Jugendfreier Dialog über Gras kaufen und Ficken

Im Fernbus nach Maastricht sitzen auf der Rückbank drei junge Männer. Sie unterhalten sich ungehemmt, denn Sie wähnen sich unter Niederländern, die sie nicht verstehen. Zeitweise habe ich mich gefragt, ob ich ihre Worte aufschreiben soll, aber das war mir dann doch zu viel Aufwand. Den Tenor habe ich behalten wie auch das eine oder andere Zitat. Allerdings kann ich nicht angeben, wer was gesagt hat, denn sie saßen hinter mir.

Sie reden über ihre Auslandserfahrungen, denn sie sind ein bisschen aufgeregt, wollen in Maastricht Gras kaufen. Einer von ihnen kennt sich aus und erklärt ihnen, wie’s geht und dass man sich vor dem Zoll in Acht nehmen soll, „weil die auch die Busse kontrollieren.“ Die anderen Auslandsberichte der drei drehen sich um das Thema Frauen und Mädchen. Aber es geht eher um Frauen, die käuflich sind. Amsterdam sei klasse, aber zu teuer. „Wenn du dahin gehst, wo die Touristen hingehen, ist es immer teurer.“ Er habe sich das ganze nur angeschaut, "aber zum Ficken geht nichts über Frankfurt." "Frankfurt ist geil“, bestätig sein Freund. "Wenn du da durch gehst, sieht die erste schon geil aus, aber wenn du weiter kommst, warten da immer noch geilere.“ Darum habe er sich zur Regel gemacht, immer zuerst einmal ganz durchzugehen. „Es ist doch geil, wenn du weißt, dass du sie so einfach ficken kannst.“ Einer spricht über Afrikanerinnen. „Boah eye, die Negerinnen zeigen einem sofort alles.“ Der Dritte sagt, nachdem auf der Studienfahrt nach Frankreich im Bordell gewesen wäre, wolle er jetzt auch die Frauen aus anderen Ländern ausprobieren. „Aus jedem Land eine Frau!“ „Das ist also dein neues Lebensziel?“ „Genau! Aus jedem Land eine.“ Der am Fenster erzählt dann noch, von einem gescheiterten Versuch: „Wir kamen ziemlich spät. Da war nur noch eine Frau da. Wir wollten zu zweit, aber sie war uns zu teuer.“

Die drei waren nicht etwa Proleten, eher gut aussehende Jungs aus gutem Haus. Einer machte gerade Zivildienst, die beiden anderen standen offenbar vor dem Abitur. Ich frage mich, wie exemplarisch das Gerede ist. Das Frauenbild der drei ist ziemlich schräg. Und ist es ihnen zu anstrengend, eine Beziehung zu haben? Jedenfalls scheint die sexuelle Befreiung inzwischen zum freimütigen Bordellbesuch verkommen zu sein.

Mehr: Ethnologie des Alltags
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Laute Buhrufe im Zirkus des schlechten Geschmacks

Der Kelch ist an uns vorüber gegangen. Der unsägliche Guttenberg ist zurückgetreten. Dass er dem Druck wich, aber keinerlei Einsicht zeigt, da entlarvt sich die Debilität des Adels. Man muss dem Herrn der vielen Namen dankbar sein, denn er hat so schräg, schrill und verkommen agiert, dass doch eines klar geworden ist: von der Adelsbagage ist nichts Gutes zu erwarten, egal wie die verschmockte, so genannte seriöse Presse zirkus schlechten Geschmacksihn gefeiert hat, der Spiegel mit dem liebedienerischen Titel: „Die fabelhaften Guttenbergs“ und die ZEIT, deren Chef Giovanni di Lorenzo „die Sehnsüchte der Deutschen nach einer Königsfamilie“ auf uns zu projizieren versucht hat. Was in Deutschland an übler Gesinnung wie ein Sumpf sich ausgebreitet hat, das kulminiert in Figuren wie Guttenberg, das miese Sozialschmarotzertum einer sozialen Oberschicht und ihrer Speichellecker. Diese Clique hat sich zu einem machtvollen globalen Netzwerk verbunden, und ihre Gemeinsamkeit besteht in der unstillbaren Raffgier nach Geld, Macht und Ansehen.

Einem Mann wie Guttenberg, der den Wahnwitz der ungehemmten Selbstsucht repräsentiert wie kein Zweiter, trauert gut die Hälfte der Deutschen nach. Aber es ist ungemein entspannend, dass es auch noch eine andere Hälfte gibt. Menschen mit Ehrgefühl, die sich nicht nur empört haben, sondern in Wort, Bild und Tat sich endlich zusammengefunden haben, zuerst hier im Internet. Es hat lange gedauert, bis die Mitglieder des Wissenschaftsbetriebs begriffen haben, was ihnen da an dreister Frechheit zugemutet wurde, wie unbekümmert die Bundeskanzlerin Merkel ihre wissenschaftliche Reputation in den Wind geschossen hat. Redet von dem Bildungsland Deutschland und tritt die intellektuelle Redlichkeit der Wissenschaft aus purem Machtinteresse in den Dreck. Ob sich Merkel überhaupt der Dimension ihres Handels bewusst war, als sie sich schützend vor Guttenberg stellte und sagte, sie habe Guttenberg nicht als wissenschaftlichen Mitarbeiter in die Regierung geholt, sondern als Politiker? Als ob sich intellektuelle Redlichkeit von allgemeiner Ehrlichkeit trennen ließe. Wer geistige Leistung klaut, dem ist grundsätzlich nicht zu trauen.

