und gehe weiter über die Leinaustraße zum Kulturzentrum Faust. Es findet auf dem Gelände allsonntäglich ein Flohmarkt statt. Einige Händler bauen schon ihre Stände ab. Meinetwegen! Ich will sowieso nichts kaufen.

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Konnotationen ² und Akzeptanz der Orthographie

„Ich weis schier nicht, was daraus werden will zu letzt, ich zu meinem theyl wais schier nicht, wie ich meine Schulers leren sol, der vrsachen halben, das yetzunder, wo ynser drey oder vier Deutsche schreibers zusamen koment, hat yeder ein sonderlichen gebrauch. Der ein schreibt ch, der andere c, der dritte k, wollte Gott, dass es darhyn komen möchte, das die Kunst des schreibens einmal wieder in rechten prauch komen möchte“,

schreibt der Schreibmeister Hans Fabritius im Jahr 1531 in seinem Büchlein: etlicher gleichstymender worther, aber ungleichs Verstandes

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Killerketchup - Warum die Menschheit sterben musste

Ein burleskes Literaturprojekt


1
Verschiedene Hobbyastronomen entdeckten eine Tomate, die den Globus im Orbit umkreist. Nachdem sie wichtige Kommunikationssatelliten gestreift hatte, beschuldigten die USA den Bösewicht Putin, die Tomate hoch geschickt zu haben. Putin schwieg zunächst, ließ aber im russischen Staatsfernsehen ein Video verbreiten, auf dem er mit nacktem Oberkörper eine Tomate in der Hand zerquetscht und erklärt, er hasse schwule Tomaten und wünsche sie alle zum Mond. Die verwirrende Nachrichtenlage ausnutzend meldete Nordkorea, der großartige Führer Kim Jong-un habe die Tomate persönlich hoch geschleudert, ihr mit der wunderbaren Kraft seines gottgleichen Armes die Geschwindigkeit von 11,8 KM/sec verliehen, die bekanntlich notwendig ist, die Anziehungskraft der Erde zu überwinden, und damit das glorreiche Raumfahrtprogramm Nordkoreas begründet. US-Präsident Obama brüstete sich bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus damit, die NASA könne Ketchup aus der Tomate machen, wenn er den Befehl dazu gebe, was wiederum den Verdacht nährte, die USA hätten heimlich im Weltall ein todbringendes Waffensystem installiert. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel erklärte, Deutschland sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, und die Tomate, wenn sie denn mal runterkäme, in einem Salzstock zu versenken. Sie wolle ihren amerikanischen Freunden aber nicht vorgreifen. Ketchup wäre ja auch ganz lecker.

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Konnotationen² – über Bildwerte unserer Schrift

Zum Einstieg in ein faszinierendes Thema ist ein wenig Theorie nötig. Ich muss das mal aufschreiben, um mir selbst freie Sicht zu verschaffen auf ein weitgehend unbeackertes, großes Feld. Lange habe ich mich gewundert, dass die Linguistik sich selten bis nie mit bildhaften Aspekten der Schrift beschäftigt. Heute weiß ich, woran es liegt. Die Vernachlässigung geht auf den Vater der strukturalistischen Linguistik, Ferdinand de Saussure, zurück. Für Saussure ist die Schrift ein sekundäres Zeichensystem und hat sich nicht einzumischen, wenn Erwachsene sich mit Sprache beschäftigen.

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Lesen im Pataphysischen Seminar

Von der Schwierigkeit zu lernen.
Aus der Reihe: Kurzromane

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Ein Anflug von Bräune auf den Beinen der Bräute

Regen in der Nacht hat Kühlung gebracht. Schon gestern gegen Abend war die Hitze erträglich gewesen. Eine Wolkenschicht verbarg die Sonne, und es ging etwas Wind. Während der Gluthitze Tage zuvor war ich kaum aus dem Haus gegangen und hatte mich stets auf die Heimkehr gefreut. Dieses alte Haus empfängt dich noch lange kühl. Nach mehreren Tagen „Weltmeistersommer“ (Bild) ist der Schritt in den Hausflur zwar noch immer eine Erleichterung, aber in den Zimmern meiner Wohnung beginne ich zu schwitzen.

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“Eins, zwei, drei!” Udo singt für die geliebte Führerin

Pressekonferenz. Wir hören aus dem Off Herrn Udo van Kampen, ZDF-Reporter und Leiter des ZDF-Studios in Brüssel. Es handelt sich vermutlich um seinen Bewerbungsgesang für das Amt des Lobhudlers der Bundeskanzlerin. Noch wird er aber nicht von der Bundesregierung bezahlt, sondern von den Zwangsgebührenzahlern der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Die Nachrichtenagentur Reuters hat diese Sternstunde des kriecherischen Journalismus (kotz, würg) im Video dokumentiert.


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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
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Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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