Kopfkino

Ende der Freiheit? Oder: Wer mir den freien Willen bestreitet, hat selber keinen

Da war eine Jazzband auf der Bühne im Lichthof der hannöverschen Leibnizuniversität. Fünf reifere Herren und eine Frau spielten populäre Stücke nach, aber nicht im Originaltempo, sondern langsamer als der Schall. An der Trommel saß ziemlich lustlos ein junger Mann. Er hatte viel Zeit zwischen den einzelnen Schlägen. Leider sah ich ihn nur verdeckt, aber ich vermute, er löste nebenher ein Kreuzworträtsel. Seine älteren Kollegen dagegen hatten Spaß an der Sache und wippten sogar im Rhythmus. Er war auch für Herzschrittmacher ungefährlich und somit gut gewählt.

Denn das Publikum war überwiegend betagt und sehr gut situiert. Gebildete Männer mit Frau sowie umgekehrt und als Duett. Hie und da saßen Studierende, aber sie waren in der Minderzahl. Das Thema der Podiumsdiskussion scheint junge Leute kaum zu interessieren, es lautete: „Ende der Freiheit?“ Dabei ging es um die Befunde der Hirnforschung, dass der Mensch nicht wirklich über einen freien Willen verfüge, und um die Frage, wie sich diese "Erkenntnis" auf die Rechtsordnung und auf unsere Vorstellung von Strafe auswirke.

Vielleicht waren
einige Zuhörer gekommen, um sich vom freien Willen freisprechen zu lassen, weil sie beispielsweise Schwarzgeld in der Schweiz gebunkert haben. Sie könnten dann sagen: „Was kann ich dafür, wenn meine mir leider unbewussten neuronalen Prozesse mich dazu gebracht haben, mein Geld in die Schweiz zu bringen?“ Andere waren da, die sich den freien Willen nicht nehmen lassen wollen, zumindest nicht von Hirnforschern, die sich selbst den freien Willen absprechen.

Podiumsdiskussion

Ich hätte gedacht, das Thema ist längst durch, aber da tönte der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel (rechts im Bild) vollmundig vom Podium herab: „Wir haben ein ernstes Rechtsproblem, und wer das nicht auch so sieht, muss seinen Standpunkt ändern!“ Ein Mikrophon ist eine feine Sache. Es heiligt auch den übelsten rhetorischen Trick, denn was laut durch den Saal tönt und machtvoll in alle Ohren dringt, kann es denn falsch sein? Dürfte der Mann überhaupt ans Mikro, wenn er nichts zu sagen hätte? Manchmal schon, das muss man sich vor Augen halten, wenn der akustische Filter von einem Lautsprecher übertönt wird.

Haben wir tatsächlich ein ernstes Rechtsproblem? Was hat die Hirnforschung herausgefunden? Millisekunden bevor ein Mensch in ein Mikrophon spricht, wurde das unbewusst schon geplant. Der Sprecher glaubt nur, er habe sich entschieden, etwas Wichtiges zu sagen. In Wahrheit sind tief verborgen in seinem Hirn unbewusste neuronale Prozesse abgelaufen und haben ihn dann zum Großsprecher gemacht, bevor er überhaupt dachte: „Alle sollen hören, wie toll ich bin!“ Und wenn jetzt seine neuronale Verdrahtung so beschaffen ist, dass er gar nicht so Wichtiges spricht, wie er glaubt, ja, dann kommt immer nur eitler Quatsch heraus. Da kann er wollen wie er will. Denn eigentlich ist er nur das willenlose Opfer seiner speziellen neuronalen Verdrahtung. Soweit die Ergebnisse der Hirnforschung.

Hat sie wirklich etwas Neues erbracht? Was haben wir denn geglaubt, bevor die Hirnforschung mit ihren Befunden anrückte? Dachten wir, der freie Wille sitzt nicht im Kopf, sondern vielleicht im Bauch? Da wird verdaut und gefühlt, aber nicht logisch gedacht. Oder dachten wir, unser wollendes Ich befindet sich gar nicht in unserem Körper, sondern wäre ein Geist ohne Materie, der wie ein Nimbus über uns schwebt? Wie soll ein solcher Geist denken und womit? Information braucht doch ein Medium, damit sie fließen kann.