Arroganz ist der schlimmste Feind der Intelligenz. Merkels und Guttenbergs CDU/CSU sind von der Arroganz der Macht derart verblendet, das sie sich wirklich verhoben haben. Sie haben tatsächlich geglaubt, sie kommen damit durch, haben geglaubt, die geballte Indoktrination der letzten Jahre durch willfähriges Fernsehen und liebedienerische Presse hätte schon genug gefruchtet. Das mag sogar für einen großen Teil der Bevölkerung zutreffen. Die da sagen, Guttenberg hätte als Verteidigungsminister einen guten Job gemacht und hatten doch nur seinen Fernsehauftritt mit Stephanie und Kerner in Afghanistan vor Augen, diesen schamlosen flotten Dreier im Kriegsgebiet. Würden die Reporter der Umfragen einmal nachfragen, ja, was hat er denn gut gemacht? Das könnten diese Guttenberganhänger mehrheitlich nicht sagen.

Egal, wenden wir uns noch einmal denen zu, die zu diesem anhaltenden Sturmwind sich vernetzt haben, der Guttenberg hinwegfegte. Es war viel Widerstand im Internet, doch entscheidend war, dass unsere verwöhnte Professorenschaft sich in den Widerstand eingeklinkt hat. Dadurch bekam das Netzwerk der Einsichtigen sein Gewicht. Denn wenn Professoren zu Hunderten, Tausenden protestieren, dann zuckt auch die CDU zusammen. Gemeinhin hält der Wissenschaftsbetrieb still, hat all die Zumutungen geschluckt, die Aushöhlung der Bildung mit so genannten Reformen wie Bologna und dergleichen. Nur weil die akademische Zunft sich satt und bequem in den Elfenbeinturm gesetzt hat, konnte es zu dem desolaten Zustand der Bildung an den Schulen und Hochschulen kommen. Hoffentlich sind die Herrschaften jetzt endlich wach geworden und erkennen, dass sie auch eine sozialpolitische Verantwortung haben, nicht nur, wenn es um ihre eigenen Anliegen geht - im Zirkus des schlechten Geschmacks.
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Durch die nur unscharf berechenbare Randzone (5)

Genaue Ortsbeschreibungen galt es handschriftlich zu notieren, als Station eines Bummels durch die nur unscharf berechenbare Randzone des Teppichhausnetzwerkes. Wir sind unterwegs mit:

Karte05Trithemius

„Hannover ist putzmunter“, steht auf einem Plakat am Zaun, genauer, es steht auf einem gelben Putzhandschuh, den ein Mann dem Betrachter entgegenstreckt. Die offene Hand ist in Griechenland eine Schimpfgeste. Falls mal ein Grieche vorbeikommt, wird er wohl zusammenzucken, wenn er diese Sternstunde des Wortspiels sieht. Und dann hat er vielleicht gar keine Lust mehr zum putzmunter sein.

Wir befinden uns am Anfang der Billungstraße, wo sie von der Davenstedter Straße abzweigt. Die Billunger sind, wie jeder weiß, ein frühmittelalterliches sächsisches Adelsgeschlecht, das aber glücklich ausgestorben ist. Passender Weise ist die Billungstraße eine Sackgasse. Sie steigt leicht bergan und würde hinauf zum Lindener Berg führen, wenn man sie ließe und nicht nach etwa 75 Metern schon Schluss wäre. Oben ist ein kleiner Platz, von dem nach rechts ein Weg in eine Grünanlage mit Bolz- und Spielplatz führt. Nach links geht es in eine Straße, die Kiewergarten heißt. Hier stehen mächtige Hausreihen aus der Gründerzeit. Auch die Billungstraße hat ein Haus aus der Gründerzeit. Es ist ein vierstöckiger, hübsch gegliederter Klinkerbau an der Ecke zur Davenstedter Straße. Auf dem Balkon der 3. Etage unter einer Arkade stehen zwei junge Männer, rauchen und reden was. Die anderen Häuser auf der linken Seite sind grau verputzte Nachkriegsbauten, das ist Einheit von Form und Farbe.

