Bundeswehr kriegt keinen hoch – Was is nun, Von der Leyen?

Nicht leicht hat es die verhinderte Kriegsministerin Ursula von der Leyen. Zuerst hatte sie gemeinsam mit dem bigotten Bundespräsidenten Joachim Gauck die großdeutschen Hoffnungen der kriegslüsternen Journaille geschürt, hatte sich als Feldherrin im Morgengrauen inszeniert, dann aber stellte sich heraus, dass die Bundeswehr wegen blamabler Ausrüstungsmängel den großmäulig verkündeten Ansprüchen überhaupt nicht genügen kann. Nun dreschen alle auf sie ein. Horst Seehofer wirft ihr schlechten Stil vor, weil sie den desolaten Zustand der Bundeswehr ihrem Vorgänger zu Guttenberg in die gelackten Schuhe schieben wollte, den die CSU aber gerne in alter Strahl- und Blendkraft wieder auferstehen lassen möchte. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel empfiehlt ihr, sie solle weniger Fototermine wahrnehmen, sondern einfach ihre Arbeit tun.

Am 13.10.2014 hatte das ZDF Ursula von der Leyen in die Sendung „was nun?“ geladen, wo Chefredakteur Dr. Peter Frey und die Leiterin des Berliner Hauptstadtstudios des ZDF, Bettina Schausten, sie wegen der allgemeinen Enttäuschung (“Wir wollen ja so gerne, aber können nicht!”) mit bohrenden Fragen löchern wollten.

Sehen Sie hier einen spektakulären Ausschnitt, bearbeitet vom gewissenlosen Teppichhaus-Volontär Hanno P. Schmock:
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Tatort "Im Schmerz geboren" – Schon der Titel geht in die Hose

Der letzte Tatort “Im Schmerz geboren” mit Ulrich Tukur scheint sehr gut gefallen zu haben. Seine Vorauskritiken waren Jubelarien, und hinterher wurde ihm bescheinigt, nicht minder als genial gewesen zu sein. Die Journaille fühlte sich an Filme von Tarantino und Truffaut erinnert, wegen der vielen Leichen und der Dreiecksgeschichte im Vorleben von Kommissar und Gegenspieler, entsprechend Truffauts ménage à trois im Nouvelle-Vague-Klassiker “Jules et Jim” . Weitere Anleihungen und Filmzitate listet Spiegel online begeistert auf. Das alles konnte und kann man freilich auch als Warnung lesen, dass nämlich Florian Schwarz, der Regisseur des Tatorts, und sein Drehbuchautor, Michael Proehl, in geliehenen und viel zu großen Schuhen daher stolpern. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich solch hochgefürsteten Kitsch verabscheue.

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Gefährliche Gedanken

Meistens habe ich keine Gedanken oder belanglose Alltagsgedanken, aber manchmal habe ich Gedanken, die sich später als gefährlich, zumindest aber als höchst lästig erweisen, weil sie etwas Blödes heraufbeschwören. Gestern klingelte es an meiner Wohnungstür. Da stand eine Frau im Treppenhaus und sagte: „Sie wissen sicher, dass Strom immer teurer wird. Ich kann Ihnen eine Alternative anbieten. …“ Ich unterbrach: „Von welchem Anbieter kommen Sie?“, und sie nannte mir ihren Verein. Indem sie anhob, weiter auf mich einzureden, sagte ich: „Ich schließe grundsätzlich nichts an der Wohnungstür ab. Schicken Sie mir ein schriftliches Angebot!“

„Aber dazu bin ich ja hier. Ich will Ihnen doch helfen“, sagte sie.
Ich bedankte mich höflich, und sie antwortete schnippisch: „Da nich für!“

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Eine Hundemama, ein Radfahrer, fünf Hunde und ein Zeh

Eine Frau ist mit vier kleinen Hunden und einem Schäferhund auf einem zum Fußweg offenen Spielplatz. Plötzlich beginnt der Schäferhund einen kleinen Hund zu jagen. Es geht rund und rund. Die Kreise der zwei streifen über den Fußweg und nähern sich dem Fahrradweg, auf dem gerade ein Radfahrer heranrolllt. Die Frau schreit den Schäferhund an „Sean! Sean!“ Als der Schäferhund geduckt an ihre Seite kommt, tadelt sie ihn: „Hast du nicht alle Latten am Zaun?“
Der Radfahrer hat der Hunde wegen anhalten müssen.

