Sonntagsplausch mit Frau Nettesheim

Heute jenseits der Dorfgrenze.
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Wie es euch gefällt - Sprachspiele für Opportunisten

Texte für Opportunisten erlauben zwei Lesarten. Blockweise von oben nach unten oder zeilenweise von links nach rechts gelesen, ergeben sie einen unterschiedlichen Sinn. Das erste Beispiel stammt aus dem Poesiealbum eines Heidelberger Studenten von 1817:

Opportunisten01

In unruhigen religiösen Zeiten empfahl sich dieses Bekenntnis, wahlweise zu Luther oder zum Papst:

Opportunisten02

An die antike Pasquino-Statue in der Nähe der Piazza Navona in Rom werden seit dem 15. Jahrhundert bis heute anonyme Spottverse über die aktuellen Machthaber, ihre Politik und ihre Skandale angeheftet. Der Pasquino diente vor allem in Zeiten, in denen die Meinungsfreiheit unterdrückt wurde, als Ventil für die Unzufriedenheit der Römer. (Wikipedia) Der folgende Text wurde 1848 von einem anonymen Spötter aufgehängt:

Opportunisten03

Das letzte Beispiel ist die Adaption eines Textes von Heiner Feldhoff aus dem Jahre 1977. Ursprünglich war er eine Satire auf den Radikalenerlass. Da heute niemand mehr davon spricht, habe ich den Text ein wenig aktualisiert. Jetzt eignet er sich eventuell als Festplatten-Begrüßungstext für den Verfassungsschutz:

Opportunisten04

Schriftwelt im Abendrot
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Abendbummel online - Große Zylinder rauchen lange Zigarren überall

Abendbummel Animation01Der Junge radelt auf einen Supermarkt zu, wirft sein Rad quer in den Eingang und läuft hinein. Kurz darauf kommt ein Angestellter des Supermarkts nach draußen und stellt das Rad kopfschüttelnd an die Seite. „Keine Manieren!“, wird er gedacht haben.

Über fehlende Manieren sprachen letzten Sonntag die Philosophen Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski in der ZDF-Sendung „Philosophisches Quartett“ mit dem Essayisten und Kritiker Fritz J. Raddatz sowie dem Unternehmensberater Prinz Asfa-Wossen Asserate. Der Prinz hat ein Buch über Manieren geschrieben, was Fritz J. Raddatz qualifizierte, blieb weitgehend unklar. Dass Manieren das Zusammenleben erleichtern, ist ein Allgemeinplatz. Strittig ist die Frage, was wir darunter zu verstehen haben. Fritz J. Raddatz tadelte den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, weil er Bundeskanzlerin Angela Merkel unter freiem Himmel die Hand geküsst hat, woran ich nichts Schlimmes erkennen kann, solange ich es nicht machen muss. Ein Mann mit Manieren habe auch kein gebrauchtes Tempo-Taschentuch in der Hosentasche, sagte Raddatz, was mich zweimal nicht juckt, denn ich pflege weder in fremde Hosentaschen zu schauen noch hineinzugreifen. Geradezu körperlich angegriffen fühlt Raddatz sich, wenn ihm auf der Rolltreppe einer entgegenkommt und ihm einfach ins Gesicht gähnt.

Wir halten uns übrigens die Hand vor den Mund, weil wir verhindern wollen, dass uns die Seele entfleucht. Die Angst, die Seele könnte sich beim offenen Gähnen davonmachen, ist jedenfalls der Ursprung dieser Geste. Wenn nun jemand gar nicht glaubt, eine flüchtige Seele zu haben – warum sollte er sich beim Gähnen die Hand vor den Mund halten?

Das Quartett klagte auch über die
Diktatur des Privaten, genauer über die private Okkupation des öffentlichen Raums, die sich zum Beispiel darin zeigt, dass Fritz J. Raddatz im ICE die intimen Telefon-Gespräche seiner Mitmenschen mit anhören muss. Viele werden ihm beipflichten, denn tatsächlich wird das Handy auf diese Weise zur modernen Akustikpest. Fritz J, Raddatz allerdings wehrt sich: Er holt eine lange Zigarre hervor und droht, sie anzuzünden, „im Nichtraucherabteil“, falls man um ihn herum das Telefonieren nicht einstellt. Der Prinz attestierte ihm, diese Maßnahme sei durchaus manierlich, denn Raddatz wehre sich ja gegen eine Zumutung.