Rechts hat die Billungstraße keine Wohnhäuser, sondern einen Wertstoffhof des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Hannover (aha). Von einer nahen Kirche her weht das 12-Uhr-Mittagsgeläut. „Do löck et Medaach, wer jekocht hät, der laach!“, sagt man im Rheinland. Ich habe nicht gekocht und somit auch nichts zu lachen, sondern muss schreiben, sitze genau vor der Einfahrt zum Recyclinghof mit dem Rücken zur Davenstedter Straße auf einem viereckigen Betonkübel mit festgebackenem Streugut. Hinter mir rollt der Verkehr übers Kopfsteinpflaster, und ab und zu fährt eine Straßenbahn der Linie 9 vorbei. In der frühlingshaften Luft sind auch Hammerschläge zu hören. Sie kommen unter einem quer zur Billungstraße geparkten Auto hervor. Es liegt offenbar ein Mann darunter, jedenfalls gucken zwei Beine heraus, was ich aber kaum sehen kann, weil die Betoneinfassung eines kleinen Baumes die Sicht versperrt.

Außerdem steht die Sonne genau im Süden am blassblauen Himmel und blendet mich ein bisschen. Vor mir biegt eine Prozession von Autos in die Einfahrt des Wertstoffhofes und steht dort mit aufleuchtenden Bremslichtern Schlange, denn auch die Einfahrt steigt an. Man kann sie nicht verfehlen, denn es ragt ein schmales Schild daneben auf mit der nach links gestürzten Aufschrift „Wertstoffhof“. Darüber befindet sich eine stilisierte Zeigefingerhand mit dem Satz „aha ist da!“ Montags aber nicht, wie ein Schild auf dem jetzt offenen Metallgatter sagt. Und sonntags ist dieses Gatter auch geschlossen. Nur einmal fand ich es offen, bei der letzten Bundestagswahl. Da war das für mich zuständige Wahllokal im kleinen Verwaltungsgebäude des Wertstoffhofes. Passend zum Lokal habe ich natürlich Schrott gewählt wie die meisten Deutschen. Es gab ja nichts Neues, und das ist der Nachteil beim Recycling. Jedenfalls sollte man keine alten Schuhe zum Wertstoffhof bringen. Wir brauchen sie noch zum Werfen.

Ende des Bummels
Zurück zum Anfang des Bummels
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Durch die nur unscharf berechenbare Randzone (4)

Genaue Ortsbeschreibungen galt es handschriftlich zu notieren, als Station eines Bummels durch die nur unscharf berechenbare Randzone des Teppichhausnetzwerkes. Wir sind unterwegs mit:

Karte04la-mamma

sehen sie, dabei hab ich heut verschlafen und nicht einmal südöstlich aber rund 100 schritte nördlich von meiner haustür hab ich zumindest geschaut, was mir das tageslicht zeigt.

ein hund steht neben mir, ein bernhardiner, in stark gekrümmter haltung. die kleine vollgeparkte straßé, durch die ich ins büro eile, ist von laubbäumen gesäumt, selbstverständlich weiß ich jetzt nicht einmal von welchen. das haus rechterhand ist blassgelb gestrichen, auf der linken seite ist ein langer dunkelgrauer zaun. der garten dahinter ist jetzt viel gepflegter, seit sich statt der quasi weltweit berüchtigten schlafstätte für obdachlose männer ein altersheim darin befindet. am gehsteig vor mir ein paar zigarettenstummel, die dank unserer stadtreinigung nicht lange liegen bleiben werden, und ein paar weiße kaugummiflecken, die für immer picken.

ps: ich bin rund 850 km südöstlich von hannover daheim. wobei ich aber in 10 minuten westlich zu fuß bis zum hannovermarkt komme. dorthin hat mich meine mama schon als kind fast jeden tag mitgenommen.

Wird fortgesetzt. Nächste und letzte Etappe: Trithemius
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Durch die nur unscharf berechenbare Randzone (3)

Genaue Ortsbeschreibungen galt es handschriftlich zu notieren, als Station eines Bummels durch die nur unscharf berechenbare Randzone des Teppichhausnetzwerkes. Wir sind unterwegs mit:

Karte03 Videbitis

293 km Hannover/Linden - Köln/Innenstadt + 100 m
Lindenstraße, ca. 100 Meter südwestlich von meiner Haustür entfernt. Auf der Ausfallstraße herrscht reger Verkehr. Direkt neben mir eine Bushaltestelle – ich hoffe, es kommt kein Bus, der Fahrer könnte denken, ich warte auf ihn, hält extra wegen mir, und aus lauter Schuldgefühl muß ich einsteigen und sonstwo hinfahren. Die Bebauung ist das typisch kölsche Gemisch aus häßlichen Nachkriegsbauten und Gründerzeithäusern, typisch jedenfalls für die sogenannte Neustadt.

In Sichtweite: 1 Kiosk, 1 Stehcafé, das nur vormittags geöffnet hat, eine Filiale der Pizza Company (ganz schlechte Pizza!), 1 vietnamesisches, 1 neues nepalesisch-tibetisches Restaurant namens „Buddha’s Eye“ – kenne ich beide nicht. Die Zweitwohnagentur sieht aus wie ein Versicherungsbüro, die Fenster sind bis zur Hälfte mit undurchsichtiger Folie beklebt.
Direkt stehe ich vor dem Gebäude des Berufskollegs, das zu Wahlzeiten mein Wahllokal beherbergt. Eine Wand ist mit einem riesigen Graffito verziert – eine Auftragsarbeit. Ich hatte einen der Künstler während der Arbeit befragt, er erzählte, daß sie nur das Material bezahlt bekämen, das Werk sei eine Art Eigenwerbung. Tatsächlich steht am Rand eine Telefonnummer und Internetadresse.

