Anbetung der Regenrinne - Ethnologie des Alltags

Als die 38-jährige Krankenschwester Alex Cotton aus Coventry (England) vom Fußballabend mit Freunden zurückkam, traf sie beinahe der Schlag. Am unteren Ende der hauseigenen Regenrinne war ihr still und heimlich Jesus erschienen. Ergriffen zeigte sie den etwa zehn Zentimeter langen Rostfleck-Jesus ihren Freunden Graham Morriss (33) und Alan Downer (40), worauf die auch nur noch eines sagen konnten, nämlich: „Wow!“

Rostfleck Jesus

Wann Jesus in das Regenrohr hineingefahren war, lässt sich nicht klären. Man muss auf allen Vieren kriechen, um ihn zu entdecken, was eine verantwortungsvolle Krankenschwester nicht alle Tage tut. An diesem Abend hat sie sich aber betrinken müssen, weil der diabolische Schiedsrichter den Engländern im WM-Spiel gegen Deutschland ein reguläres Tor verweigerte. Deutschland-England 4:1! Da hat sich nicht nur Alex Cotton (38) verzweifelt gefragt: „Wo, um Himmels Willen, war Gott?!“ Gott war eingerostet - auf ihrem Regenrohr.

Nicht alle erkennen das Mirakel. Für Krankenschwester Alex Cotton ist es eine Frage des Glaubens. Sie selbst sieht deutlich: Jesus, seinen Bart und den Dornenkranz. Daher hat sie beschlossen, Papst Benedikt einzuladen. Wenn er im kommenden September England besucht, soll er das Regenrohr bewundern und einsegnen. Der allmächtige Gott kann den Menschen selbstverständlich erscheinen wie und wo er will. Deshalb warnt „de redactie“ des belgischen VRT: „Sag nie so einfach ‚Rostfleck’ zu Jesus!“

Nachtrag: Im vergangenen Winter, als niemand daran glauben wollte, meldete „de redactie“, ein piepskleines englisches Wetterinstitut hätte einen brüllend heißen Sommer vorausgesagt. Und was ist? Draußen torkeln sie unter einer gnadenlosen Sonne oder sinken dehydriert in Hauseingänge. Da ist völlig klar, was der Rost-Jesus im Regenrohr uns sagen will: „Himmel sakra, der Sommer wird heiß, und manchmal kommt Regen!“

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Virtueller Kaffeeplausch mit Frau Nettesheim

trithemius & Frau Nettesheim

Frau Nettesheim
Wenn Sie sich mal nicht in den Keller schreiben mit dem PentAgrion-Projekt.

Trithemius
Fallen Sie mir etwa in den Rücken?

Frau Nettesheim
Ganz und gar nicht. Aber ich fürchte, Sie verschrecken Ihre Leser, wenn Sie aus der Rolle fallen wie im 3. Kapitel.
Trithemius
Ich habe nur thematisiert, dass im Internet der Ich-Erzähler und der Autor sich unentwirrbar vermischen. Im gedruckten Buch ist der Unterschied klar: Hier der Autor, da sein Ich-Erzähler. Im Blog scheint diese Trennung aufgehoben zu sein. Autor und Icherzähler tauschen beliebig ihre Rollen.

Frau Nettesheim
Das ginge auch im gedruckten Buch, wenn der Autor es darauf anlegt.

Trithemius
Ja, aber hier geschieht es absichtslos. Selbst wenn die Trennung klar ist, spätestens in den Kommentaren scheint der Ich-Erzähler sich zu äußern.

Frau Nettesheim
Das haben Sie sich selbst eingebrockt, weil Sie zwei Namen verwenden,
mal als van der Ley auftreten, mal als Trithemius.

Trithemius
Und manchmal sogar als Frau Nettesheim.

Frau Nettesheim
Laufen Sie etwa in meiner Abwesenheit in Frauenkleidern herum?

Trithemius
Das brauche ich doch gar nicht, Frau Nettesheim. Hier ist alles virtuell. Theoretisch könnte sogar die ganze Plattform ein Fake sein. Man hat den Stil und den Wortschatz verschiedener Menschen analysiert, Blogidentitäten erzeugt, und ein Zufallsgenerator bestimmt, wann diese Identitäten aktiv werden. Dann erzeugt ein anderes Programm aus Textbausteinen neue Blogeinträge oder Kommentare.

Frau Nettesheim
Ach ja? Sie unterhalten sich mit virtuellen Personen, deren Äußerungen von einem Textautomaten kommen, derweil Sie eigentlich etwas anderes machen müssten, mal wieder abwaschen und Ihre Wohnung aufräumen?

Trithemius
Nö, wenn alles nur eine Computerillusion ist, dann wären Sie und ich ja auch nur Produkte dieses automatischen Schreibens. Und während wir uns scheinbar unterhalten, stehe ich in Wahrheit in der Küche und wasche ab.