Als einfacher Landmann bin ich da ganz anderer Ansicht. Und ob unter freiem Himmel geküsst oder nicht, ich habe schon lange nicht mehr einen derartigen Mist gehört. Leider hat es nichts genutzt, dass ich mir einen langen Joint angesteckt habe, denn Raddatz saß ja geschützt im Fernsehstudio. Und da die beiden moderierenden Philosophen kläglich versagt haben, muss ich hier etwas gerade stellen: Das öffentliche Telefonieren ist nicht verboten, das Rauchen im Nichtraucherabteil sehr wohl. Selbst wenn jemand am Handy einen detaillierten Bericht über seine Sexualpraktiken abgibt, schädigt er nicht die Lungen von Herrn Raddatz.

Natürlich hätte ich mit einem
Tastendruck verhindern können, dass das unphilosophische Gerede des Philosophischen Quartetts in meine Wohnstube schwappte. Doch es war einfach faszinierend zu hören, was man in gewissen Kreisen unter Manieren versteht. Es sind die Manieren der Mächtigen, die ihre Rechte wenn nötig mit Gewalt durchsetzen. Fragt man sich, warum diese Manieren in Verruf gekommen sind, dann muss man sich nur die jüngere deutsche Geschichte anschauen. Herren mit vorzüglichen Manieren haben zwei Weltkriege angezettelt und Millionen Menschen in den Tod geschickt. Heute lassen Herren mit ausgezeichneten Manieren Werbeslogans erdenken wie „Geiz ist geil!“ oder „Saubillige Ostern!“ Der manierliche Ex-Ministerpräsident von Niedersachsen, Ernst Albrecht, fand es einst höchst amüsant, sich für die Zulassung des Privatfernsehens einzusetzen. Die Herren in den Medienkonzernen haben es ihm gewiss artig gedankt. Diese Herren tragen niemals ein gebrauchtes Tempo-Taschentuch in der Hosentasche, doch sie verdienen Millionen, wenn sich hoffnungslos heruntergekommene Menschen in Containern und Nachmittagsshows zum Affen machen.

Auf den Vorstandsetagen wird man die Ansichten von Fritz J. Raddatz und Prinz Asfa-Wossen Asserate teilen. Mir hingegen ist ein offen gähnender Nachtschichtler mit einem Handy am Ohr allemal lieber als das manierliche Pack mit den langen Zigarren.

Guten Abend
2687 mal gelesen

Kaffeeplausch mit Frau Nettesheim - Der Name der Jecken ...

trithemius-Frau-NettesheimFrau Nettesheim
Sie haben beim "googlefight" haushoch gegen Schäuble verloren. Und das, obwohl Sie vermutlich noch den alten Abt an Ihrer Seite hatten. Da wären Sie besser gar nicht erst angetreten.

Trithemius
Der gestrige Kampf diente nur der Positionsbestimmung. Im Herbst versuche ich es noch einmal. Wenn ich bis dahin jeden Tag 20 Beiträge hier und im Stammhaus veröffentliche, müsste Schäuble zu schlagen sein.

Frau Nettesheim
Schwachsinn.

Trithemius
Vielleicht sollte ich einen Trithemius-Kettenbrief in die Welt setzen.

Frau Nettesheim
Der Name der Jecken steht an allen Ecken.

Trithemius
Sie meinen, es ist nicht erstrebenswert, möglichst oft bei Google aufzutauchen? Die Anzahl der Nennungen ist aber ein modernes Statussymbol.

Frau Nettesheim
Sie kümmern sich doch sonst nicht um Statussymbole.

Trithemius

Doch, ich zeige mich gern an Ihrer Seite, Frau Nettesheim.