Der freie Wille muss also im Netzwerk unseres Gehirns entstehen. Damit das geht, müssen im Netzwerk neuronale Schaltprozesse ablaufen, und zwar rasch, damit der Mensch auch auf plötzliche Einflüsse angemessen reagieren kann. Diese Entscheidungen werden erst auf höherer Ebene in Sprache übersetzt, so dass wir die Dinge im Nachhinein denken und erfassen können. Es war nie anders, - für diese Erkenntnis ist nicht einmal moderne Hirnforschung nötig. Wenn also von dieser Tatsache hergeleitet wird, wir hätten keinen freien Willen, dann braucht es uns nicht anzufechten, weil es eine systeminhärente Schwäche des Gehirns ist, die sich nicht umgehen lässt. Doch der Mensch agiert und reagiert eben nicht allein tierhaft. Er hat im Laufe der Evolution die Idee von der Verantwortlichkeit des Handelns entwickelt. Diese Verantwortung liegt bei allen geistig gesunden Menschen vor, denn kybernetisch betrachtet, ist das menschliche Gehirn ein Rückkopplungssystem. Ein solches System reagiert auf neu eintreffende Informationen und passt seine Struktur daran an; es ist lernfähig. Wenn ich also beim ersten, impulsiven Handlungsakt willenlos bin, dann nicht unbedingt beim zweiten. Wenn ich einmal aus einem Impuls heraus einen Rechtswissenschaftler geschmäht habe, muss ich es nicht ein zweites Mal tun, denn etwas anderes in mir hat die Oberhand gewonnen und gesagt: Jetzt lass den, der ist ja auch nur ein Mensch. Was da Oberhand gewonnen hat, war soziale Kontrolle. Sie existiert im Netzwerk der Mitmenschen, und wir haben Anteil daran, bemühen uns, vernünftigen sozialen Regeln zu entsprechen, atavistische Neigungen hingegen zu kontrollieren. Darum können wir uns auch gegenseitig verantwortlich machen für das Schlechte oder Gute, das wir einander antun.

Ein interessantes Phänomen ließ sich auf dem Podium beobachten. Als der alerte Diskussionsleiter Hoyningen-Huene, Professor für Philosophie, das Podium vorstellte, die Philosophin Bettina Walde, den Philosophen Ulrich Pothast und den schon genannten Herrn Merkel, da fehlte noch der Hirnforscher Gerald Hüther. Wie er dann verspätet eintraf, hatten die vier anderen sich schon so am Podium breit gemacht, dass er nur halbschräg auf der Ecke sitzen konnte. Das wiederum schwächte seine Position, so dass er während der gesamten Diskussion nicht richtig ins Gespräch kam und sogar fälschlich für die radikalen Leugner des freien Willens, (seine nicht anwesenden Fachkollegen Roth und Singer), in die Verantwortung genommen wurde. Die vier haben ihr unkollegiales Interagieren gar nicht bemerkt. Das hätte den Außenblick erfordert und eine Reflexion dieses gruppendynamischen Prozesses. Hier zeigte sich, dass der freie Wille zum Zwecke des sozialen Handelns erst aufgerufen werden muss, weil er sich nicht von selbst einstellt.

Abschließend wäre noch zu sagen, dass die Jazzband nicht schlecht gespielt hat. Aber auch nicht gut, sondern irgendwas dazwischen, was man hören kann, aber nicht muss. Wirklich nicht.
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Kopfkino - Bitte geben Sie den Dingen einen Sinn

Aller innerster Sinn ist Sinn für Sinn.

Ein Zitat des Romantikers Novalis, bei Dr. Schein gelesen.

Der Gedanke, dass der Sinn aus dem Sinn für Sinn besteht, ist ziemlich verlockend. Er verlegt die Verantwortung für den Sinn ganz in den Menschen selbst. Er allein bestimmt in seiner Welt den Sinn, gibt den Dingen erst eine sinnvolle Bedeutung. Ein Romantiker wie Novalis sieht hierin vor allem die Verlockung, nämlich die abenteuerliche Grenzerweiterung des menschlichen Lebens und Erlebens. Denn nichts hindert ja den Menschen daran, den Dingen des Alltags eine eigenwillige Bedeutung zu geben, eine heiter-komische etwa oder eine geheimnisvolle.

Nüchtern betrachtet ist das Zitat ein Abgesang. Novalis macht eindeutig Schluss mit dem Sinn. Der innerste Sinn besteht aus Sinn für Sinn, - der Satz ist hermetisch. In ihm ist kein Platz für einen so genannten höheren Sinn von außen.