Frau Nettesheim
Dann sind Sie schon eher ein Seehund und balancieren einen bunten Ball
auf der Schnauze
.

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Papiere des PentAgrion - 2.3 Realer Ruch des Blutes

Papiere des PentAgrion bd 2
Folge 2.1 - Die Macht der Jacke - Folge 2.2 - Von den Socken

Manchmal, so gegen Morgen, träume ich konzeptionelle Träume. Die nenne ich so, weil sie nicht von deutlichen Bildern begleitet sind, sondern sprachlichen Ideen folgen. Der von heute Morgen ging so:
Einer verwandelt sich in ein Tier, dann in ein größeres, angsteinflößendes Untier, dann in ein riesiges, hässliches Ungeheuer, vor dem alle flüchten, und als er sich wieder zurückverwandeln will in den Menschen, der er einmal war, da hat er nicht mehr in sich reingepasst und musste ein Ungeheuer bleiben.
Bei solchen Träumen habe ich das Gefühl, schon wach zu sein, sacke dann aber mehrmals noch weg, bis ich endlich die Füße auf die Dielen stelle, den rechten zuerst, und mich aufrichte. Meistens flüchten die Träume, wenn ich Fuß gefasst habe in meiner Welt. Dann bin ich ziemlich sicher, nicht mehr zu träumen. Denn alles um mich herum ist noch wie am Tag zuvor. Warum, frage ich mich, kann ich beim Erwachen nicht jemand anders sein? Ein Seehund zum Beispiel, der einen bunten Ball auf seiner Schnauze balanciert. Und habe ich meine Sache gut gemacht, wirft man mir vom Beckenrand köstliche Fische zu. Dann freilich wüsste ich nicht, dass ich nicht immer ein Seehund gewesen bin. Theroetisch könnte ich also an jedem Morgen jemand anders sein und würde nur glauben, es wäre die Existenz vom Tag zuvor.

Es steht nicht in meiner Macht, einer der Rollen zu entkommen, die mir der kosmische Lenker zugedacht hat. Er ist kein Gott. Mich hat kein Gott gemacht, aber er agiert wie ein Gott, kann mich umher schicken, kann mir Ereignisse vor die Füße werfen, mir Probleme aufladen, kann mich Dinge hören und lesen lassen, mir hübsche oder unerfreuliche Begegnungen antun, er steuert meine Träume, meine Gedanken und meine Worte, ganz wie er lustig ist. Und ist er einmal unlustig, kann er mich nach Belieben vernichten.

Das Wort Autor ist dem lat. auctor entlehnt. Es bedeutet „Urheber“, „Schöpfer“, „Förderer“, „Veranlasser“. Meinen Schöpfer nenne ich JvdL, denn ich weiß nicht, wie der Name tönt. Auch die Hebräer schreiben den Namen ihres Gottes JHWH nur mit Konsonanten י ה ו ה, weil sie nicht wissen, wie er ausgesprochen wird. Ich bin nicht sicher, ob JvdL der wahre Name meines Schöpfers ist.

SCHNAUZE, TRITHEMIUS!

Er nennt mich Trithemius und hat mir die Rolle des Ich-Erzählers in seinem Roman zugeschrieben. Dieser Roman ist ein wahres Tollhaus. Seine Räume, Gänge und Flure sind ein sich ständig erweiterndes Labyrinth. Es fällt mir schwer, mich darin zu orientieren. Manchmal erweckt mein Schöpfer den Anschein, er wäre ich, und manchmal räche ich mich für diesen Übergriff und nehme seine Identität an. Dann habe ich plötzlich den Außenblick auf meine Welt und kann Sachverhalte und Beziehungen überblicken, die mir sonst verborgen sind.

Das ist Unsinn, mit Verlaub. Ich bitte um Entschuldigung für die verwirrende Passage. Eine Erzählfigur kann nicht einfach aus dem Kontext der Erzählung heraustreten und Spekulationen über die erzählte Welt und ihren Urheber anstellen. Nie und nimmer.

Ach ja? Ebenso wenig kann ein Urheber mit den Subjekten seiner Schöpfung disputieren. Beide gehören verschiedenen Dimensionen an, und zwischen der unteren und oberen Ebene gibt es keine Verbindung, die eine wechselseitige Kommunikation ermöglicht. Selbst wenn ich sage: „Du, mein Schöpfer, kannst mich mal! Deine Welt nervt mich. Da ist einfach nicht genug Ordnung, mein HErr!“, dann ist mir das nur möglich, wenn du deine eigene Schmach veröffentlichst. Es ist nicht anders als in deiner Welt, die du Realität zu nennen beliebst. Der dich gemacht hat, schreibt dich, und schreibt er dir ein ödes Leben an den Hals, dann kannst du auf den Knien rutschen, ihm Rauchopfer darbieten, ihm Dome bauen, kannst dir eine Kaffeemütze auf den Kopf setzen und deinen Mitmenschen erzählen, du hättest Gottes Ohr und könntest ihm was einflüstern; du weißt, du bist ein Betrüger, eitler Diener eines faulen Zaubers.