Das hier ist kein Ort, an dem man sich lange aufhält, außer, man wartet auf den Bus. Inzwischen sind schon drei an mir vorbeigefahren, gottseidank sind immer andere Leute ein- und ausgestiegen. Die mir zugewandten Fahrgäste betrachten mich während des kurzen Halts, aber nicht mit Absicht, sie schauen halt aus dem Fenster, und ich steh da herum und kritzel auf Papier. Die Blicke machen einen stumpfen Eindruck, kein Wunder, Freitag 16.30, die Last einer ganzen Arbeitswoche liegt auf ihnen, sie wollen nichts anderes als möglichst schnell nach Hause.

Fahrräder flitzen auf dem Fahrradweg. Die Leute, die vorbei gehen, kucken, aber interessieren sich nicht weiter für mich. Es wäre vermutlich nicht anders, wenn ich hier einen Schreibtisch hinstellte und an ihm einen Roman schreiben würde. Alles macht einen trostlosen Eindruck. Der einzige Lichtblick ist die Konditorei an der nächsten Kreuzung: Café Braun, ich komme! 1 Stück „Birne Helene“ bitte.

Wird fortgesetzt. Nächste Etappe: la-mamma
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Durch die nur unscharf berechenbare Randzone (2)

Genaue Ortsbeschreibungen galt es handschriftlich zu notieren, als Station eines Bummels durch die nur unscharf berechenbare Randzone des Teppichhausnetzwerkes. Wir sind unterwegs mit:

Karte02pantholz zwei (wvs)

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Nächste Etappe: videbitis
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Durch die nur unscharf berechenbare Randzone (1)

Genaue Ortsbeschreibungen galt es handschriftlich zu notieren, als Station eines Bummels durch die nur unscharf berechenbare Randzone des Teppichhausnetzwerkes. Unser Bummel beginnt mit:

MaranaKarte01

Von Hannover Richtung Nord-Nordwest 110 km Luftlinie und noch 100 Meter weiter. Um halb zehn am Freitag morgen stehe ich vor der Kreuzung Lindenstraße, Krummwinkel und Am weißen Sande, nachdem ich der Weisung des Herrn TT gefolgt und notizblockbewehrt hundert Meter Richtung Nord-Nordwest ausgeschritten bin.

Der Blick ist gefangen von der Rönnschen Mühle mit seinen breitbrüstigen Wirtschaftsanbauten. Die Mühlenflügel ragen in den blauen Himmel und signalisieren, dass die Mühle schon lange stillsteht. Es gibt einen wunderbaren Bericht über die heutige Nutzung des Geländes, auf den ich hiermit hinweisen möchte, und Herr TT als Meister der Sprache hat uns schon vieles über Sprache und Schrift offenbart, aber von der Mühlensprache meine ich bei ihm noch nichts gelesen zu haben.

Aber weiter: Die Straßenkreuzung ist eigentlich keine Kreuzung, auch keine Gabelung, aber was nun? Wie könnte man beschreibend schildern, was man mit einem Bleistift null Komma nichts aufgezeichnet hätte? Schräg verläuft die führende Straße, rechts neben der trockenen, braunblättrigen Buchenhecke des Mühlengeländes zweigt eine Straße ab, die verlangsamt wurde durch einen „liegenden Polizisten“. Stopp, halt, von meinem Standpunkt aus kann ich die geschilderte Bremsschwelle gar nicht sehen, das stammt aus meiner Erfahrung, im wahrsten Sinne des Wortes. Abwärts zur mir her führt die „schnelle“ Straße, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass nur ein Bürgersteig den Fußgängern zur Verfügung steht, obwohl beidseitig bebaut, und trotz der abgestellten Autos zur beschleunigten Fahrt hinab zur Bahnhofstraße reizt, sei es als zweirädriger Pedalritter oder als vierrädriger Benzinverprunzer.

Die Straßenbebauung ist nicht geschlossen, und das spitzwinklige Eck zwischen beiden Straßenzügen, das rechts von mir und schräg gegenüber dem Mühlengrundstück liegt, wird beherrscht von einer großen Linde, unter der mit Bank, kleiner Rasenfläche und Rahmung von gekugelten Buchsbäumen ein lauschiges Plätzchen geschaffen wurde, mittlerweile eigentlich mehr für sich lösende Hunde als für einen ruhenden Rentner oder eine –In.

Zwei Farbtupfer ziehen das schauende Auge an der Wegverzweigung auf sich. Auf dem unbefestigten, verkrauteten Straßensaum unterhalb des Lindenecks steht der gelbe Kasten mit Winterstreugut, der verschlossen wie ein Tresor das helfende Gut bewahrt. Aber auch hier, halt , stopp, ich habe nicht überprüft, ob man sich dort nicht doch noch wie in früheren Zeiten bedienen kann, also gebe ich hier nur eine vage Vermutung zum Besten, die sich mir nur schauend aufdrängte.