Mir gefällt das. Einerseits werde ich dadurch in die Verantwortung genommen, meiner Welt einen Sinn zu geben, anderseits habe ich die absolute Gestaltungsfreiheit, kann das zum Sinn erklären, was andere für Unsinn halten. Ein Freund, den ich aus den Augen verloren habe, hat zu seiner belgischen Villa wohl die längste Auffahrt Europas, vielleicht sogar der Welt. Sie reicht aus der Innenstadt von Aachen bis kurz vor Verviers in Belgien. Es handelt sich um seinen täglichen Weg zur Arbeit und zurück. Mein Freund erklärt: „Wenn ich mir sage, all die Leute in ihren Häusern entlang der langen Straße von Aachen bis zu meiner Haustür, die wohnen an meiner Auffahrt, ja, dann ist die lange Straße von Aachen bis zu mir meine Auffahrt.“ Soweit zur freien Sinngebung. Sie ist ein probates Verfahren, glücklich zu werden, ja, mein Freund schwört sogar darauf, dass sich das Leben meistens nach seinen Wünschen zu richten pflegt, weil er nämlich alles daran setzt, sich sein Leben gefügig zu machen.

Dem religiösen Menschen bietet Novalis nichts, nicht einmal Trost. Da gibt es kein höheres Wesen, keinen Sinn gebenden Gott. Es ist alles Menschenwerk, ersonnener Sinn. Warum sollten Menschen so etwas tun, sich einen eigenen Gott ersinnen, wo sie doch die Freiheit der Sinngebung haben? Warum sich künstlich schwächen und sich von einem imaginären Gott die Sinn-Regeln auferlegen zu lassen? Vermutlich hat es etwas mit Selbsterkenntnis zu tun: Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Wenn jeder nur seiner egoistischen Natur folgt, kann kein vernünftiges Gemeinwesen entstehen. Aber unter Egoisten diese Einsicht zu verbreiten, braucht es schon eine höhere Macht, also einen Gott als eine Sorte Übervater. Den sich zu denken, das kann manchmal sinnvoll sein. Friedliche Völker brauchen ihn kaum. Wo aber die Gewaltbereitschaft hoch ist, braucht man einen starken Gott. Und wie stärkt man ihn? Indem man andere zwingt, an ihn zu glauben. Mit diesem Eigensinn entfernt man sich zwangsläufig vom gewünschten Sinn.

Manchmal ist es also besser, gar keinen Sinn zu suchen. Ein Tisch ist ein Tisch, daran ich sitzen kann und meine Suppe löffeln. Und wenn ich sitze, sitze ich, und wenn ich löffle, löffle ich. Und das hier ist ein Blogeintrag. Er hat keinen höheren Sinn als den, dass ich eben erst über Sinn nachgedacht habe.
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Einfüßler, Chinesen und schon wieder Weltuntergang

Der bundesweite FUSS e.V. interessiert sich für alles, was mit Füßen zu tun hat. Im letzten Sommer beispielsweise meldete der Verein in einer Pressemitteilung einen rätselhaften Fußabdruck, der im Norden Brandenburgs entdeckt wurde:
April
Was hatte der Einfüßler wohl 1,50 Meter tief unter Brandenburg verloren, und wo kam er her? Im Sandkasten des Spielplatzes neben dem Teppichhaus muss ein ziemlich tiefes Loch sein. Ringsum sind Sand und Erde aufgeworfen, und zwar von innen herauf. Und seitdem ich das vom Fenster aus entdeckt habe, lungern hinten beim Sandkasten vier Gestalten herum. Scheinen ziemlich erschöpft, denn sie sitzen seit Stunden unentwegt auf einer Bank. Zum Glück sind es Zweibeiner. Geheuer sind sie mir trotzdem nicht, denn sie könnten ja Chinesen sein, die ein Loch durch den Globus gegraben haben. Man möge mich korrigieren, denn ich weiß nicht wirklich, welches Land auf der anderen Seite der Erde genau gegenüber Hannover-Linden Mitte liegt. Der Ozean kann’s aber nicht sein, sonst wären die Männer nass und es käme Wasser aus dem Loch. Oder nicht? Kann man gar nicht durch einen Tunnel zur anderen Seite des Globus kriechen? Bliebe man etwa in der Erdmitte stecken oder würde dort schweben, weil es keine Gravitation gibt?

Wer sich mit derartigen Fragen beschäftigt, betreibt theoretische Grundlagenforschung. Will man die Thesen und Theorien der Grundlagenforschung in der Praxis untersuchen, braucht man lange Tunnel, und das ist sehr teuer. Im CERN haben sie einen Ringtunnel von nur 27 Kilometer Länge, und der kostet schon 10 Milliarden. Und sie schießen dieser Tage auch keine Chinesen durch, sondern je zwei Protonenbündel. Die sollen in der Mitte kollidieren und kleine Schwarze Löcher erzeugen. Es geht darum, in den Zerfallsprodukten der urgewaltigen Explosionen das Higgs-Teilchen zu finden, besser bekannt als „Gottesteilchen“. Der Name ist freilich Unsinn. Selbst wenn das Higgs-Teilchen gefunden wird, kommt es nicht tatsächlich von Gott. Zum Glück nicht, denn sonst wären Wissenschaft und Glaube mit einem Knall dasselbe, eine schreckliche Vorstellung. Wie es zur irreführenden Wortprägung „Gottesteilchen“ gekommen ist, erklärt Robert Aymar, ehemaliger Generaldirektor der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN:

