#SoFi und die apokalyptischen Reiter

Nein, ich habe das mysteriöse Leuchten nicht gesehen, als ein Meteorit über Süddeutschland, der Schweiz und Österreich eine Lichtspur in den Nachthimmel gemalt hat. Das Polarlicht über Hannover in der Nacht zum Mittwoch habe ich auch nicht gesehen. Und sehr wahrscheinlich werde ich auch die Sonnenfinsternis, Hashtag #SoFi, vom kommenden Freitag nicht sehen, nachdem die HAZ meldet: Schutzbrillen in Hannover bereits ausverkauft. Um die totale Sonnenfinsternis zu sehen, hätte man sowieso eine Kreuzfahrt in den Nordatlantik buchen müssen. Wer nicht vorgesorgt hat, möge sich an der Gif-Animation im Teppichhaus erfreuen.

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Volontär Schmocks Trendkompass März – Haßlöcher

Nonverbaal is ook en taal. (Jules van der Ley)

Zwischen Aachen und Jülich gibt es einen Ort namens Langweiler. Immer, wenn ich bei meinen Trainingsfahrten durch den Ort rollte, ich war dann meistens auf dem Rückweg und redlich müde, habe ich mir zu meiner Erquickung eine Gemeinderatssitzung vorgestellt, die vom Bürgermeister eröffnet wird mit den Worten: „Guten Abend, liebe Langweiler!“

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Begraben unter muffigen Perücken: Handschrift braucht Luft

Wie sieht es mit der Zukunft der Handschrift aus? Soll sie tatsächlich abgeschafft werden, wie von manchen Medien behauptet wird? Das Interesse an dieser Frage ist aufgekommen, nachdem vom finnischen Bildungsministerium verbreitet wurde, man wolle an finnnischen Schulen zukünftig nur noch Druckschrift lehren und möglichst früh den Gebrauch der Tastatur trainieren. „Schneller SMS verschicken und Texte auf dem Tabletcomputer bearbeiten zu können, das gehöre jetzt zu den neuen Bildungszielen. Einzelne Buchstaben auf Papier mit der Hand zu verbinden“, zitiert die FAZ, „sei für viele Kinder derart mühsam, dass es zu Schreibblockaden führe. Der Computer löse das Problem und erlaube es den Schülern, sich stärker auf den Inhalt des Geschriebenen zu konzentrieren.“

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Von Bachblüten, dem Stiftehandel und der Zukunft der Bildung

Angenommen, der Begründer der Bachblütentherapie habe nicht Edward Bach, sondern Edward Runkelrübe geheißen und hätte sein Behandlungsverfahren eigensinnig Runkelrübentherapie genannt, dann wäre ihm vermutlich kein Erfolg beschieden gewesen. Denn das Wort ‚Runkelrübe’ ist kaum geeignet auch nur annähernd so schöne Bilder in den Kopf zu zaubern wie ‚Bachblüte’. Als ich erstmals von der Bachblütentherapie hörte, dachte ich nicht an einen britischen Arzt mit leerem Gesicht und Stirnglatze, der gerade mal 50 Jahre alt geworden ist, sondern hatte sogleich ein anheimelndes Bild vor Augen:
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Der mächtigste Magier der Welt ist krank

Beim Mittagstisch im Bio-Supermarkt löffele ich das Angebot des Tages, eine italienische Bohnensuppe. Die Frau neben mir isst einen Salat, wegen ihrer Gluten-Intoleranz sagt sie. Da kommt eine Mutter mit ihrem etwa vierjährigen Sohn daher. Ein etwa gleichgroßes Kind unter ihrem Arm entpuppt sich als monströser Teddybär. „Darf ich meinen Sohn hier zu Ihnen setzen“, fragt sie und bugsiert ihn auf den Platz mir gegenüber. Auf den Stuhl nebenan lässt sie den Riesenbär sinken. Der Junge legt einen schmutzigen Stock auf den Tisch und sagt: „Das ist mein Zauberstab“ und schiebt hinterher: „Ich bin nämlich ein Magier. Der mächtigste Magier der Welt!“

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Über blutende Nasen, Gegenwart und plötzlichen Frühling

Im Jahr 2115 steht hier kein Baum mehr. Im Jahr 2115 gibt es nicht mal ein Jahr 2115, jedenfalls niemanden mehr, der die Jahre auf diese Weise zählt. Heute steht vor meiner Nase ein Baum. Er ist freilich gewachsen, bevor ich meine Nase hinbewegt habe, hat quasi ältere Rechte als meine Nase. Was nicht heißen will, dass meine Nase rechtlos ist. Sie ist sogar über mich krankenversichert. Als sie einmal hemmungslos geblutet hat und einfach nicht aufhören wollte, so dass das Waschbecken in meinem Bad aussah, als hätte ich ein Huhn drin geschlachtet; dabei wollte ich ein Huhn nicht mal anfassen wegen der Milben in seinem Gefieder.


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Frozen shoulder (4) – Schmerzen oder Scheißerei

Im Speisesaal werden feste Plätze zugewiesen. Mit mir am Tisch sitzt ein Polizist, der schon zwei Jahrzehnte an den Folgen eines Dienstunfalls leidet. Wenn er nicht in Kur ist, beschäftigt er sich mit Todesfallermittlungen. Zuvor war er Streifenpolizist. Seine Geschichte klingt nach dümmer als die Polizei erlaubt: Auf einer abschüssigen Straße, die von blühenden Kirschbäumen gesäumt war, verfolgte er einen Einbrecher und hatte ihn gerade gestellt, da wurde er von einem Streifenwagen erfasst. Der Streifenwagen war wegen der Kirschblütenblätter auf der Straße ins Rutschen geraten und verletzte ihn so schwer, dass er wohl niemals mehr gesunden wird. Schon sechsmal war er deshalb in Kur, bezahlt von der Haftpflichtversicherung des Einbrechers. Ein Richter hatte damals folgendes geurteilt:

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Frozen shoulder (3) – Männer, die mit Krücken zeigen

Der Ortsname Burtscheid leitet sich her vom lat. Porcetum, „Schweinetrift“. Gemeint sind Wildschweine, die den Wald in großer Zahl bevölkerten. Schon die Römer hatten das in 25 Quellen zu Tage tretende 50 bis 70 Grad heiße Thermalwasser zum Kuren genutzt. Dampfende 74 Grad hat das Wasser der Landesbadquelle, der heißesten Therme Mitteleuropas. Eine Weile habe ich im Aachener Stadtteil Burtscheid gelebt. Täglich lief ich durch die beschauliche Fußgängerzone über den Burtscheider Markt, wo sich gleich einer Klippe das klotzige Gebäude der Rheumaklinik erhebt, ehemals Bad der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz.

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Irgendwann erreichte...
Irgendwann erreichte der Brief, wenn auch nach sehr...
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Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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