Frau Nettesheim
Quatschkopp.
2024 mal gelesen

Hoffnungslose Kämpfe bei googlefight

googlefight01

(Quelle: Googlefight.com)

Weitere Paarungen, die nicht gut ausgegangen sind:


Pfannkuchen gegen Harald Schmidt: 1.060.000 zu 1.450.000
Sieger: Harald Schmidt
Tarzan gegen Superman: 12.100.000 zu 31.600.000,
Sieger: Superman
Superman gegen Georges W. Bush: 31.600.000 zu 103.000.000,
Sieger: Georges W. Bush
Georges W. Bush gegen den Papst: 103.000.000 zu 11.000.000,
Sieger Georges W. Bush
Georges W. Bush gegen Gott: 103.000.000 zu 57.100.000,
Sieger Georges W. Bush
Georges W. Bush gegen den Teufel: 103.000.000 zu 10.300.000,
Sieger Georges W. Bush.
2449 mal gelesen

Störung wegen fürsorglicher Maßnahmen

TrithemiusSchaeuble02Liebe Kunden,

sollten im Teppichhaus gewisse Bildstörungen auftreten, so bitten wir das zu entschuldigen. Es handelt sich nur um den unerwünschten Nebeneffekt einer fürsorglichen Maßnahme zur Terrorismusbekämpfung, der bald verschwinden wird und dann wie geplant lediglich im Hintergrund abläuft. Mehr über "Stasi 2.0" hier und hier.

Mit verbindlichstem Dank an Innenminister Wolfgang Schäuble für ein allzeit wachsames Auge auf alle Festplatten ...

Trithemius
1959 mal gelesen

Abendbummel online - Oranje boven!

Abendbummel Animation01Furchtbares Katzenjammern tönt durch die Zimmerdecke. Zwei Frauen und ein Mann singen Karaoke. Manche schützen sich gegen die akustische Umweltverschmutzung der Obernachbarn, indem sie mit einem Besenstiel gegen die Decke stoßen. Das jedoch war mir unmöglich, und zwar nicht, weil ich etwa so klein bin oder nur einen ganz kurzen Besen hätte, sondern weil die Decke im Teppichhaus einfach zu hoch ist. Zudem ist ungewiss, ob das rituelle gegen die Decke stoßen überhaupt hilft. Eventuell handelt es sich um puren Aberglauben.

Die Katzenmusik wollte also ertragen werden. In meiner Not habe ich mir vorgestellt, da säßen drei Gehörlose um einen Lautsprecher, hielten jeweils eine Hand ans Gehäuse und versuchten nach den Vibrationen der Musik mitzusingen. Da fand ich ihre Sangesleistung wirklich beachtlich.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass Alkohol im Spiel war, denn bekanntlich pflegt der alkoholisierte Mensch gelegentlich zu grölen. Übrigens feiert man heute in den Niederlanden den Koniginnedag (oder Koniginnendag), was bei strahlendem Sommerwetter zu übertriebenem Alkoholgenuss führen könnte. Doch dass sich die Niederländer heute kollektiv besaufen und schon gestern Abend damit angefangen haben, ist gewiss nur üble Nachrede.
friendschap
Die meisten trinken Orangensaft, wie überhaupt das ganze Land in die Nationalfarbe Orange getaucht ist, mit Fahnen, Wimpeln, T-Shirts, Perücken; - im letzten Jahr soll auf der Toilette eines Amsterdamer Cafés sogar orangefarbenes Toilettenpapier gehangen haben. Man feiert den Geburtstag der ehemaligen Königin Juliana. Ein Geburtstagsständchen ist deshalb nicht erforderlich. Allerdings darf man gelegentlich „Oranje boven!“ rufen. Der Koniginnedag ist der weltgrößte Ehrentag für eine Ex-Königin, mit Musik, Tanz und Spiel auf allen Straßen und Kanälen.

Zudem findet ein landesweiter Flohmarkt statt, auf dem jeder Holländer sein gesamtes Hab und Gut verkaufen darf, und das ohne „Vergunning“ (Gewerbeschein). Auf diese Weise wird alljährlich das komplette Volkseigentum einmal gründlich umgewälzt, gesichtet und neu bewertet, eine aus volkswirtschaftlicher Sicht geniale Maßnahme. Wenn Geld und Waren zirkulieren, wächst der Wohlstand. Das wiederum wissen die Niederländer ihrer Königsfamilie zu danken. So bringt der Koniginnedag allgemeines Wohlergehen, festigt den Zusammenhalt und stärkt die volksnahe Monarchie.