„(…) das Higgs- bzw. schöpferische Teilchen. Es ist ein Name, den der Physik-Nobelpreisträger von 1988, Leon Lederman, geprägt hat. Der Amerikaner hatte ursprünglich einen ansprechenden Titel für sein Physikbuch gesucht (…) Enttäuscht darüber, dass er das Higgs-Teilchen jahrelang nicht finden konnte, hat er es als das ‘gottverdammte Teilchen’ bezeichnet. Sein Verleger fand aber, ‘Gottes-Teilchen’ wäre ansprechender.“

Sie suchen im CERN also nach einem gottverdammten Teilchen. Das sagt eigentlich alles. Übrigens muss man sich wegen eines eventuell entstehenden winzigen Schwarzen Lochs keine Sorgen machen. Die Welt geht noch nicht sofort unter, denn Schwarze Löcher sind nur mäßig gefährlich. Es gibt sie überall. Wir sind quasi umgeben davon, man muss nur in die Zeitung schauen oder das Fernsehgerät einschalten. Wer es aber nicht erwarten kann, hier die Wiederholung des Weltuntergangs in CinemaScope:

Apokalypse-mit-Musik
Fotos, Text, Animation: Trithemius
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Finkenschlag und Klickern

Welch ein Glück, dass die Evolution die Dinosaurier auf ein erträgliches Maß verkleinert hat. Was wäre das für ein entsetzliches Krachen im Geäst, wenn sie von Baum zu Baum hopsen. Und erst das schmachtende Grunzen der Balzvorbereitung. So aber schlägt der Fink sein helles Lied, und hüpft er von Zweig zu Zweig, wir sehen ihn kaum. Die Sonne scheint, – ich werd' verrückt –, reiße meinen Mantel auf und schlendere durch den Park. Das Frühjahr, der Frühling, der Lenz – die drei geben ein Gastspiel, das hoffentlich noch in die Verlängerung geht.

In meiner Kindheit begann jetzt die Klickerzeit. Andernorts heißen die Klicker „Murmeln“, was vom Wort Marmor hergeleitet ist. Klicker oder Knicker aber ist schöner, weil onomatopoetisch. Die Wörter ahmen den Laut nach, wenn die Ton- oder Glaskugeln zusammenstoßen. Ein leises Klickern ist schon zu hören, wenn man das Säckchen aufnimmt, worin die Kugeln aufbewahrt werden. Ich hatte eines aus grauem Leinen, das sich oben mit einer eingenähten Schur zuziehen ließ. Reich an Klickern war ich nicht, denn obschon ich mir gelegentlich welche kaufte, verlor ich die meisten wieder. In meiner Nachbarschaft wohnten die Gebrüder Schnitzler. Beide waren Kannibalen im Klickern und unschlagbar, so dass niemand gern mit ihnen spielte. Freilich hatten sie die dicksten und schönsten Glasmurmeln, nicht gut für leichtsinnige Menschen wie mich.

Zum Frühling gehört noch heute für mich der erdige Geruch des Bürgersteigs vor unserem Haus. Einer drehte mit dem Absatz ein spitzes Loch hinein, wir klopften die Erdkrümel wieder platt, ein Strich wurde gezogen, und dann ging’s los, das Schussern und Schieben, das Einlochen, das Hin und Her von Klickergewinn, -verlust und erneutem Einsacken der farbig lackierten Ton- und geheimnisvoll marmorierten Glaskugeln. Es war wunderbar – aber nur bis irgendwann die Schnitzlers kamen, sich ins Spiel drängten und gnadenlos alles abräumten. Außer Klickern konnten sie nicht viel, und daher war der Frühling ihre Saison. Ich weiß nicht, was aus ihnen geworden ist, ob ihre Klickermeisterschaft ihnen beruflich weitergeholfen hat oder ob sie im Lenz ihres Lebens auch schon den Zenit erreicht hatten. Aber manche sind gar niemals in irgendwas richtig gut, da ist es doch besser, wenn man von sich sagen kann: „Als Kind war ich Klickermeister.“ Damit wird man im Alter seinen Enkeln imponieren, so man welche hat, die wissen, was das ist.