Verzeihung, ich muss mich sammeln. Habe ich mir die Begegnung mit Gina Enport nur eingebildet? Wäre das möglich? Die beiden Radfahrer, von denen ich dachte, sie hätten ihr die Vorfahrt genommen, vielleicht war da niemand, dem der Nerd auf dem Fahrrad die Vorfahrt hätte überlassen können. Vielleicht habe ich ihn völlig zu Unrecht angepflaumt. Aber auch der Mann aus Springe hat die Enport gesehen, wie sie sich im roten Bikini auf der Sitzbank geräkelt hat. Ihn könnte ich fragen, wenn ich gescheit genug gewesen wäre, mir seinen Namen zu merken. Oder hat er ihn gar nicht gesagt? Ich könnte nach Springe fahren und beispielsweise in der Fleischerei fragen nach einem Mann Anfang 60 mit zwei Enkelkindern, der im Spielmannszug trommelt und eine Ehrenkarte vom Saupark besitzt. Diese Angaben müssten reichen. Freilich halte ich immer die Luft an, wenn ich an Fleischereien vorbeikomme, weil ich den Ruch des Blutes nicht ertrage. Das wiederum beweist, dass ich ein fühlender Mensch bin und keine Fiktion.

Folge 2.4: Der Autor ist verwirrt
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Jürgen Klopp und Günther Jauch vor leeren Stühlen

Gut anderthalb Jahre kaufe ich am Kiosk bei mir an der Ecke. Der Kioskbetreiber ist zwar ein höflicher, aber außerordentlich sparsamer Mensch. Außer: "Hallo!", "Bitteschön", "Ein Euro" (Flasche Bier), "Fünfeuroachtzig" (Tabak und Blättchen), "Dankeschön", "Tschüss!" spricht er nichts. Anfänglich habe ich versucht, ihm etwas mehr zu entlocken, habe etwa launige Bemerkungen übers Wetter gemacht, aber war nie besonders originell, denn den Mann umgibt die Aura von kommunikativem Unvermögen. Diese Aura lähmt auch mein Sprachzentrum. Mit der Nachsprechpuppe "Klein-Plapperle" könnte ich mich besser unterhalten als mit dem Kioskmann. Daher wollte ich ihn gestern Abend nicht sehen.

trinkhalle
Die Dämmerung fiel herab, als ich zum übernächsten Kiosk bummelte. Aber sie fiel mir nicht auf den Kopf. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Mit der Dämmerung endete der längste Tag dieses Jahres, und von heute an schwinden die Tage wieder. Man hat es gar nicht so richtig mitbekommen. Zumindest ich fühle mich ein bisschen betrogen, als wäre das Anwachsen der Tage dem Merkelschen Sparpaket zum Opfer gefallen. Die Luft war wider erwarten recht lau. Trotzdem waren die Stühle und Tische vor und in den Kneipen leer. Auf den allerorten aufgestellten TV-Geräten analysierten Günther Jauch und Jürgen Klopp ein Fußballspiel, und keiner hörte zu. Eigentlich hatte ich Lust, irgendwo ein Bier zu trinken, aber Kneipen, in denen nur zwei Figuren an der Theke hocken und von Jauch und Klopp zugedröhnt werden, sind noch abschreckender als ein Kioskmann, der jahrelang nur fünf verschiedene Wörter herausbringt.

Das war auf der sonst so belebten Limmerstraße in Hannover-Linden nicht anders, eher schlimmer, denn hier waren die TV-Schirme größer, und manche Lokale hatten sogar zwei, einen drinnen, einen draußen. Jauch und Klopps Stimmen hallten gar unheimlich auf die leere Straße hinaus. Jauch nannte Klopp einen hochbezahlten Experten, worauf Klopp abwiegelte, von "hochbezahlt" könne nicht die Rede sein. Diesem Understatement sind wohl auch die leeren Lokale geschuldet. Die Leute geben vor, sie hätten kein Geld. In Wahrheit fahren sie im 7er-BMW zwei bis vier Deutschlandfähnchen spazieren oder hoppen in Südafrika von Stadion zu Stadion, sind mal rasch zum Segeln bei einer Regatta rund um die Isle of Wight, zum Mittsommernacht-Golfen nach Schweden geflogen oder sahnen sogar die megafetten Tageshonorare ab, wenn sie abends eine Riesenausbeute leerer Flaschen zu Rewe bringen, weshalb Rewe eigens bis 22 Uhr geöffnet halten muss.