Der hellblaue Verteilerkasten an der mir gegenüberliegenden Kreuzungsecke neben der mühlengrundstücksbegrenzenden braunen Hecke wurde einstmals von Kinderhand bildlich gestaltet. Und was sehe ich noch? Bäume und Buschwerk, erstere ohne Blätter und noch ohne knospenden Grünhauch und letzteres mit winterhartem Blattwerk oder auch ohne.

Ich weiß nicht, wohin die Schilderung noch führen sollte oder könnte, und ich gestehe, dass ich den Fotoapparat zwecks visueller Demonstration mitgenommen hatte, und ich gestehe weiter, dass mein Notizblock leer blieb, da ich dieses Fleckchen Erde aus dem ff kenne, der Standort des Sehens musste allerdings ausgelotet werden heute morgen um halb zehn.

Mühlensprache

Wird halbstündlich fortgesetzt. - Nächste Etappe wvs
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Eine surrealistische Landkarte der nur unscharf berechenbaren Randzone - Seminar "Aspekte der Handschrift" (3)

Wann immer ich etwas aus der Erinnerung zeichne und nachher meine Zeichnung vergleiche mit den realen Gegebenheiten, stelle ich fest, dass die Zeichnung an vielen Stellen ungenau ist und Leerstellenfüllungen enthält, wo meine Erinnerung versagt hat. Ähnlich ist es mit dem Schreiben. Bei meiner Reportageserie über die Linie 9 in Hannover bin ich alle Teilstrecken ein zweites Mal gefahren, weil ich manches einfach nicht mehr genau wusste und auch keine Notizen darüber hatte.
notieren
Heute wollen wir einen Anwendungsbereich der Handschrift erproben, der noch recht geläufig ist, das genaue Notieren. Dazu brauchen wir einen Schreibanlass. Wir erstellen eine surrealistische Landkarte von der nur unscharf berechenbaren Randzone des Teppichhauses. Es steht bekanntlich in Hannover. Die Randzone des Gebietes zwischen dem Teppichhaus und Ihrem Wohnort gilt es zu bestimmen.

Das geht so: Vergewissern Sie sich auf einer Landkarte, wo Hannover liegt. Nehmen sie ein Notizbuch und einen Stift, verlassen Sie bei Tageslicht Ihre Wohnung und gehen Sie 100 Schritte von Hannover weg. Leben Sie beispielsweise südlich von Hannover, gehen Sie 100 Meter nach Süden. Dort bleiben Sie stehen und notieren genau, was Sie von Ihrem Standpunkt aus wahrnehmen. Kehren Sie zurück und schreiben Sie Ihre Notizen ab. Wenn Sie wollen, dann ermitteln Sie über einen Routenplaner die ungefähre Entfernung von Hannover und fügen die Angabe Ihrem Text hinzu. Das ist aus Gründen des Datenschutzes nicht unbedingt erforderlich, aber bitte immer die Himmelsrichtung angeben. Schicken Sie ihren Text an mich (bitte bis Samstag in einen Kommentarkasten).

Die nur unscharf berechenbare Randzone unseres Blog-Netzwerkes will ich am kommenden Sonntag grafisch darstellen, und Ihre Texte werden zeigen, wie es dort aussieht. Ich freue mich schon auf unseren gemeinsamen Bummel durch die nur unscharf berechenbare Randzone am kommenden Sonntag.

Die Idee der surrealistischen Landkarte entnahm ich dem Buch: Boehncke/Humburg; Schreiben kann jeder, Reinbek b. Hamburg, 1980. Im Internet hat das meines Wissens noch niemand gemacht. Wir betreten also Neuland. Anregungen und Änderungsvorschläge sind willkommen. Selbstverständlich können Sie die Idee adaptieren und die Aktion, auf Ihren Wohnort bezogen, ebenfalls in Ihrem Blog durchführen.

Viel Vergnügen!
Trithemius
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10 - 20 Schreiber gesucht! Handschriftenseminar (3)

notieren

Heute 20:20 Uhr: Seminar"Aspekte der Handschrift"
Thema: Notieren. Die surrealistische Landkarte der nur unscharf berechenbaren Randzone - Vorbesprechung einer praktischen Internet-Übung.

Teilnehmen kann jeder. Einen Scanner brauchen wir diesmal nicht.
Alle Seminare "Aspekte der Handschrift" und Ergebnisse:
Schriftwelt im Abendrot
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Freitagstexter - Dadaaa - die Siegerehrung!

Freitagstexter Logo

Schwitzende Teppichhaus-Humorexperten, das hat es vorher noch nie gegeben. Aber stolze 26 Einsendungen zum Freitagstexter waren zu sichten. Herzlichen Dank für die rege Teilnahme. Es gab und gibt jedenfalls viel zu schmunzeln und zu lachen angesichts der schier überbordenden Kreativität, wie das in mühevollster Kleinarbeit erstellte Gif beweist. Die Wahl ist wirklich schwer gefallen, und hätte nicht der korrupte Volontär Schmock ein Machtwort gesprochen, die Humorexperten wären sich auch heute noch nicht einig. "Ich hätte mich ja gerne schmieren lassen, aber keiner hat mir ein Angebot gemacht", gesteht Jury-Vorsitzender Hanno P. Schmock. "Ohne Kohle fiel die Wahl einigermaßen sachgerecht aus." Zudem wurde ein Publikumspreis verliehen, quasi der 2. Platz. Sehen Sie selbst.
Viel Vergnügen!