Als meine Kinder im Klickeralter waren, lebten wir in der Stadt. Da kann man mit dem Absatz keine Klickerlöcher in die Bürgersteige machen. Sie hatten zum Klickern einen flachen Stumpfkegel aus Plastik mit einer Mulde darin. Da haben sie mir immer ein bisschen leid getan, denn mit der Nase über Plastik und Betonplatten, das ist etwas anderes als den Duft der frühlingshaften Erde zu riechen. Trotzdem werde ich nicht behaupten, dass früher alles besser war. Was nämlich schlechter war, das war natürlich nicht besser.

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Kopfkino - Die Pforten der Wahrnehmung

Nur selten erinnere ich mich an die Einzelheiten eines Traums. Viel öfter bleibt nach dem Erwachen nur eine Ahnung, die sich nicht mehr erhaschen lässt. Dann ist der Traum wie ein durch die Gassen flüchtender Kerl, von dem ich noch die Fußhacke sehe, bevor er um die nächste Ecke verschwindet. Und eile ich hinterher, biegt er schon um die nächste Ecke, aber diesmal sehe ich das flatternde Hosenbein. Das macht Mut, ich strenge mich an, erblicke sogar seinen Rücken, aber dann schlägt er mir grinsend ein Schnippchen, wird schneller und schneller, bis mir die Puste ausgeht und ich mich resigniert an eine Hauswand lehne, derweil er sich in der Ferne verflüchtigt. Ich wende mich ab. Plötzlich scheint er mich zu rufen, taucht wieder aus dem Nebel auf, kommt sogar näher und lockt mich. Aber will ich ihn ergreifen, dann rennt er schneller als zuvor.

Letzte Nacht gegen Morgen träumte ich, einen Text zu schreiben. Er war nicht erbaulich, sondern eine sarkastische Bestandsaufnahme dieser Welt an ineinander verwobenen Beispielen. Seltsamerweise träumte ich dann, dass ich den Text nach dem Erwachen wohl kaum noch vor Augen hätte. Da muss ich mich schon im Halbschlaf befunden haben, träumte nicht einfach willenlos daher, sondern versuchte einiges zu sichern, in eine feste Form zu bringen, die sich leicht memorieren ließe. Geholfen hat es nicht. Sobald ich die Augen aufschlug, rannte der Traum von mir fort.

Gestern Abend, als mich einmal mehr der Weltschmerz umfing, da dachte ich schon, dass es wenig hilft, die gesellschaftlichen Übel immer wieder aufzuzeigen. Man muss sich gelegentlich anderen Themen zuwenden. Daher nehme ich den vergessenen Traum als Zeichen und schreibe über das Traumphänomen selbst. Offenbar ist etwas im Kopf klüger als wir. Man muss es nur gewähren lassen, die Dinge zu richten. Wir wissen, dass es besser ist, eine wichtige Entscheidung nicht am Abend zu fällen, sondern sie zu überschlafen. Am Abend ist der Verstand von den Wirren des Tages geschwächt und daher kein kluger Ratgeber. Auch was man am Abend niederschreibt, hat unter der hellen Morgensonne kaum Bestand.

Es heißt, der visionäre Malerdichter William Blake (1757 – 1827) habe eine künstlerische Drucktechnik erfunden, die Reliefradierung. Er selbst berichtete, im Traum sei ihm sein verstorbener Bruder erschienen und habe ihm die neue Drucktechnik beigebracht. Man muss nicht daran glauben, dass Verstorbene in den Träumen der Lebenden herumgeistern und sich sogar mit so irdischen Dingen wie der Weiterentwicklung von Drucktechniken beschäftigen. Vielleicht war Blakes verstorbener Bruder nur ein Bild, in das der selbsttätig arbeitende Verstand die Lösung eines Problems kleidete, mit dem sich William Blake am Abend zuvor beschäftigt hatte.

Natürlich ist ein verstorbener Bruder ein starkes Bild, das am Morgen nicht so leichtfüßig davonrennt wie mein Traumgesicht. Überhaupt hat es etwas mit Achtung und Beachtung zu tun, mit der Frage, wie ernst und wichtig man seine Phantasien nimmt und ob man bereit ist, Phantasien hervorzulocken, mit ihnen zu spielen und ihnen lang genug hinterher zu rennen. Denn alles Neue muss in der Phantasie vorweggenommen sein. Das so genannte Kreative fällt nicht vom Himmel und entspringt auch nicht dem Musenkuss. Wer nicht spielerisch umzugehen versteht mit seiner Realität, dessen Himmel ist grau und dessen Lippen taugen nur dazu, das nachzuplappern, was andere schon x-mal vorgeplappert haben.
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Kopfkino - Nachteile eines Haufenkriechers

Heute Morgen habe ich unter der Dusche einen träumerischen Spaziergang gemacht wie durch einen warmen Frühlingsregen. Ich überwand dabei mühelos Zeit und Raum. Irgendwann erwachte ich, und als ich die Augen öffnete, war ich ganz erstaunt, mich in meiner Duschkabine wieder zu finden. Rasiert habe ich mich nicht, denn wenn ich mich morgens rasiere und abends noch wohin will, muss ich mich zweimal rasieren. So werde ich den Tag über unrasiert herumlaufen, was einen gewissen Nachteil hat. Wenn ich nicht rasiert bin, sehe ich aus wie ein Bärremkrüffer, und die Leute fürchten sich ein bisschen vor mir.