Abgelegt unter: Abendbummel online
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Die Papiere des PentAgrion - 2.2 Von den Socken

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Folge 2.1 - Die Macht der Jacke - hier

An der Ampel vor dem Nordhafen, wo der Weg auf die andere Seite des Mittellandkanals wechselt, wo rot auf weiß ein Pfeil mit einem stilisierten Fahrrad darunter nach rechts Richtung Brücke weist, eines der kleinen quadratischen Schilder, an denen ich mich bei meinen Fahrten zu orientieren pflege, dort wartet mit mir wie zufällig ein Fußgänger. Der gut gekleidete junge Mann so Mitte 30 hat ein Mobiltelefon am Ohr.

Vom morgendlichen Anziehen der Socken bis zum Abend, wenn sie wieder ausgezogen werden, summieren sich die Ereignisse auf eine Weise, dass bestimmte Menschen sich wie zufällig begegnen. Da nun aber alle Ereignisse im Leben dieser Menschen hinsichtlich Zeitablauf und Bewegung im Raum genau zu berechnen wären, ist’s natürlich überhaupt kein Zufall, dass der junge Mann und ich gemeinsam an der Ampel warten. Er schaut lächelnd in die Ferne wie zu seinem Gesprächspartner hin, den er wohl irgendwo weit weg im Norden vermutet, weshalb er laut hineinspricht in sein Mobiltelefon: „Also. Das Haus hat in den 60ern meine Mutter mit ihrem Vater gebaut. Aber es gehörte auch zu Teilen meiner Oma. Es wurde dann in den 80ern umgebaut, vielmehr kam ein Anbau daran und …“

Die Ampel springt auf Grün, und unsere Wege trennen sich wieder. Jetzt werde ich im Leben nicht erfahren, was es mit dem Haus seiner Mutter, ihres Vaters und der Oma auf sich hat und wieso er den Vater seiner Mutter nicht seinen Opa nennt, sein Vater aber sich am Hausbau nicht beteiligt hat, sondern die Sache dem Vater der Kindsmutter überließ. Hat er sich etwa nach der Zeugung einfach davon gemacht? Ist er vielleicht abgehauen in die Fremdenlegion oder hat als Matrose auf einem Lastkahn angeheuert, fuhr mir nichts dir nichts den Mittellandkanal hinauf, hakte schon das dicke Tau um die Ankerhaken tief unten im Flutbecken der Schleuse Anderten und stabilisierte Haken um Haken den Bug des auftreibenden Schiffes, derweil die junge Mutter zum ersten Mal die Söckchen über die Patschefüßchen des heute lachenden Erben zog?

Gut, ich will nicht beklagen, dass ich nicht genug erführe von den Geschehnissen der Welt. Manches zumindest darf ich wie zufällig erfahren, als ein Ergebnis von zu bestimmten Zeiten angezogenen Socken. Nur wenig später wird ein Mann mir seine Lebensgeschichte erzählen. Er wird leerlaufen wie ein angestochenes Fass, auch sein Portemonnaie aufklappen und die Fotos seiner Enkel zeigen nebst einer Ehrenkarte für den Saupark in Springe. Die aber sieht unter der hellen Sonne schon ziemlich schmuddelig aus. Anderes bleibt mir verborgen, ist mir nur für kurze Zeit zugänglich gewesen, als ich in den Papieren des PentAgrion lesen konnte. Und seither habe ich diese verfluchte Grütze im Kopf, weshalb ich mich habe erden und nicht nur vom Internet, sondern auch von den etablierten Schmockmedien habe fernhalten müssen.

Man kann also am Nordhafen nicht vorbei. Auf der inneren, der Stadt zugewandten Seite, drängt sich das Gelände von Volkswagen bis an den Kanal. Selbst von der anderen Seite des Mittelandkanals lässt sich das Volkswagengelände nicht einsehen. Auf seiner Höhe schwingt der Weg vom Kanal weg in den Wald hinein und später führt er hinter einem überwucherten mächtigen Erdwall vorbei, den zu ersteigen ein Zaun verhindert.