Radfahrer: Ihr Hund kann das nicht verstehen. Kein Wunder, dass er nicht gehorcht. Es erfordert ein hohes Maß an Intelligenz, von ‘Hast du nicht alle Latten am Zaun’ auf den gemeinten Inhalt zu schließen. Das können Sie ja nicht mal.

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Fest der deutschen Einheit in Hannover – aus begrenzter Sicht

In Hannover, so hört man, wurde zum Tag der Wiedervereinigung ein großes Fest gefeiert und zwar rund ums Rathaus, im angrenzenden Maschpark und drüben am Maschsee auch, wo schon mittags solche Menschenmassen signalisiert wurden, dass kein Durchkommen wäre. Es wäre auch viel Prominenz da gewesen, lauter Ehemalige. Ich habe ein Foto gesehen, wie sie in der ersten Bank der Marktkirche rumgesessen. Von denen war der geringste wohl der zum Rücktritt gezwungen wordene Exbundespräsident Dingens Wulff, neben der dem Trunk ergebenen Exvorbeterin der evangelischen Kirche, Tusnelda Käsmann. Dann machte sich da noch ein Mann breit, der mal Bundeskanzler gewesen war und sich Герхард Schröder mit Frau schimpft. Aus der Ex-DDR waren eine Frau Merkel und ein Herr Gauck angereist, weil sie nicht mehr durch eine Mauer daran gehindert werden konnten. Aus deren Sicht gewiss ein Grund zu feiern. Gastgeber dieser durchaus zweifelhaften Feier war ganz Niedersachsen, also ich auch, vertreten durch Ministerpräsident Kurt Weill, der zum Vereinigungsfest eigens eine Hymne komponiert haben soll, die aber leider nicht gespielt wurde.

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Zum internationalen Übersetzertag: Kamiel Kafka

Kürzlich, am 30. September, war der internationale Tag des Übersetzens. Aus diesem Anlass habe ich drei kurze Texte des flämischen Allroundkünstlers Luc Charles Zeebroek, besser bekannt als Kamagurka ins Deutsche übersetzt. Kamagurka ist ein Meister des absurden Humors. Man kennt ihn im deutschen Sprachraum fast nur durch seine schrägen Cartoons für Titanic, SZ und andere, nicht aber seine nicht minder skurrilen Texte. Hier also exklusiv im Teppichhaus ein Vorgeschmack, in der Hoffnung, dass sich bald ein Verlag für eine deutsche Ausgabe findet.

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Ein Fall fürs All – Das Raumschiff flog ziemlich tief

Teppichhaus-Humorkritik

Gestern abend gesehen: “Ein Fall fürs All” vom 30.09.2014 ZDF, Politsatire mit Urban Priol und Alfons. O-Ton ZDF: Sternzeit 2014: Die Kabarettisten Urban Priol und Alfons haben genug vom politischen Chaos auf der Erde und flüchten auf der Suche nach einer besseren Welt mit ihrem selbstgebauten Raumschiff in die unendlichen Weiten des Orbits. Nur einmal pro Monat kommen sie zu einer satirischen Stippvisite auf der Erde für einen 45-minütigen Aufenthalt vorbei. Urban Priol darf als Raumfahrer mit „Ein Fall fürs All“ weitermachen im ZDF. Nun hat sich der Aschaffenburger Kabarettist den Franzosen Alfons als Partner gesucht.

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Merkel hinter allen

Hilfe, Uschi in Not!

Ansehen!
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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
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Danke.
Danke.
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