Bärremkrüffer ist ein Wort aus meiner Kindheit, es ist Nettesheimer Platt, (eine Form des Ripuarischen, nahe verwandt mit Kölsch Platt), und bedeutet „Haufenkriecher“. Ein Bärrem ist ein Strohballenstapel, ein haushoher Quader auf einem Stoppelfeld. Als Kinder haben meine Freunde und ich gerne am Bärrem gespielt, bis der Bauer mit seinem Traktor übers Feld herankam und uns verjagt hat. Wir sind hochgeklettert und runtergesprungen oder haben Strohballen aus dem Bärrem herausgezogen und uns darin eine Höhle gebaut, in der Hoffnung, es würde regnen und wir könnten gemütlich drinnen sitzen. Manchmal bauten wir auch ausgedehnte Labyrinthe. Dann lockten wir Mädchen herbei und forderten sie auf, durch das Labyrinth zu kriechen. Damit sie sich in der absoluten Finsternis erschreckten, hatten wir an verschiedenen Stellen Kohlblätter ausgelegt. Die fühlten sich dann feucht und unheimlich an.

Einmal entdeckten wir weit draußen im Feld eine fertige Höhle im Bärrem. Die war eingerichtet wie eine Wohnung, hatte eine Schlafstelle mit Decken, da waren Kochgeschirr, Kleider, alte Zeitschriften und diverses Kleinzeug, was man halt zum täglichen Leben braucht. Wir stöberten ein wenig herum, fanden eine runde Dose mit Veilchenpastillen und klauten uns welche. Später sagte meine Mutter, die Wohnung habe sich ein Bärremkrüffer gebaut. Das ist ein Landstreicher, der für eine gewisse Zeit in einem Bärrem lebt.

Schriftkartei

Vorgestern hatte ich mich morgens auch nicht rasiert und fuhr am späteren Nachmittag ein bisschen mit dem Rad herum. Plötzlich fiel mir ein, dass ich mir eigentlich in der Leibnizbibliothek einen Vortrag anhören wollte, wusste aber die Uhrzeit nicht mehr. Außerdem wollte ich nicht wie ein Bärremkrüffer in der Leibnizbibliothek sitzen. Also fuhr ich wieder nach Hause, suchte die Programmankündigung hervor, und siehe da, die Veranstaltung würde in genau zwei Minuten beginnen, nämlich um 17 Uhr. Das war nicht mehr zu schaffen, selbst wenn ich sofort aufgebrochen wäre, ohne mich zu rasieren. Verpasst habe ich die Lesung von Dr. Olaf Thomsen, Berlin: Buchskorpione, Leseratten, Nackenbeißer. Zur Geschichte der Schrift, des Buches und des Lesens.

Kleine Pause, ich muss Wäsche aufhängen und mal kurz weg.

Weiter: Jean Pauls vergnügtes Schulmeisterlein Maria Wutz zu Auenthal war sein Lebtag so bettelarm, dass er sich keine Bücher leisten konnte. Darum besorgte er sich den Leipziger "Meßkatalog" und schrieb sich die Bücher selbst, unter anderem auch Kants „Kritik der reinen Vernunft“.

Ich wäre zwar nicht zu arm gewesen, mir den Vortrag von Dr. Olaf Thomsen aus Berlin zu leisten, aber aus den oben geschilderten Gründen muss ich mir jetzt die Geschichte der Schrift, des Buches und des Lesens selber schreiben. Sie befindet sich aber schon in der oben abgebildeten Schublade. Diese vorwärts wie rückwärts beschriebenen Karteikarten enthalten nämlich die Ergebnisse meiner Studien von etwa zehn Jahren. Dazu bin ich durch einen ziemlich großen Bücherhaufen gekrochen, tauchte oftmals blankrasiert ein und kam bärtig wieder raus. Gerne hätte ich allerdings erfahren und dem geneigten Leser mitgeteilt, wie Dr. Olaf Thomsen es angestellt hat, etwa 3000 Jahre Schriftgeschichte und über 500 Jahre Buchproduktion und -rezeption in höchstens zwei Stunden zu packen und nebenher noch zu erklären, was Buchskorpione, Leseratten und Nackenbeißer sind. Das könnte ich nicht, wie hier und hier zu sehen, wo nur ein Geringes schon zusammengetragen ist. Die Kunst liegt eben im Weglassen, und daher ist es wohl gut, dass ich schon mal den Vortrag von Dr. Olaf Thomsen weggelassen habe.
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Mein surrealer Alltag (9) - Winterlied