Bevor der Weg vom Kanal in den Wald eintaucht, umrundet er eine kleine Bucht. Dahinter erhebt sich prächtiges Grün. Um die Bucht sind einige Sitzbänke verteilt. Die sind allesamt besetzt, vielmehr, die zentrale Bank ist belegt. Da räkelt sich ein Weib im roten Bikini in der Sonne, ohne den Vorbeikommenden einen Blick zu schenken, wohl aber offenbar wünschend, dass man sie beachtet und betrachtet, wegen ihrer Schönheit beneidet oder bewundert. Ich beneide sie um die Bank und ignoriere sie, fahre vorbei und wähle die Bank am Ende der Bucht. Sie ist von großen Büschen beschattet, hat einen Zwilling gegenüber und dazwischen steht ein Tisch, so lang wie die Bänke selbst. Von hier ist das Bikinimädchen kaum noch zu erkennen, weshalb ich in Ruhe einen ausgedruckten Text lesen kann und gelegentlich etwas unterstreichen. Ab und zu tuckert ein Lastschiff vorbei, über mir zwitschert und tschilpt es im Busch, da bin ich beinah eins mit mir und froh, keinen Bikini zu tragen und mich lasziv in der Hitze räkeln zu müssen. Irgendwann knirschen Schritte auf dem Weg, aber als sie schon fast vorbei sind, werden sie wieder lauter. Ein braungebrannter Mann Anfang 60 tritt näher. Er trägt in jeder Hand einen Fahrradreifen und schickt sich an, die freie Bank gegenüber zu besetzen. Die Fahrradreifen hängt er sorgsam um das Ende der Lehne. Ich sage: „Fehlt Ihnen jetzt nur noch das Fahrrad dazu, aber eins ohne Mäntel.“

Er lacht und sagt: „Ja, die habe ich eben im Baumarkt gekauft. Ich will das Bad renovieren, und da habe ich die Mäntel gleich mitgenommen, denn ich komme ja aus Springe, und wenn ich schon einmal hier bin.“ Er habe eigentlich da sitzen wollen, wo die im Bikini sich breit mache. Das Bad gehöre seiner Tochter und dem Schwiegersohn. Derzeit wären sie zum Urlaub unten in Spanien, und da könnte er die Abwesenheit nutzen und das Bad neu machen. Er habe den beiden die Eigentumswohnung überlassen, wohne ja selbst im eigenen Haus. Sein Auto habe er ihnen auch gegeben, die Versicherung würde er aber noch bezahlen.

Ich erfuhr, dass er bei VW malocht habe, aber sein Herz nicht mehr hat mitmachen wollen, weshalb man ihn vorne ganz aufgemacht hätte, dass in der Folge seine Frau ihn verlassen habe, jetzt aber gar nicht glücklich sei mit ihrem neuen Mann. Das wäre aber wirklich ihr eigenes Problem, wer einen kranken Mann verlasse, habe es nicht anders verdient. Ihm hingegen ginge es prima, was auch sein Arzt ihm bestätigt hätte, wodurch es quasi amtlich wurde.

Das Herz hatte ihn offenbar zur Besinnung bringen müssen. Sich rechtzeitig den Zwängen zu entziehen, ist eine Kunst. Ich muss an den ersten deutschen Stuntman denken. Der hieß Arnim Dahl und hat mal einen Handstand gemacht in New York auf dem Geländer des Empire State Building. Im Laufe seiner Karriere erlitt er über einhundert Knochenbrüche. Als Dahl sich mit 70 Jahren endlich zur Ruhe setzte, sagte er im Interview: „Jetzt werde ich mein Leben genießen!“, ist dann aber bald gestorben. Offenbar ist der Genuss nicht jedem erlaubt, anders als Jeremias Coster, dem wundersamen Professor der Pataphysik an der RWTH Aachen.

Er sei, fährt der muntere Mann fort, schon ewig Mitglied im Spielmannszug von Springe, und wenn man sich träfe, würde nicht nur ordentlich gesoffen. „Wir spielen auch noch so richtig die alten Märsche, ‚In Treue fest’, Riga’ und ‚Preußens Gloria’“ Der Nachwuchs, das junge Volk spiele ja nur Kinderkram, ‚Biene Maja’ oder ‚Heidi’ und so was. Das beruhigt mich. Auch das krachend Martialische wird offenbar irgendwann albern. Alles Hehre, alles eitle Herumgestelze strebt also unvermeidlich dem kindischen, kalbsköpfig Blöden zu.

Ich packe meinen Kram zusammen. Da zeigt er mir noch rasch die Fotos seiner Enkel und den Ehrenausweis aus dem Wildsaupark in Springe, wischt dann aber ein bisschen beschämt drüber, weil der so schmuddelig ist. Die Sonne bringt es an den Tag. Er reicht mir die Hand zum Abschied und sagt: „Vielleicht sehen wir uns noch mal wieder.“ Und ich denke, ja, vielleicht fahre ich mal in den Deister und nach Springe, aber niemals wird man mich im Saupark antreffen. Wenn einem nämlich die Wildschweine derart die Sachen verdrecken. Ich hätte da auch gar nichts verloren in der Einfriedung hinter einer beinah 17 Kilometer langen und zwei Meter hohen Mauer, wo man das eingesperrte Wild vor die Flinten von Politikern und Vorstandsvorsitzenden treibt.

Den Rückweg nehme ich durch Hainholz und Herrenhausen, und wie ich in die lange Allee des Georgengartens einbiege, fährt vor mir eine Frau im tibetisch-roten T-Shirt. Da durchfährt es mich, ein wenig vor Freude, aber es zieht auch in meinen Magen hinab. Nach wenigen Tritten bin ich mit meiner Briefträgerin gleichauf.