Trithemius

Freitagstexter-Sieger
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April, April, ich habe Doktor-Blödsinn gemacht

zirkus schlechten GeschmacksWas war gestern bei einer Veranstaltung der CSU in Kelkheim zu hören? Zu Guttenberg eröffnete mit dem müden Scherz, er sei kein Plagiat, sondern er selbst. Und dann sagte er sinngemäß: Also Leute, am Wochenende habe ich mir angesehen, was für einen Blödsinn ich in meiner Dissertation geschrieben habe. Ich will den Doktortitel nicht mehr führen. April, April, es war ein dummer Betrugsversuch, und jetzt ist er aufgeflogen, dann gilt der nicht mehr.

Bundeskanzlerin Merkel hält weiterhin fest an ihrem Minister. Sie habe Guttenberg nicht als wissenschaftlichen Assistenten oder Doktoranden ins Kabinett geholt. „Mir geht es um die Arbeit als Bundesverteidigungsminister. Die erfüllt er hervorragend, und das ist das, was für mich zählt.“

Seine Verstöße gegen die intellektuelle Redlichkeit sind ihr egal, aber was ist mit persönlicher Integrität, vorbildhaftem Charakter, Ehrlichkeit und Anstand eines Ministers? Dass diese Werte im politischen Tagesgeschäft nicht gefragt sind, hätte man wissen können, wenn man die hehren Worte der Sonntagsreden vergleicht mit dem tatsächlichen politischen Handeln. Doch nie zuvor wurden ethische Werte so offen, so schamlos in den Dreck getreten. Was für ein verheerendes, unmoralisches Signal von diesen Vorgängen ausgeht, welcher Schaden damit angerichtet wird im Bewusstsein der Menschen, darauf verwendet man keinen Gedanken. Man weiß sich sicher, dass die vereinten Kräfte einer verkommenen Presse und der gigantischen Verblödungsmaschine Fernsehen längst ein moralisches Klima geschaffen haben, in dem alles geht. Auf Facebook präsentieren sich 200.000 Guttenbergsche Jubelperser, und Report München, wer sonst, meldet stolze 73 Prozent der Bevölkerung könnten nicht genug von Guttenberg und seinem betrügerischen Blendwerk kriegen. Sie seien mit seiner politischen Arbeit zufrieden. Man darf sich nicht wundern, wenn der Bayrische Rundfunk (BR) solche angeblichen Umfragewerte verbreitet. Erst kürzlich machte Bundeskanzlerin Merkel ihren ehemaligen Pressesprecher Ulrich Wilhelm zum Intendanten des BR.

Merkel braucht diesen
Verteidigungsminister noch, denn er soll die Bundeswehr zu einer Söldnerarmee umbauen. Fragt sich niemand, was das bedeutet? Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik nach dem 2. Weltkrieg war nur mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen durch das Konstrukt des Bürgers in Uniform. Der wehrpflichtige Soldat sollte nicht einem Kadavergehorsam unterworfen sein, wie er in der Wehrmacht gefordert war, sondern nach dem Prinzip der Inneren Führung immer auch seinem Gewissen verantwortlich sein. Befehle, die offen gegen die Gesetze der Menschlichkeit und des Völkerrechts verstoßen, durfte er mit Recht verweigern. Der Wehrpflichtige kam aus der Zivilgesellschaft und kehrte wieder dorthin zurück. Damit war ein Band geschaffen, mit dem sichergestellt war, dass sich die Armee nicht zum Staat im Staate entwickelt und sich von unseren Grundwerten entfernt. Dieses Band wird durch die Abschaffung der Wehrpflicht zerschnitten. Warum?

Man kann Wehrpflichtige nicht in grundgesetzwidrige Angriffskriege schicken, die reinen Wirtschaftsinteressen dienen. Unter den Wehrpflichtigen waren und sind Söhne aus der besseren Gesellschaft, gut ausgebildet und manierlich. Solche wertvollen jungen Menschen kann man nicht unwidersprochen in Wirtschaftskriegen verheizen. Wer wird aber ihren Platz einnehmen in einer Söldnerarmee? Junge Männer ohne berufliche Perspektive, junge Männer aus der Unterschicht, deren Bindung an unsere Gesellschaft nur schwach entwickelt ist, weil man ihnen schon in der Schule gezeigt hat, dass sie nicht gebraucht werden. Junge Männer, deren Werte aus den Actionfilmen des Privatfernsehens stammen und denen man in Shows wie Dschungelcamp oder DSDS vorführt, dass Häme und Bosheit ein gesellschaftlich akzeptables Verhalten ist. Sie werden demnächst angeführt von einem Verteidigungsminister mit der Werthaltung eines Raubritters, von einem Heuchler und Blender, der lügt und betrügt, wenn es seinen Zwecken nutzt. Da mag man sich nicht ausdenken, was geschieht, wenn die Bundeswehr einmal im Inneren eingesetzt wird, wie manche Politiker schon jetzt fordern.