Mein surrealer Alltag 8
Mein surrealer Alltag 1-7
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Flasche leer - Mutprobe für Beherzte

Eine Mutprobe, und wenn du nicht mitkommen willst, lies nicht weiter. Die Sache ist nicht wirklich gefährlich, aber Mut ist trotzdem erforderlich. Wenn du die Probe erfolgreich absolvierst, erwartet dich am Schluss eine Belohnung. Du brauchst dich für diese Mutprobe auch nicht stylisch anzuziehen. Es würde reichen, wenn du einen einfachen Trainingsanzug hättest. Vermutlich hast du in deinen gewiss umfangreichen Beständen keinen einfachen Trainingsanzug. Darum leihe ich dir einen. Seine vorherrschende Farbe ist Magenta. Die Hose hat an der Naht zwei senkrechte weiße Streifen. Bei der Jacke zieht sich je ein breiter Streifen von den Schultern zum Bund. Vermutlich ist der Trainingsanzug eine billige ostasiatische Nachahmung eines teuren Pitbullsmokings. Leider ist der Anzug ziemlich schmutzig und riecht ein wenig. Die Mutprobe besteht nicht allein darin, diese Teile anzuziehen, das wirklich Schwierige kommt noch. Falls du also noch nachträglich aus der Mutprobe aussteigen willst, …

Entschuldige, wenn ich das sage: Du siehst unmöglich aus. Hab auch Verständnis, dass ich einige Schritte zurücktrete. Das ist eine völlig natürliche Reaktion. Man hat Angst, sich an dir zu beschmutzen und fürchtet Ansteckung. Würdest du jetzt bitte diesen Raum verlassen und auf die Straße gehen? Ich begleite dich in gebührendem Abstand. Und nimm die Alditüte mit! Ja, im Stadtzentrum bist du ziemlich allein in dieser Aufmachung. Durch die hübschen Straßen der Altstadt bummeln die gut situierten Hedonisten, Einheimische wie Touristen, die Unterhaltung suchen und Genüsse. Du gehörst nicht dazu und verdirbst den Leuten durch dein Auftreten die Laune. Sie halten heimlich Abstand von dir, und die meisten sehen dich gar nicht an. Wer noch elender ist als du, hockt in Eingängen oder kniet auf dem Bürgersteig mit hochgerecktem Plastikbecher. Das gibt dir ein wenig Stolz, denn du bist anders als sie, du wartest nicht auf milde Gaben, du arbeitest, wenn auch zu einem Hungerlohn. Schau, der Mülleimer am Laternenpfahl. Schieb mal den Arm durch die schmale Öffnung und taste nach Flaschen. Ach, komm, hab dich nicht so, du kannst ein bisschen Dreck vertragen. Es ist alles eine Frage der Gewöhnung.

Da ist nichts, keine
Flasche? Hast du auch wirklich in alle Ecken gefühlt? Es reicht nicht, nur mal die Hand einzutauchen, du musst mit dem ganzen Arm hinein. Wenn du gründlich arbeitest, kannst du heute Abend mit der vollen Tüte zum Kiosk gehen und dein Tagessalär abholen. Kipp aber vorher die sauren Reste aus den Bierflaschen, denn die Händler mögen nicht, wenn ihnen der schimmlige Schleim auf die gewischten Fliesen tropft. Vielleicht findest du sogar ein paar Petflaschen, die sind weniger eklig, leichter und bringen mehr. Ja, gäbe es nur Petflaschen, wäre dein Leben ganz hübsch. Findest du nicht?