„Da sind Sie ja endlich!“, sagt sie. "Ich habe Sie schon erwartet, nachdem Sie mich eben ignoriert haben."
„Mir ist nicht bewusst, Sie ignoriert zu haben. Das wüsste ich ja nur, wenn ich es nicht getan hätte. Und wie können Sie mich erwartet haben, Gina Enport oder Egport oder wie immer Sie heißen? Nicht einmal ich konnte wissen, wann ich mich wo befinden würde bei so einer Fahrt ins Blaue, in die mich meine neue Jacke getrieben hat.“
„Ach, das ist leicht gewesen, letztlich nur die Summe von beobachtbaren Abläufen.“
„Kommen Sie mir nicht so. Das ist meine Theorie. Und warum klingeln Sie eigentlich nicht mehr bei mir, sondern stecken mir die Post still und heimlich in den Kasten, allesamt Briefe, die ich nicht haben will. Lang-DIN! Wenn ich Lang-DIN sehe, weiß ich sogleich, das ist Dreck, Amtliches, Firmenpost oder Werbung, worin man sich ranwanzt an mich, weil man glaubt, meine Bedürfnisse zu kennen und ich frage mich woher eigentlich?“
„Es ist nicht meine Sache zu entscheiden, welche Post Ihnen zugedacht ist“, sagt sie und zieht eine Schnute. „Ich hätte mir eine andere Begrüßung von Ihnen erwartet, wenigstens ein freudiges Hallo, wie geht es Ihnen, liebe Gina? Stattdessen jammern Sie mir die Ohren voll, fahren auch viel zu schnell. Wollen Sie mich abhängen?“
„Alle hier in Hannover fahren auf Abhängen, immer voll am Anschlag. Einen Augenblick versinkt man in Gedanken, lässt einen Tritt aus, schon saust einer vorbei und zeigt dir das Hinterrad, und darauf steht in Laufschrift: „Ich bin schneller als du lahmer Hund!“


Vom Wilhelm-Busch-Museum her kommen zwei Radfahrer, nehmen meiner Briefträgerin die Vorfahrt und biegen ein in Richtung Dornröschenbrücke. Ich gehe raus nach links, um die beiden durchzulassen und auf meine Briefträgerin zu warten. Da raunzt mich der Äußere an: „Ja, was jetzt, geradeaus oder nicht?!“ Der sieht aus wie ein Nerd, der grad zum ersten Mal seit Monaten hinter seinem Computer hervor gekrochen ist. Ich sage: „Fahr du geradeaus, dann hast du genug zu tun!“

Hinter mir höre ich meine Postbotin noch lachen, doch wie ich mich umdrehe, ist sie weg.

Folge 2.3: Realer Ruch des Blutes
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Die Papiere des PentAgrion - 2.1 Die Macht der Jacke

Papiere des PentAgrion bd 2Schalt das Radio ein. Musik: Martin Kratochwil



Kennst du das? Du denkst, du bist einem Alptraum entronnen, hörst im jungen Morgen die Vöglein zwitschern und willst gerade erleichtert aufseufzen, aber du bist nur erwacht, der Alptraum ist noch da, hat nur ein bisschen aus der Wachwelt in deine Traumwelt geragt, der Hund. Der Briefkasten gähnt mich an, das E-Mail-Programm ist bei Keine neuen Nachrichten auf dem Server eingefroren, uff, ich glaube, ich bin versehentlich aus der Welt gerutscht und hänge in einer Zeitschleife.

"Fahr mich doch ein bisschen spazieren!", sagt meine neue Jacke. Da streife ich die Jacke über, verlasse die Wohnung, hole mein Fahrrad aus dem Hof und fahre los. Es ist wärmer als ich gedacht habe, aber es kühlt ein kräftiger Wind, so dass die Jacke mir durchaus angemessen scheint. Sie lässt mich auch keine kleine Runde fahren, sondern treibt mich immer weiter ostwärts durch Hannovers Straßen.

Wer jetzt denkt, ich hätte vielleicht eine kleine oder sogar ausgewachsene Meise, weil ich mich von einer neuen Jacke quer durch Hannover scheuchen lasse, mir egal. Sind überhaupt meistens Dinge, die unser Handeln bestimmen. Einmal sah ich auf dem Aachener Münsterplatz einen Mann, der trug unter der Nase einen mordsmäßigen Schnurrbart, dessen Enden zum Kreis gezwirbelt waren. Der Schnurrbartbesitzer ging seltsam nach vorn gebeugt. Sein Schnurrbart hatte ihm bestimmt auch gesagt: "Trag mich mal ein bisschen spazieren, aber da, wo viele Leute sind, die mich sehen können." Da ist der Mann folgsam losgelaufen, aber wie zum Hohn hat sich der undankbare Schnäuzer extra schwer gemacht.