Wer nur einen kargen Bundespräsidenten namens Köhler (!) vorweisen kann, der den Verzicht und das Gürtelengerschnallen empfiehlt, muss da einfach neidisch werden.

Oranje boven
1817 mal gelesen

Abendbummel Online - Gute Nachrichten

Gut, die Bienen fallen vom Himmel oder liegen tot in ihren Stöcken. Manche finden das beunruhigend, vor allem wegen Albert Einsteins Unkenruf: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

ApokalypseSo gesehen stecken wir mittendrin im Weltuntergang. Eines kann jedoch jetzt schon gesagt werden: Alle Schilderungen der Apokalypse sind stark übertrieben. Die Wahrheit ist: Man kann im offenen Cabrio fahren oder gemütlich draußen sitzen.

Es stimmt auch nicht, dass es draußen nur Kännchen gibt. Man muss halt ein bisschen umdenken und Milchkaffee bestellen oder mediterran korrekt: „Latte Macchiatt - o“. Die eigenwillige Orthographie der Computerkassen- Drucker missfällt mir am Weltuntergang, doch ansonsten ist er ganz O.K., denn dass die hübsche Kellnerin Melanie eigentlich ein Kellner war, ist mir nicht einmal aufgefallen.

Umdenken heißt auch, die alten Bauernregeln zu vergessen, z.B. die Regel für den 23. April: Vor Georgi trocken, nach Georgi naß. Von wegen. Kommt St. Georg geritten auf einem Schimmel, so kommt ein gutes Frühjahr vom Himmel. Falsch, alles falsch, es gab koan Schneesturm nicht und die Sonne lacht trotzdem aus blauem Himmel, - wir haben Weltuntergang. Noch eine Regel, die wir getrost vergessen können: Auf der Dame liegt der Herr - Nur in Monden ohne „R“. Stattdessen kann schon im April nach Herzenslust im Park gelegen, wahlweise gerangelt werden. Es ist auch hübsch, dass die Geldautomaten weiterhin funktionieren, so dass man immer Nachschub abheben kann, um zum Beispiel einige der 101 Eissorten zu probieren, die beim Weltuntergang angeboten werden.

Möglicher Weise, das sollte man als Chronist des Weltuntergangs nicht vergessen, möglicherweise steht manchen Leuten in anderen Gegenden auf dem Erdenrund schon bald das Wasser bis zum Hals. Das ist gewiss unangenehm, vor allem wenn sie dann wieder schreckliche Bilder in der Tagesschau zeigen. Am Ende jedoch kommt zuverlässig der Wetterbericht, und die freundlich lächelnde Claudia Kleinert verheißt schönes Wetter.

Wie gut, dass wenigstens der Weltuntergang nicht globalisiert ist.

Guten Abend
2117 mal gelesen

Das Pataphysische Institut - Veranstaltungstipp für Nachtschwärmer

pataphysisches institut

Vorgestern Nacht konnte man erstmals das Pataphysische Institut der RWTH Aachen mittels webcam beobachten. Auch heute nach Einbruch der Dunkelheit wird die Kamera wieder eingeschaltet sein. Der Institutsleiter, Professor Dr. Dr. Jeremias Coster, hat nicht nur die webcam genehmigt, sondern auch einer virtuellen Besichtigung des Pataphysischen Instituts zugestimmt. Sie wird voraussichtlich Anfang Mai stattfinden. Interessenten sind jetzt schon herzlich eingeladen und können sich im Pataphysischen Seminar oder unter der nächtlichen Webcam-Übertragung anmelden.

