Auf Militärschrott lässt sich gut trommeln

Seit Wochen werden wir mit medialer Kriegspropaganda überschwemmt, wird gefaselt von der neuen kriegerischen Verantwortung, die Deutschland übernehmen müsse. Plötzlich kommt in der vergangenen Woche die Nachricht von Ausrüstungsmängeln bei der Bundeswehr auf den Tisch. Keine Zeitung, keine Nachrichtensendung ohne neue Hiobsbotschaften von fluguntauglichen Hubschraubern, veralteten Transportmaschinen, von einer „kaputt gesparten Bundeswehr“. Die Journaille reagiert mal wieder besinnungslos und reicht als Fakt weiter, was ebenso gut von den PR-Abteilungen der Bundeswehr oder der Waffenindustrie lanciert sein könnte.

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Endlich! Das Niveau am Teppichhaus wird abgesenkt

Der Bürgersteig vor dem Teppichhaus war lange Zeit ein Flickenteppich. Kürzlich ist er ziemlich aufwändig neu gemacht worden. Die Flicken aus Asphalt wurden mit einem Bagger aufrissen, der Schutt abgetragen, ein Kiesbett gelegt, ein Sandbett bereitet, die Kantsteine wurden neu gesetzt, der Bürgersteig auf Länge der Straße mit Betonplatten gefliest. Die Straßenbäume bekamen eine neue, großzügige Einfassung. Gestern Morgen rückten fünf Arbeiter vom Tiefbauamt mit schwerem Gerät an und rissen den Bürgersteig vor der Einfahrt wieder auf wie eine frisch verheilte Wunde.


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Schmocks Trendkompass – alles selbstgenäht

Heute war in meinem Spam-Ordner eine Mail mit dem Betreff „wichtig“. Ich habe sie unbesehen gelöscht. Armes Wort. Es hat es immer schwer gehabt. Ist es doch schon früh verwaist. Das Adjektiv „wichtig“ stammt ab von dem im Mittelhochdeutschen untergegangenen Substantiv Wicht (engl. weight) und der hochdeutschen Präfixbildung „Gewicht“. Sein unangenehmer Onkel ist der Wichtigtuer. Auch der blödeste Spammer sollte inzwischen gemerkt haben, dass wichtig längst eine negative Konnotation hat und sich vorab schon als Lüge entlarvt, wenn es an einer E-Mail klebt, die bekanntlich überhaupt kein Gewicht hat.

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Der Chinese in mir lacht noch nicht

Obwohl ich schon eine Weile auf diesem Planeten herumlaufe, tue und erlebe ich immer noch Dinge, die ich nie zuvor getan oder erlebt habe. Gestern ließ ich mich beispielsweise akupunktieren. Als ich noch in Aachen lebte, da liebte ich eine Frau, die das wegen chronischer Beschwerden alle vier Wochen mit sich tun ließ. Ich habe sie oft begleitet, denn ihr Akupunkteur hatte seine Praxis in der schönen niederländischen Stadt Maastricht. Ich brachte sie bis zur Tür, sah sie reingehen und holte sie wieder ab. Über die Behandlung mochte sie nicht gern reden. Deshalb hatte ich auch bislang keine Vorstellung von Akupunktur.

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Einiges über das menschliche und das technische Maß

Neulich ist mir aufgefallen, wie ich mir Entfernungen räumlich vorstellbar mache. Ich greife zurück auf frühe, quasi kindliche Erfahrungen. Zwischen unserem Dorf und dem Bahnhof des Nachbardorfes lagen zwei Kilometer. Die Strecke bin ich gegangen, wann immer ich mit dem Zug fahren wollte, beispielsweise nach Köln. Die Entfernung nach Köln betrug 20 Kilometer. Bei klarer Sicht konnte man über die Felder hinweg ganz schemenhaft den Kölner Dom sehen. Die Kreisstadt Grevenbroich war zwölf Kilometer entfernt. Da war das Freibad, und ich bin mehrmals mit dem Fahrrad hingefahren. Zum Kloster Knechtsteden mit seiner Klosterschule radelte man sechs Kilometer.

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Joachim Gauck, der kriegerische Präsident

Großdeutsches Kino im Teppichhaus Trithemius!
Teil 1 & 2

Eintritt hier
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Nicole hört auf sich selbst

Es ist gewiss ein Vorurteil, und ich bin erstaunt, dass es noch bestätigt wird, aber die Friseurin, die mich am Samstagvormittag nach langer Wartezeit in den Frisurstuhl bittet, stellt sich vor mit Nicole. Früher, ja früher habe ich gedacht, dass Nicole der passende Name für eine Friseurin ist, aber jetzt denke ich das nicht mehr. Die Zeit rollt über alles hinweg, auch über die Moden von Vornamen. Und dann kommt diese junge, ranke Frau, reicht mir die Hand und stellt sich vor mit Nicole. Und ist nicht mal blond. Na gut. Ich lasse mir nichts anmerken. Nach etwa zwanzig Minuten bin ich recht zufrieden mit Nicoles handwerklicher Leistung.

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Beobachtung einer versuchten Brandstiftung

Eine Weile schon reibe ich mir allmorgendlich die Augen angesichts der erstaunlichen Eskalation des Ukraine-Konflikts. Was geht hier vor? Und warum sind unsere Medien voller Kriegspropaganda? Was die Gründe für die atemberaubende Entwicklung angeht, komme ich überhaupt nicht mehr mit, Information und Desinformation zu trennen. Der Eindruck der Desinformation drängt sich auf, weil vieles völlig ungereimt erscheint.

Verdächtig ist die Sprachverwendung. Während wir es bei den Terrormilizen in Syrien und im Irak mit einem ganzen Staat zu tun haben, anfangs war noch die Rede von ISIS, diese zu harmlos klingende Vokabel wurde aber bald ersetzt durch das Akronym IS (Islamischer Staat), wird im Fall des Ukraine-Konflikts alles auf eine Einzelperson konzentriert „STOPPT PUTIN JETZT“ „Was will Putin?““ Putin ist kein Partner mehr – er ist Gegner“ Es wird der Eindruck erzeugt, wir hätten es nur mit PUTIN zu tun, einem halbnackt herumreitenden Diktator mit Hang zur Selbstinszenierung, den die NATO mit Blattschuss vom Pferd holen kann.

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Teppichhaus Trithemius / Teestübchen Trithemius

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Irgendwann erreichte der Brief, wenn auch nach sehr...
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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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