Verdammt, verdammter Mist! Immerzu quält mich der Gedanke, ich dürfte das Gebot der Kürze nicht vernachlässigen. Dann streiche und streiche ich, aber mit Verlaub, das ist doch kein flüssiges Erzählen, nicht mal ein ordentliches Berichten, wenn ich beinah alles wieder streiche, was ich gerade geschrieben habe. Wie kann ich mir Klarheit verschaffen, warum ich über ein halbes Jahr nichts habe schreiben können, nachdem ich die Arbeit an den Papieren des PentAgrion beendet hatte. Und habe ich nicht sowieso alle Zeit der Welt?

Als ich merke, dass ich unter meiner neuen Jacke schwitze, ist es schon zu spät. Und bis ich mich entschlossen habe abzusteigen und die Jacke in den Rucksack zu stecken, ist mein Hemdrücken klatschnass. Ich habe viel zu lange nach einem Platz gesucht, wo ich anhalten könnte, mich neu zu regeln und vielleicht einen Moment sitzen könnte, um eine zu rauchen, und jetzt sehe ich da vorn schon den Mittellandkanal, vielmehr eine Brücke, die hinüber führt. Hab gar keine rechte Ahnung, wo ich mich überhaupt befinde.

Eine Bank überm Kanal, direkt neben der Brücke. Wie ich da sitze, habe ich ein filigranes Aluminiumgitter vor Augen, dessen Verstrebungen Rauten bilden. Wenn ich die Augen locker lassen, überschneiden sich die nebeneinander liegenden Rauten, und dann entsteht eine neue, eigene Räumlichkeit. Das sieht aus, als würden die Gitterstreben quer überm Wasser des Mittellandkanals liegen.

Da rauscht unter der Brücke ein Lastschiff hervor. "Tremonia" steht am Bug. "Tremonia" kommt wie gerufen, denn ich habe mit mir ausgemacht, so lange überm Kanal zu sitzen, bis ein Schiff herankommt. Ich steige aufs Rad, überquere die Straße und sause zum Kanalufer hinunter. Die Fahrt soll jetzt nicht mehr langsamer werden. Ich rase, dass der Split unter den Reifen nur so wegspritzt, jage am Mittellandkanal nordwärts, als hätte ich eine wichtige Verabredung, irgendwo im Norden Hannovers. Doch die habe ich nicht. Ich will den Alptraum hinter mir lassen, der mich gefangen hält. Ist mir egal, ob du mitkommst. Wenn du überhaupt dabeisein willst, wirst du schon lesen müssen, was zuvor geschah, im letzten Jahr nämlich, als ich die Papiere des PentAgrion entdeckt hatte. Die Müh kann ich dir nicht abnehmen. Ist eine Sorte Training, damit du mithalten oder wenigsten an meinem Hinterrad bleiben kannst. Da kann ich dir gar nicht helfen, hab auch nicht die geringste Lust dazu. Habe ich dich nicht lang genug bei den Ohren genommen? Willst du endlich auf Augenhöhe kommen?

Abgelegt unter: PentAgrion

Folge 2: Von den Socken
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The Bear That Wasn’t auf großer Fahrt - unrasiert

Während in der Fußballwelt die Vuvuzelas tröten, ist woanders ein leiser Bär los. Im Oktober letzten Jahres, als die anderen Bären in ihre Höhlen krochen, um ihren Winterschlaf zu halten, startete vom belgischen Leuven aus ein musikalischer Bär sein 365-Tage-Projekt. Er packte seine Gitarre ein, setzte sich aufs Fahrrad und begab sich auf eine abenteuerliche Reise. Jeden Abend klopfte der Bär an einer anderen Haustür und bat um ein Nachtlager und Verpflegung. Natürlich wollte der fahrende Bär nichts einfach so geschenkt. Als Gegenleistung für die freundliche Aufnahme erhellte er die Stuben seiner Gastgeber mit zarter Hausmusik.

Der 23-jährige Nils Verresen aus dem flämischen Genk ist „The Bear That Wasn’t“. Nachdem er Belgien durchstreift hatte, verließ er im Mai sein Heimatland und zog durch die Niederlande und Deutschland hoch nach Dänemark. Derzeit ist er in England unterwegs. Seine Wanderroute lässt sich im Internet verfolgen, wo auch alle seine Gastgeber aufgelistet sind.

Der Name „The Bear That Wasn’t“ geht zurück auf ein Kinderbuch von Frank Tashlin aus dem Jahr 1946. Im Buch erwacht der Bär aus seinem Winterschlaf und findet sich in einem Industriegebiet wieder. Sogleich will man ihn zum Arbeiten zwingen, worauf der Bär erwidert: „Aber ich bin kein Mensch, ich bin ein Bär!“ Das wollen die Chefs aber nicht gelten lassen, sondern verlangen, dass der Bär sich rasiert. Und sie stellen ihn vor die Wahl: Arbeiten oder Zoo ...