Pataphysische Grüße
Trithemius
2335 mal gelesen

Plausch mit Frau Nettesheim - Die Decke unter dem Kinn

trithemius-Frau-NettesheimTrithemius
Ich habe die Duden-Office-Bibliothek auf die Festplatte des Teppichhaus- Rechners gepackt, Frau Nettesheim. Das ist ziemlich bequem, denn ich kann während des Schreibens ein Wort nachschlagen. Doch ich spiele mit dem Gedanken, das Programm wieder zu löschen.

Frau Nettesheim
Sagt Ihnen die neue Duden-Orthographie doch nicht zu?

Trithemius
Wo sie mir nicht einleuchtet, schreibe ich eben anders. Nein, bislang bin ich gelegentlich beim Tippen aufgestanden und habe ein Wörterbuch aus dem Regal geholt, hab mich ins Licht gesetzt und nachgeschlagen. Und manchmal habe ich ein Wort durch verschiedene Wörterbücher hindurch verfolgt, bin also noch mal zum Regal gegangen und habe ein anderes Buch befragt. Da muss ich blättern, finde etwas anderes, was ich gar nicht gesucht hatte – das alles ist Teil der Verarbeitungsprozesses während des Schreibens.

Frau Nettesheim

Vergessen Sie die haptische Qualität nicht. Beim Blättern spürt man das Gewicht des Buches in den Händen, hat Papier zwischen den Fingern, nimmt seinen Geruch war, riecht die Druckerschwärze, sieht Benutzerspuren und Alterungserscheinungen – darauf wollte ich nicht verzichten.

Trithemius
Eben, das sind gewichtige Gründe, die für ein Buch und gegen eine Office-Bibliothek sprechen. Andererseits merke ich, dass sich meine Schreib- und Lesegewohnheiten verändern, denn oft weiß ich die Qualitäten eines Buches nicht mehr zu schätzen. Das gleiche gilt auch für das Schreiben, denn ich schreibe immer seltener mit der Hand, allenfalls wenn ich unterwegs bin.

Frau Nettesheim
Dann schaffen sie sich bloß keinen Laptop an, sonst fällt das auch weg. Ich wundere mich über Sie. Nach außen propagieren Sie den Wert des Materialcharakters von Schreiben und Lesen, und jetzt gestehen Sie mir solche Dinge. Das Wort „Paarung wirkt auf die Partner“ scheint sich auch im Hinblick auf die Paarung Mensch-Maschine zu bestätigen, nur dass Sie sich allein der Maschine anpassen. Warum setzen Sie sich sehenden Auges solchen Anpassungsprozessen aus?

Trithemius
Es ist das Prinzip der kurzen Decke, Frau Nettesheim. Zieht man sie sich unters Kinn, legt man seine Füße frei.

Frau Nettesheim
Und was ist gut daran, die Decke unterm Kinn zu haben?

Trithemius
Ein Weblog wie das Teppichhaus zum Beispiel. Es hat eine Reihe Vorteile gegenüber dem gedruckten Buch. Ich kann schreiben wie und was ich will, ohne dass mir ein Redakteur oder ein Lektor hineinfunkt. Mein Korrektiv sind Sie, und Sie machen ja meistens, was ich will.

Frau Nettesheim
Das ist eine Frechheit, Trithemius. Ich glaube, Sie haben heute Morgen einen selbstverliebten Clown gefrühstückt.

Trithemius
War doch Spaß, meine Liebe! Ich bin nur ein bisschen übermütig, denn ich freue mich über die internationale Kundschaft. Das ist nämlich auch ein Vorteil des Weblogs gegenüber dem Buch. Das Weblog verbreitet sich international, wohingegen ein deutsches Buch eher selten in ausländischen Buchhandlungen zu finden ist, mal abgesehen von der Schweiz und Österreich.

Länderstatistik02Frau Nettesheim
Die Einmal-Aufrufe besagen gar nichts. Da kann sich ein Leser auch zufällig ins Teppichhaus verirrt haben und kommt nie wieder.

Trithemius
Ja, aber schauen Sie, wie viele Besucher wir aus den Niederlanden haben, und das knapp vier Wochen seit der Eröffnung der neuen Filiale.

Frau Nettesheim

Dann sollten Sie schon mal üben: Goedemorgen, je mag nederlands praten!
1933 mal gelesen

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