Zu Guttenbergs jüngerer Bruder Philipp hat diese Haltung in der gestrigen Ausstrahlung der unsäglichen Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst offen ironisiert. Er sagte, die zu Guttenberg würden alles raffen, was glänzt. Da waren selbst die versammelten Lackschuhkarnevalisten für einen Augenblick perplex, wie hier einer der Ihren offen bekundete, auf welche Weise man in dieser Gesellschaft zu Reichtum und Ansehen gelangen kann. Aber dann wurde wieder einvernehmlich geklatscht und gejubelt, denn zu Guttenberg, der ist doch wie sie, wie Ordensritter "Absahner" Wiedeking, wie Laudator "kauf mich" Rüttgers, wie der Vorsitzende der Atlantikbrücke Friedrich Merz, der sich einst die Büttenrede zu seiner Ordensverleihung aus dem Internet geklaut hat. Zu Guttenberg verkörpert die geistige und moralische Verfassung unserer Eliten - im Zirkus des schlechten Geschmacks.

Schon vergessen
Guttenbergs Aufritt von Freitag vor ausgewählten Medienvertretern:
Guttenberg-5-6
Meine von mir in mühevollster Kleinarbeit verfasste Dissertation ist kein Plagiat (Bildquelle: ZDF, Mash-up-Gif: Trithemius).
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DAM - Nichts ist leichter zu finden als ein Plagiat

Der nachfolgende Text ist ein Plagiat. Alle vier Originaltexte müssten im Internet zu finden sein. Testen Sie Ihre Fähigkeiten als Plagiatsforscher. Viel Erfolg!


Ob die Eichhörnchen tatsächlich die Nüsse nicht wiederfinden, die sie im Herbst vergraben haben, weiß ich nicht. Vielleicht ist es nur ein Märchen und soll davon ablenken, dass der Mensch viel besser ist im Verlegen der Dinge. Einen Teil seiner Lebenszeit verbringt man mit Suchen. Es hat mit der Fülle der Dinge zu tun, die einen umgeben. Besonders flüchtig sind die flachen Dinge.

Objekte jeder Art habe ich schon weggelegt und auf lange Zeit nicht wieder gefunden. Dabei ist die Anzahl der Möbelstücke in meiner Wohnung überschaubar. Manchmal glaube ich, dass sich Dinge vor mir verbergen. Irgendwann nach ihrem eigenen Gutdünken tauchen sie wieder auf, entlocken mir ein „Ach-da-bist-du-ja!“ und geben meinem Leben einen unerwarteten Drall. Wie oft habe ich das Haus nicht verlassen können, weil ich meinen Schlüssel nicht fand. Wer weiß, was zum Beispiel gestern mit mir passiert wäre, wenn mein Schlüsselbund mich nicht zehnmal hätte hin- und herlaufen lassen, bevor es sich bequemte, Kuckuck zu rufen.

Hätte jeder Gegenstand in meinem Besitz ein eigenes Ich, würde also sich und mich wahrnehmen, dann würden die Gegenstände mir berichten, dass es ihnen ganz gleichgültig ist, wo sie gerade liegen, wenn’s nur bequem ist. Mein grobzähniger Kamm etwa könnte sagen, dass er genauso gut in meinem Jackett stecken wollte wie auch im Regal oder unter dem Tisch liegen. Selbst auf der Badablage unterm Spiegel hätte er schon gut gelegen. Wenn ich ihn also suchte, denn sei es mein, nicht sein Problem. Was ich nämlich als Ordnung empfinden würde, sei ein Wunschbild.

Wir reden von verlegten Dingen. Das gibt es auch in digitaler Form, als E-Mails mit Telefonnummern oder Passwort-Benachrichtigungen, die man vergessen hat aufzuschreiben; Bilder, Dokumente, die sich unauffindbar in Unterordnern von Unterordnern verstecken. Hier muss man zum Glück nicht mehr den Hl. Antonius anrufen, den Schutzpatron derer, die etwas verloren haben. Der digitale Schutzpatron ist entpersonalisiert, ein Befehlsverb, und heißt schlicht: "Such" oder als Befehlssatz: "Such, du Hund!"

Bald wird es diese Suchfunktion auch für Dinge geben. Einige von uns werden eine Dingwelt erleben, die sich mit einer Suchfunktion durchstöbern lässt. Schon heute haben moderne Produkte einen RFID-Chip. Er sitzt in Etiketten von Kleidungsstücken, unter Parfum- und Rasierwasserflaschen, Haustiere tragen ihn unter der Haut. RFID-Chips dienten ursprünglich der Warenverfolgung im Handel, und ich sage voraus, sie sind bald in so vielen Dingen verborgen, dass man sie über den privaten Computer suchen und auffinden kann. Du gibst in die Suchmaske: „Schnubbel“ ein, und schon sagt dir der Rechner, wo der „Schnubbel“ liegt. Da braucht man sich keine Gedanken mehr zu machen, wo man z.B. die ungeöffneten Briefe der G.E.Z. hingelegt hat. Sie rufen plötzlich aus mehreren Schubladen, hier bin ich!