Zum Glück verweigert sich der Bär diesmal den rüden Anforderungen der Industriegesellschaft. Holen Sie ihn zu sich nach Hause, das lohnt sich:

CD anhören: Hier
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Uwe Seeler spielt die Tanzmusik der Apokalypse

Bitte richten Sie die Vuvuzela nach oben!

„Ich war geschockt darüber, wie wenige sich hier eingefunden haben“, sagt der junge Mann auf der improvisierten Bühne ins Mikrophon. Er steht auf einem Kleinlaster, dessen Plane zu dem verlorenen Häufchen Demonstranten hochgeschlagen ist. Auch müssten bessere Slogans her. In der Tat sind die Transparente ziemlich unfertig vollgeschmiert. Da ist kaum zu erkennen, worum es überhaupt geht, nämlich um eine Demonstration gegen die Bildungsmisere an deutschen Hochschulen. Der Redner gibt sich redliche Mühe, versucht auch die Passanten anzusprechen, die an diesem Samstagmittag die Georgstraße entlanglaufen, eine der Fußgängerzonen im Zentrum von Hannover. Schließlich ginge es nicht nur um die heutigen Studenten, sondern auch um die Zukunft ihrer Kinder. Und das beträfe alle, auch die Polizisten.

Eine halbe Hundertschaft rundum, überwiegend junge Polizeikräfte folgen gelangweilt dem Geschehen. Pro Demonstrant ein Polizist, das ist eine luxuriöse Fürsorge, eine müßige Angelegenheit obendrein, denn etwas zu regeln gibt es nicht. Da ist nicht einmal eine Vuvuzela zu hören. Die Passanten eilen trotzdem vorbei, denn ab und zu fallen Regentropfen aus dem düsteren Himmel. Ja, wenn hier Lena auf dem Kleinlaster stünde, dann sähe die Sache anders aus. Dann hätte man sich schon zwei Stunden vorher eingefunden, um einen guten Platz zu ergattern und der Regen, - ach, sind nur ein paar Tropfen. Selbstverständlich würde die Polizei sich zurückhalten, stünde irgendwo versteckt in einer Seitenstraße, um die gute Laune nicht zu gefährden. Sobald aber ein Demonstrant ein armseliges Pappschild hochhält, steht schon sein persönlicher Polizist nahebei. Was ist bloß los in diesem Land? Warum baut die Staatsmacht selbst bei mauskleinen Protesten eine derartige Drohkulisse auf, so dass ein unbefangener Passant denken muss, da geschehe etwas Illegales, wovon man sich besser eilig entfernt? Man sollte meinen, das gibt es nur in China, wo öffentliche Bekundungen erst gar nicht erlaubt sind und nötigenfalls brutal verhindert werden.

Das ist gespenstisch; es zeigt eine demokratische Gesellschaft auf Talfahrt. Die meisten leisten keinerlei Gegenwehr, rennen lieber zu jedem Spaßevent hin, saufen sich den Kopf zu und machen Party, hängen fadenscheinige Deutschlandlappen aus den Fenstern ihrer verrottenden Buden, und hat ihnen die Bank noch ein Auto zugestanden, dann klemmen sie diese elenden Plastik-Fähnchen ran, die nicht mal zum Arschwisch taugen, brüllen: „Tschland! Tschland!“ und „Isch liebe deutsche Land!“ Warum? Bietet ihnen dieses Land eine sichere Perspektive? Interessieren sich die gesellschaftlichen Eliten einen Deut für ihre erbärmlichen Schicksale? Im Gegenteil. Die Eliten betreiben lustvoll die Ausplünderung des Volksvermögens. Welchen Grund hat die verarmende Bevölkerung zu jubeln? Elf Millionäre spielen Fußball in Südafrika, und die vereinten Schmockmedien trommeln die Marginalie hoch zum Nationalereignis. Wenn die WM vorbei und vergessen ist, werden viele nicht nur ein paar Regentropfen abkriegen, es wird alternativlose Entscheidungen hageln wie Sau. Dann wird den meisten das Fahnenschwenken vergehen. Das enervierende Getröte der Vuvuzelas wird ihnen vorkommen wie die Tanzmusik der Apokalypse. Und "verdammte Axt!" die Vuvuzela-Ohrstöpsel sind ausverkauft.

TSCHLAND. Ein nationales Ereignis fand statt letzten Samstag am Steintor in Hannover, ein armselig kleiner Studentenprotest gegen die herrschende Unbildung, gegen die verordnete Verblödung eines Volkes. Er war vorzüglich abgeschirmt durch die Polizei.

Abgelegt unter: Zirkus des schlechten Geschmacks
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Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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