Gut, dann kommt jetzt die richtige Belohnung für die bestandene Mutprobe. Du brauchst an menschliches Elend keinen Gedanken mehr zu verschwenden. Der Dreck bleibt zwar, ist eigentlich noch weitaus ekliger als kotige Mülleimer, doch er ist plötzlich unsichtbar, denn du rutschst über Los ans andere Ende der Leiter: Für eine Weile bist du Finanzmanager bei einer amerikanischen Investmentbank, hast ein wunderbares Haus, - man könnte es eine Villa nennen. Zu dir gehört eine wohlgesittete Familie, du bist angesehenes Mitglied in diversen teuren Clubs, … um es kurz zu machen: Du hast nahezu den Himmel auf Erden und freust dich deines Lebens. Es gibt allerdings ein kleines Problem in deinem gut dotierten Job. Du weißt seit einigen Monaten, dass deiner Bank die Insolvenz bevorsteht. Denn du und deine smarten Kollegen, ihr habt mit faulen Krediten gezockt. Über Jahre habt ihr Hypothekenschulden gekauft, von Menschen, die nicht viel mehr hatten als ein Flaschensammler, habt deren Schulden gebündelt, hübsch verpackt und weiterverkauft. Am Handel mit Nichts ließ sich viel Geld verdienen, und eure Erfolgsprämien waren astronomisch. Jetzt ist das anrüchige Geschäft leider aufgeflogen, und weltweit krachen die Banken ein, die sich daran beteiligt haben. Gestern traf es deine Bank. Du musst deine Sachen aus dem Büro holen. Doch wirklich, es ist nicht weiter schlimm für dich.

Im Privathafen deines
Segelclubs schaukelt deine stattliche Yacht. Sie liegt in der Reihe mit den vielen anderen Yachten der Mitglieder deiner Diebeszunft. Die beiden Kinder aus erster Ehe sind aufgehoben im Schweizer Elite-Internat "Auf dem Rosenberg“. 70.000 Euro Schulgeld zahlst du aus der Portokasse. Also wirst du das tun, wovon du schon lange träumst, einige Monate in der Weltgeschichte umhersegeln und dich sehen lassen, wo die Reichen der Welt sich gerne aufhalten. Wenn du genug vom Müßiggang hast, wirst du dich wieder dem Markt anbieten, und du kannst sicher sein, dass bald darauf ein Headhunter anruft. Einen kreativen Kopf wie dich kann die asoziale Finanzwelt immer gut gebrauchen.

Ein prächtiges Leben wünscht

Trithemius
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Einmal über Aachen und zurück

Mit dem Riesenrad über den Aachener Katschhof



Video, Fotos: Trithemius
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Rar und schräg und weißnichtwie

Fehler in der kosmischen Software

Es zeichneten diesen
Tag keine besonderen Ereignisse aus, jedenfalls in meinem Leben nicht. Und vielleicht kannst du das auch von deinem sagen. Trotzdem ist mir seit dem Nachmittag befremdlich zumute. Ausgelöst hat es ein junger Mann. Er stand im Schatten des Doms, schrubbte eine Gitarre und sang. Warum er glaubte, in der Öffentlichkeit singen und schrubben zu müssen, ist ein Fall für den Tiefenpsychologen. Heilbar ist der Schaden vermutlich nicht. Allenfalls könnte ein guter Therapeut ihn dazu bringen, etwas weniger Schädliches zu tun, - vielleicht mit Gitarren zu jonglieren. Wer dem Mann eine Münze in den aufgeklappten Gitarrenkoffer warf, tat’s aus Mitleid oder um sich freizukaufen. Andere sahen nicht hin und hasteten davon. Nichts von allem half. Da bat eine ältere Dame zwei Ordnungskräfte, man möge dem schrägen Sänger Einhalt gebieten, und dabei hatte sie nur Bestes im Sinn, als sie sagte: „Der tut sich ja selber schaden an der Kehle!“

Stell dir vor, du
musst bei Nacht einen raschen Fluss überqueren. Du hast eine Gitarre im Arm. Vor dir im schwarzen Wasser leuchten dir Trittsteine den Weg. Du schrubbst vor Aufregung die Gitarre, brabbelst dir dabei Mut zu, wägst die Entfernung zum nächsten Trittstein ab und springst, - schrubbst, brabbelst, wägst und springst, … und jedes Mal, wenn du Tritt gefasst hast, bricht ein Schrei aus dir hervor, mal aus Erleichterung, mal aus Furcht, gerade so, wie der Stein zu deinen Füßen wackelt. Das tönt „Schrubbschrubbmrrmlmrrml - Aaäeeeeee! - Schrubbmrrmlmrrml - Ooöaaaaa! – schrubbschrubbmrrmlmrrml - Eeeyaaaaa!“ … und so weiter, und immer weiter, denn das Wasser ist gar kein Fluss, sondern ein Strom. Womöglich überquerst du auch gar keinen Strom, sondern da breitet sich in der Schwärze ein Ozean aus, und du bist du schon so weit draußen, dass dich die mahnenden Rufe der Ordnungskräfte nicht mehr erreichen.

Entschuldige, dass ich dich so gequält habe. Komm weg aus dem schwarzen Wasser. Bleib auch nicht stehen im Fallwind am Fuße des Doms. Du brauchst nicht einmal mit Gitarren zu jonglieren. Die Welt ist auch so schon rar und schräg und weiß nicht wie.
Foto und Gif-Grafik: Trithemius
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Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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