Editorial – Terug van weggeweest

Liebe Leserin, lieber Leser!
Das Niederländische Adverb „terug“ bedeutet wie man sich denken kann „zurück“, aber auch „rückwärts“, weshalb die Rückkehr von einer Reise den Zusatz „van weggeweest“ bekommt. Gut drei Wochen bin ich weg gewesen, gehe nach meiner Rückkehr ein paar Schritte zurück und belebe das Teppichhaus wieder. Drei Wochen war ich quasi ohne Internet, habe in dieser Zeit viel mit der Hand geschrieben, und jetzt drängt es mich, aus den ungezählten Notizen etwas zu machen, bevor ich mich, wie im November angekündigt, neuen Aufgaben widme.

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Auszeit – Schauen Sie unter den Stein!

Du musst etwas schreiben, raunt es in mir. Du musst etwas hinterlassen, bevor du wegfährst, etwas wie eine Zettelbotschaft, die man unter einen Stein legt. Also dann, es ist noch früh am Morgen: „Sie werden sich nicht mehr an mich erinnern!“, sagt die Narkoseärztin, indem sie mir die Hand reicht. „Doch ich erinnere mich an Sie!“, widerspreche ich, muss aber nachfragen: „Wo haben wir uns gesehen?“ Sie war nicht bei mir, als ich anästhesiert wurde, ist nur für meine Schmerzen zuständig, nein, für das Gegenteil, ist mein Narkoseengel für die Nichtschmerzen. Später frage ich den Nachtdienst nach dem Namen meines Engels. „Dr. Lindenberg“. Aber ich habe keine Gelegenheit mehr, sie zu überraschen, indem ich sie mit ihrem Namen anrede. Die Klinik wirft mich schon am zweiten Tag wieder hinaus.


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Wahl in Griechenland

von Gregor Kritidis

Kaum war die Nachricht eingetroffen, daß in Griechenland für den 25. Januar 2015 Neuwahlen ausgeschrieben worden sind, reagierte die Bundesregierung: Via Spiegel ließ sie inoffiziell verkünden, dass im Falle eines Wahlsieges der Koalition der Radikalen Linken SYRIZA, ein Grexit – das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone – auf der Tagesordnung stünde. Diese Meldung wurde umgehend von Wirtschaftsminister Gabriel dementiert und gleichzeitig bestätigt: Zwar wolle man Griechenland in der Eurozone halten, ein Ausscheiden des Landes sei aber seitens der EU wirtschaftlich zu verkraften. Aus diesem Grund sei man nicht erpressbar und erwarte von der griechischen Seite Vertragstreue.

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Ein Herr Gniffke ist verärgert

Herr Dr. Kai Gniffke ist Verlautbarungsjournalist, als Chefredakteur der beinah regierungsamtlichen Tagesschau sogar der oberste Verlautbarungsjournalist. Er ist quasi der verlängerte Arm der Herrschenden. Weil er ihre Heilsbotschaft in die Welt sendet, weil er ihr Bild prägt, ohne das niemand von den Herrschenden je erführe, ist er sogar mehr als ihr verlängerter Arm. Fest glaubt er, der Schwanz zu sein, der mit dem Hund wedelt.

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Charlie Hebdo, Pegida, “Lügenpresse” und wir – Versuch einer Bestandsaufnahme

Nachdem die Solidaritätswelle „Ich bin Charlie“ abgeebbt und selbst der Prophet „Charlie“ ist, wie auf der jüngsten Ausgabe von Charlie Hebdo provokant zu sehen und zu lesen ist, will ich versuchen, mein Unbehagen zu formulieren und genauer hinzuschauen.

Jeder, der sich zu den Morden von Paris äußert, vor allem wenn er eine kritische Stimme erheben will, scheint zunächst beteuern zu müssen, dass der Terroranschlag ein abscheuliches Verbrechen und durch nichts zu rechtfertigen ist. Als wäre das nicht selbstverständlich.

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Charlie Hebdo, Mopo und Pegida


Ich komme aus
dem Staunen nicht mehr raus, wenn ich sehe, wer plötzlich alles „Charlie“ ist. Dabei können wir getrost davon ausgehen, dass die meisten Bekenntnisse von Leuten kommen, die Charlie Hebdo niemals zuvor gelesen haben. Ich kenne die Karikaturen der meisten ermordeten Zeichner aus den 70er Jahren, den Zeiten des Vorgängerblattes: „Hara-Kiri“. Mir hat der brachiale Zeichenstil nie zugesagt, und deren Witz ist mir oft zu platt gewesen. Wenn ich jetzt die Beispiele von Charlie Hebdo mir ansehe, geht’s mir ähnlich. Eine deutsche Ausgabe von Charlie Hebdo würde am Zeitschriftenmarkt nicht bestehen, vor allem wäre sie andauernd zensiert.

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Hab du nur deine Lust ...

Aus dem literarischen Untergrund, Fundstück im Poesiealbum eines Heidelberger Studenten um 1817.
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Zwei Rätsel am Wochenende

Heißtn das?
und das?
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Die kulinarische Konsequenz. Gibts Rezepte?
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Irgendwann erreichte...
Irgendwann erreichte der Brief, wenn auch nach sehr...
Lo - 29. Mär, 00:14
Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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