Die Sache wird kein Segen sein. Denn der von der Erinnerung an sein Weglegen entlastete Mensch verliert eine weitere Notwendigkeit zu denken. Ja, Denken wird überhaupt bald gänzlich aus der Mode kommen. Wozu ist es eigentlich gut? Wir werden die Maschinen zunehmend für uns denken lassen. Dieser Prozess hat längst begonnen.

Was tritt an die Stelle des Denkens? Das Denken wird ersetzt durch Verzweifeln. Wir sitzen verzweifelt vor dem Rechner, weil ein Programm nicht funktioniert, verzweifelt versuchen wir die Hot-Line einer Telefongesellschaft zu erreichen, verzweifelt warten wir auf einen Techniker und gänzlich verzweifelt schauen wir auf die Anzeigentafel, wenn ein Zug mit 50 Minuten Verspätung angegeben wird. Das GPS-System im Auto versagt. Was geschieht? Der Fahrer verzweifelt. Und mühsam ächzend greift er nach der Karte, die so unhandlich aufzuschlagen ist, wo ein Weg mit den Augen herausgepiddelt werden muss, ach, man kann es schon gar nicht mehr, das ist ja wie zu Fuß gehen auf der Autobahn.

Die Dauerverzweiflung wird sich mit den Generationen in den Physiognomien niederschlagen. Die Augen rücken zusammen und die Augenbrauen hängen – es tritt auf: der DAM, das ist: der Dämlichste Anzunehmende Mensch, dem es noch nicht mal vergönnt ist, einen Schnubbel zu verlegen. Er hat jederzeit alles an der Backe. In ihrer höchsten Perfektion werden die Dinge den entmündigten Menschen herbeizitieren und ihn zu Handhabungen und Aktionen auffordern, weil es gut für ihn ist.
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Hand an Auge - Hausaufgaben sind gemacht

Derweil mein Obernachbar wieder auf seinem Waldhorn bläst, will ich noch die Ergebnisse des Handschriften-Seminars vom letzten Mittwoch nachtragen, bei dem ich einige Aufgaben gestellt habe.

Kugelschreiber und Photoshop
(Waldhorn-Wuttext von Trithemius, Kugelschreiber und Photoshop)


Aufgabe 2)
Schreiben Sie, worauf Sie wollen - es muss ja nicht gerade die frisch getünchte Hauswand des Nachbarn sein. Eugene Faust wies mich auf die eindrucksvoll beschriebene Jacke von Agnes Richter hin, hier im Detail, Frau SWA auf den künstlerisch beschrifteten Handrücken der Bloggerin Rinpotsche.

Aufgabe 3) Spiel mit Handschrift – Verborgene Inhalte
Bloggerin und PentAgrion-Expertin Marana hat das geheime Frustschreiben "Pik-Ass" eingesandt, in dem sie offenbar Bemerkungen über mich untergebracht hat, weil ich die Seminarteilnehmer "so gepiesackt" hätte.
Geheimes Frustschreiben in Form gebracht.
Frau SWA sandte die beschwingte Handschriftgrafik
"Mein sprachloser Körper".
Mein sprachloser Körper SWA

Carecas Handarbeit zeigt, dass auch ein gerissener Zettel für dieses Verfahren gut geeignet ist.
Kritzelbild von Careca

Auf die beeindruckenden und beklemmend wirkenden Briefe von Emma Hauck an ihren Ehemann hat Eugene Faust hingewiesen.

Aufgabe 4) Fotodokumentation „Handschrift im Alltag“
Ein Album mit sehenswerten Fotos hat Videbitis zusammen gestellt.


Die nächste
und vorerst letzte Folge des Handschriften-Seminars findet am kommenden Donnerstag statt. Das Thema wird das Notieren sein, das Schreiben unterwegs zum Zwecke der Dokumentation. Diese Form des Handschreibens ist quasi Schreiben nach der Natur. Wir werden in dieser praktischen Übung eine surreale Landkarte erstellen.

EDIT 23-02-11: Aufgabe am Donnerstagmorgen, Präsentation Sonntag
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Der Schweizer Volkskundler Hanns Bächtold-Stäubli verzeichnet...
Trithemius - 1. Apr, 11:42
Die kulinarische Konsequenz....
Die kulinarische Konsequenz. Gibts Rezepte?
Trithemius - 29. Mär, 07:18
Irgendwann erreichte...
Irgendwann erreichte der Brief, wenn auch nach sehr...
Lo - 29. Mär, 00:14
Auf einer Seite setzen...
Auf welcher Seite setzen denn nun die Bäume Moos an?...
Trithemius - 28. Mär, 11:06
Danke.
Danke.
Trithemius - 27. Mär, 08:51

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